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Das Hamsterblatt deckt auf

 

Housing Shortage in Hamsterton!

Wohnungsnot in Hamsterhausen!!

Was macht der Bürgermeister?

Und was macht der Bürgermeister? Nix!

Wenn du noch einmal googlest, mach ich dich fertig!

Prügelei auf dem Marktplatz!

 

Im Laufe der Jahre hat sich so einiges getan in unserer schönen Stadt. Der Bürgermeister zum Beispiel wird immer dicker und es wird gemunkelt, dass er sich so manchen Sack Sonnenblumenkerne unter die gierigen Pfoten reißt

Wie war das damals mit dem Bauskandal? Wer waren die Verantwortlichen? Und wer war für den Anschlag mit der Gulaschkanone verantwortlich?

Fragen über Fragen, doch: das Hamsterblatt deckt auf, sei es Bauskandal oder Bankenskandal. Wie im richtigen Leben.

Lesen Sie hier unsere Zeitungen, alle bisherigen Ausgaben des sagenhaften "Hamsterblattes".
 

 


 

 


 

 


 

 


 

 

     Ausgabe Nr. 1

 

Das Hamsterblatt

 

die Unabhängige Zeitschrift für den modernen Hamster


Der Skandal von Hamsterhausen -
Lesen sie alles ausführlich in dieser Ausgabe!

 

 

Fitness-Studio Flecki und Goldi

Naja...

Dieses ist sozusagen die 'Urgeschichte', das erste Auftreten der Hamster. Es begann alles im Hause der Familie Bommel und zu diesem Zeitpunkt waren Elfried und ihre Freunde die 'Stars'.
Doch das sollte sich schnell ändern.....



 
 
Ha- Ha- Hatschi!
 

Bommel nieste und seine Zeitung flog im hohen Bogen fort.


Mit tränenden Augen wollte er aufstehen, doch Elfriede war schneller. Sie sammelte die verstreute Zeitung ein und schob mit dem Fuß heimlich einen Teil der Zeitung unter das Sofa.

"Wieso habe ich so ein verdammtes Rüsseljucken", fragte Bommel, "es sind doch wohl nicht etwa Hamster im Haus?"

"Hamster? Wie kommst du denn darauf, Papi?"

Elfriede seufzte. Das kann nicht mehr lange gut gehen, dachte sie. Hoffentlich findet Papi den Bericht über den Bankskandal in Hamsterhausen nicht.

Was war los? Blicken wir ein paar Wochen zurück, genauer gesagt, nach Hamsterhausen.
Wo liegt aber Hamsterhausen? keiner weiß es genau. Daisy war der festen Ansicht, es gäbe einen geheimen Tunnel im Zauberwald, über den die Hamster gekommen waren.


Hamster Nachrichten Hamster mögen Einkaufen
Einkaufen nur bei Schuhhaus Hasi!  
 

In Hamsterhausen jedenfalls herrschte große Aufregung, denn dort war eine Bank eröffnet worden. Alle Hamster waren nun sicher, dass sie reich werden würden, denn bei einer Bank bekam man doch Geld, oder? Die Bank gehörte Carlo Miesepeter, einem sehr, sehr reichen Mann. Die Hamster waren wie gesagt zuerst begeistert, als sie Geld von der Bank erhielten und dafür nur ein lächerliches, kleines Stück Papier unterschreiben mussten. Da die meisten Hamster sowieso nicht lesen konnten, interessierte es sie auch nicht, was auf dem Papier stand. Jedenfalls konnten sie sich endlich genug Futter kaufen und allen ging es gut. Immer mehr Hamster strömten jeden Tag in die Bank von Hamsterhausen und Herr Miesepeter brauchte dringend Verstärkung. So wurden einige Hamster als Bankangestellte eingestellt. Doch schon nach ein paar Wochen war alles vorbei. Keiner hatte noch Überblick, wie viel Geld da war und überhaupt war es ein totales Durcheinander.

Carlo Miesepeter tobte vor Wut. Zusammen mit Dr. Winkelmann, seinem Berater und Anwalt, saß er in seinem Büro und überlegte, was zu machen sei.

"Wie kam es denn zu der Pleite?" wollte der Anwalt Dr. Winkelmann von Herrn Miesepeter wissen.

"Dummheit", fluchte Carlo Miesepeter, "verfluchte Dummheit. Ich habe Leute gesucht, die in meiner Bank arbeiten sollten und es kamen ganz viele Hamster. Natürlich habe ich geprüft, ob die etwas von Geldgeschäften verstehen."

"Und", fragte Dr. Winkelmann, "wussten sie etwas?"

Carlo Miesepeter zog an seiner dicken Zigarren, blies den Rauch in die Luft und erzählte mit wütendem Gesicht weiter.

"Klar, die Hamster erzählten etwas von Devisenkursen, Aktien und Euroumrechnung. Ich habe natürlich gedacht, die wissen, was damit gemeint ist. Einige haben auch immer wieder etwas von Profi-Haartrockner gesagt, aber ich hatte keine Ahnung, was die damit meinten. Jedenfalls kannten die Hamster so viele Worte, dass ich dachte, es sind Fachleute."

"Profi-Haartrockner?" fragte Dr. Winkelmann.

"Ja, Profi-Haartrockner, Euroumrechnung und so weiter. Alles konnten sie sagen, aber sie hatten keine Ahnung, was das ist!"

"Sie haben also Idioten eingestellt?"

Dr. Winkelmann sah Herrn Miesepeter mit festem Blick an:
"Ich übernehme jetzt die Sache, denn schließlich bin ich ihr Berater und Anwalt. Als erstes werden wir diese komischen Hamster, die so getan haben, als wenn sie etwas vom Bankgeschäft versehen, dafür bestrafen."

"Aber das können sie doch nicht machen," stöhnte Herr Miesepeter.

"Doch, ich kann", sagte Dr. Winkelmann. "Als ihr Berater und Anwalt muss ich das, schließlich haben sie einen Vertrag mit mir, in dem ich ihre Interessen wahren soll, schon vergessen?"

Carlo Miesepeter rutschte unruhig auf seinem großen Sessel hin und her, als Dr. Winkelmann fortfuhr:
"Und nun holen sie mir mal den Chef der Hamster rein, ich habe ein paar Fragen an ihn."

Herr Miesepeter drückte auf einen Knopf und sprach in ein Mikrofon: "Purzel, bitte komm doch mal zu mir!"

Nach ein paar Minuten kam ein Hamster mit einem Bleistift hinter dem linken Ohr herein und sah die beiden Männer aufmerksam an.

"So, so, Herr, äh, Purzel", begann Dr. Winkelmann und sah auf den kleinen Hamster herab, "wie viel Umlaufvermögen haben wir denn in unserer Kasse?"

Purzel nahm den Bleistift, kritzelte etwas auf den Teppich und sprach:
"gnunchermuoruE, nehelraD, renckortraaH-iforP!"

Dr. Winkelmanns Augen wurden immer größer. "Wie bitte? Was?"

"Das ist hamstisch", erklärte Herr Miesepeter, "das bedeutet Euroumrechnung, Darlehen, Profi-Haartrockner!"

"Aber das ergibt doch keinen Sinn", schimpfte der Anwalt.

"negömrevfualmU, egapemoH!" fuhr Purzel fort.

"Umlaufvermögen, Homepage!" übersetzte Herr Miesepeter.
"Ich hab's doch gesagt," fuhr er fort, "keine Ahnung haben die. Ein paar tolle Worte können sie aber sonst nichts, gar nichts!"

Dr. Winkelmann wandte sich wieder an den Hamster:
"Wie viel Geld ist noch in der Kasse?"

Purzel kritzelte wieder etwas auf den Teppich, diesmal recht viel und als der Teppich nicht mehr ausreichte, fing er an, auf dem Schuh von Dr. Winkelmann zu kritzeln.

"Das reicht", schnauzte der, "ich will wissen, wie viel Geld noch da ist!"

Purzel steckte den Bleistift wieder hinter das linke Ohr, putzte seine Barthaare und sagte:
"negömrevluaflmU, yrev doog, egapemoH, renckortraaH-iforP

Carlo Miesepeter verdrehte die Augen, als er übersetzte:
"Umlaufvermögen, very good, Homepage, Profi-Haartrockner!"

"Raus!" krächzte Dr. Winkelmann, und trat nach dem Hamster, doch dabei blieb er an dem Teppich hängen und krachte der Länge nach hin. Purzel rannte quiekend zur Tür hinaus, während Dr. Winkelmann seinen teuren Anzug ansah und einen großen Riss am Ärmel feststellte. Wütend ging er auf Herrn Miesepeter zu.


"Wo sind die Zettel mit den Unterschriften der Hamster?" schrie er und Carlo Miesepeter deutete auf den Tresor.


"Dort drinnen," sagte er, "er ist offen, wir haben sowieso kein Geld mehr."

Der Anwalt ging zum Tresor, nahm ein Bündel Zettel heraus, las sie durch und sagte:
"Sehr gut, jeder Hamster hat sich verpflichtet, das Geld zurückzuzahlen. Sie haben alle unterschrieben, dass sie uns gehören, wenn sie nichts zurückzahlen können. Ich habe diesen Vertrag selber gemacht. Die Hamster haben keinen Chance mehr, sie gehören uns und wir können mit ihnen machen, was wir wollen. Als erstes greifen wir uns die Hamster, die das ganze Geld hier verpulvert und unser Geschäft kaputt gemacht haben!"

"Aber die Tierchen können doch nichts dafür, dass sie keine Ahnung von Bankgeschäften haben", stammelte Herr Miesepeter.

"Egal," knurrte Dr. Winkelmann, "ich will Rache. Die Katzenpolizei soll alle Hamster, die in dieser Bank gearbeitet haben, einsperren. ich werde sie dann einen nach dem anderen fertig machen. Niemand ruiniert ungestraft meinen teuren Anzug!"

Purzel, der sich hinter der Tür versteckt hatte, unterdrückte ein entsetztes Quieken und rannte schnurstracks los, um seine Freunde zu warnen.

Nachdem Purzel alle Freunde, die in der Bank gearbeitet hatten, gefunden hatte, erzählte er von Dr. Winkelmann. Er erzählte, dass dieser Anwalt und Berater von Herrn Miesepeter nun das Sagen hatte und die Hamster fertig machen wolle.

"Wir müssen fliehen," meinte Flocki, "meine Cousine Flecki hat mir einmal etwas von einem Zauberwald erzählt. Aber ich weiß den Weg nicht."

"Wo steckt Flecki denn?" fragte Purzel.

"Ich glaube, in Australien", meinte Flocki, "kann aber auch in Syrien sein."

"Das hilft uns ja ganz toll", stöhnte Purzel.

"Aber ich weiß was", meine ein rothaariger Hamster namens Knödel, "mein Freund Goldi hat mir einmal gesagt, wir müssen bei der alten Eiche hinter Hamsterhügel suchen. Dort soll ein Höhleneingang sein!"

"Worauf warten wir?", fragte Flocki. "Knödel und ich laufen schon vor, ich habe ganz viel Papierschnipsel bei mir, die hinterlassen wir als Wegmarkierung und ihr folgt uns dann."

Flocki und Knödel rannten los.

"Papierschnipsel? Wozu hat Flocki die denn?" fragte Wampi, ein etwas dickerer Hamster, der ständig an einer Wurzel knabberte.

"Keine Ahnung", meinte Purzel, "sie schnipselt eben ständig."

Nachdem Flocki und Knödel die alte Eiche erreicht hatten, machten sie sich auf die Suche nach dem verborgenen Höhleneingang. Lange suchten und suchten sie und als sie schon fast aufgeben wollten, fanden sie den Eingang. Nun mussten sie nur noch auf ihre Freunde warten und die Reise konnte beginnen.

Als die Sonne langsam unterging, meinte Flocki: "Mir ist langweilig, lass uns wieder nach Hause gehen."

"Das geht nicht", sagte Knödel, "wir müssen auf unsere Freunde warten."

"Aber mir ist kalt und der Eingang ist viel zu dunkel und überhaupt..."

"Sag doch gleich, dass du Angst hast", meinte Knödel, "aber guck mal, ich glaube, da kommen sie."

Tatsächlich kamen nun dreißig Hamster des Weges. Sie sahen müde und erschöpft aus.

"Tolle Idee mit den Papierschnipseln", japste Wampi.

"Ja, echt genial", ergänzte Muffel, der immer schlecht gelaunt aussah.

Purzel kam nun und erklärte Flocki, dass die ganzen Papierschnitzel vom Winde verweht worden waren und die Hamster dadurch einen Umweg nach dem anderen gegangen waren.

 
Das schmeckt!

...kaufen bei Bäcker Körnig!

Nachdem sie sich ausgeruht hatten, ging es hinein in den Eingang zum Tunnel zum Zauberwald.

Zur gleichen Zeit hallte durch den Zauberwald eine Stimme:
"Mir ist kalt, mir tun die Füße weh, ich hab Hunger!" jammerte Rosie und blieb stehen.

"Wir sind ja bald wieder zu Hause," stöhnte Elfriede, "nur noch 2 Kilometer, dann kannst du dich in die warme Stube setzten und futtern."

"Und die Hausaufgaben machen", fügte Berta hinzu, "bestimmt hat sie die wieder vergessen."

"Ich habe sie nicht vergessen", antwortete Rosie, "ich habe nur noch keine Zeit dazu gehabt. Außerdem sind Hausaufgaben blöd."

Berta sah ihre Freundin verständnislos an: "Blöd? Also meine liebe Rosie, Hausaufgaben sind sehr, sehr wichtig. Ich zum Beispiel..."

Jenny hörte den beiden Schweinen nicht zu, denn sie hatte etwas beobachtet. Interessiert blickte sie zu einer Schar von Vögeln hin, die sich offensichtlich sehr aufregten. Ob sie sich stritten? Jenny stupste Elfriede und Daisy an und zeigte zu den Tieren hin. Bernie, der ebenfalls aufmerksam wurde, zuckte mit den Schultern:


"Die streiten sich um Futter, die dummen Vögel!"

Jenny schüttelte mit dem Kopf.


"Sieh doch mal genauer hin, Bernie, die Vögel sitzen auf den Zweigen und gucken zum Boden hin. Da muss etwas am Boden sein, was sie nicht kennen."

Unsere Freunde nickten einander zu und gingen in Richtung der schimpfenden Tiere.

Die beiden streitenden Schweine blieben zurück. Als sie nur noch ein paar Schritte entfernt waren, stolperte Norbert über eine Baumwurzel und fiel hin. Laut plärrend blieb er auf dem kalten Waldboden liegen.

"Toll gemacht, Norbert", grinste Bernie, "die Vögel kommen so schnell nicht wieder!"

Während er Norbert wieder auf die Beine half und ihn tröstete, waren die Mädchen an der Stelle angekommen. Sie knieten nieder und wussten zunächst nicht, was sie sagen sollten.

"dlawrebuaZ?"

Unsere Freunde wichen vor Schreck einen Schritt zurück. Sprechende Hamster!

"ollaH! renckortraaH-iforP!"

"Das muss hamstisch sein", keuchte Elfriede, "das habe ich schon mal irgendwo gehört. Jenny, kannst du sie verstehen?"

Jenny trat vor.
"Mal überlegen, wie war das noch? Irgendeinen Trick gab es doch dabei, aber ich komme nicht mehr darauf."
Inzwischen hatten auch die beiden Schweine aufgehört zu streiten und näherten sich neugierig.

"Aha", grunzte Rosie, "Hamster!"

"ahA! ahA! dlawrebuaZ?"

"Drzilaba?" Rosie starrte den Hamster an, der das gesagt hatte. Dann zeigte Rosie auf sich:
"Rosie!"

"eisoR?"

"Nicht Rasierer, Rosie! Ich bin R o s i e!"Hamsterhausen -            Alter Bach 2

"eisoR!"

Rosie wurde langsam wütend.
"Willst du Ärger?"

"renckortraaH-iforP!"

Partyservice FLECKSTEPPICH

Jenny schob das Schwein zu Seite.

"Lass mich mal, ich glaube, ich hab's", sagte sie und beugte sich zu den kleinen Hamster.


"ollaH ud retsmaH!" begann Jenny, drehte sich zu ihren Freunden um und sagte leise: "Das heißt 'Hallo du Hamster' auf hamstisch."

Auf einmal begannen die kleinen Tiere zu jubeln. Unsere Freunde atmeten auf. Sie hatten es geschafft, sie konnten sich nun mit den neuen Freunden verständigen.

Da es um diese Jahreszeit noch recht kalt im Zauberwald war, beschlossen unsere Freunde, zunächst einmal in das Haus von Elfriedes Eltern zu gehen.

Zum Glück waren ihre Eltern bei Tante Ottilie zu irgendeinem Kuchenessen gegangen. Bruno war auf Klassenreise und somit hatten sie für die nächsten Stunden eine sturmfreie Bude. Die Hamster wurden erst einmal in das leerstehende Zimmer von Bruno einquartiert.

"Bruno kommt erst nächste Woche wieder", erklärte Elfriede, "bis dahin kommt keiner von meinen Eltern in sein Zimmer. Mein Papi sowieso nicht, denn neulich ist er auf eines von Brunos Autos gelatscht und ist damit bis in den Kleiderschrank gerutscht. Der hat vielleicht geschimpft!"

Nachdem die Unterkunft der Hamster gesichert war, hieß es für unsere Freunde lernen. Um die Hamster verstehen zu können, musste jetzt die Hamstersprache gelernt werden. Jenny gab den Unterricht:

"Also, in der Hamstersprache wird alles rückwärts gesprochen, nur 'ch' darf als 'ch' gesprochen werden, bei 'tz' muss gedreht werden, also aus 'Satz' wird ztaS und aus 'ich' wird 'chi'. Das 'ck' darf zusammenbleiben, kann aber auch gedreht werden. In Hamsteriran wird es nicht gedreht, in Hamsterhusen wird es gedreht. Rosie, wie heißt 'Jacke' auf hamsterhusisch?"Hamsterrestaurant

"Öh, äh - Jacke?" wiederholte Rosie und überlegte.
"Ich glaube, das heißt 'eckaJ'".

"Falsch, sagte Jenny, so heißt es in Hamsteriran. "Bertha?"

 

Bertha räusperte sich.
"Es muss natürlich 'ekcaJ' heißen, da das 'ck' in Hamsterhusen gedreht wird, das weiß doch jedes Schwein, jedenfalls fast jedes!"

Und so ging der Unterricht weiter und weiter bis unseren Freunden die Köpfe rauchten. Schließlich hatten sie es geschafft und nach 2 Tagen konnten sich mit den Hamstern fließend verständigen.

Purzel erzählte nun die ganze Geschichte und unsere Freunde hörten schweigend zu, wie die Hamster aus ihrer Heimat flüchten mussten und nun nicht mehr zurück konnten.

"Aber was das Schlimmste ist", jammerte Flocki, "unsere Freunde zuhause werden ganz bestimmt furchtbar leiden müssen. Bestimmt hat sie der böse Anwalt gezwungen, in den Bergwerken von Hamsterqualle zu schuften. Da müssen sie bestimmt Gold für ihn suchen."

"Genau", meldete sich nun Knödel, "er will sein Geld wiederhaben und lässt unsere Freunde jetzt Tag und Nacht arbeiten, bis sie umfallen."

"Wir können ihnen sowieso nicht helfen, es ist alles sinnlos. Wir haben keine Chance gegen den Anwalt."

"Doch, Muffel." Elfriede war aufgestanden und sah Muffel an.


"Wir können es schaffen und wir werden es schaffen, aber erst einmal müssen wir nach Hamsterhausen kommen."

Purzel sprang vor Freunde an Elfriede hoch, als plötzlich Bommel ins Zimmer trat. Vorsichtig ging er über den Fußboden, immer schön darauf achtend, nicht auf ein Auto zu treten. Die Hamster hatten sich blitzschnell unter Brunos Bett verkrochen, nur Purzel nicht. Purzel saß in Elfriedes Armen und starrte Elfriede an. Elfriede starrte Bommel an und Bommel starrte Elfriede an. Fast eine Minute lang sagte keiner ein Wort, dann fing Elfriede an:
"Niedlich, nicht wahr, Papi? Das ist jetzt der allerneueste Hit, ein sprechender Hamster mit Batterie!"

"Oho", begann Bommel, "ein sprechender Hamster! Wie heißt du denn?"

"ohO! ohO!" antwortete Purzel.

Überrascht trat Bommel zurück

"Was das nicht alles gibt", brummte Bommel und wandte sich wieder an Elfriede.
"Was ich noch sagen wollte: wir übernachten bei Tante Ottilie und ich wollte den Wagen hier lassen. Bestimmt kommen wir Morgen erst recht spät zurück, also benehmt euch anständig!"

Bommel ging ohne vor seine Füße zu gucken zu Tür hinaus, als Elfriede ihm nach rief "Pass auf, Papi, auf dem Flur liegen Brunos Autos....."

Ein lauter Schrei Bommels unterbrach sie.


"Ahhhhhhh, neeeein...", DONG, DONG, DONG... Elfriede zählte:
"12 Mal Dong, jetzt ist er bei der letzten Stufe angekommen!"

"gnoD?" fragte Knödel.

"Ja", antwortet Jenny, "für jede Stufe einen Dong!"

Nachdem Bommel sich ja nun verabschiedet hatte und geräuschvoll die Haustür mit lautem Fluchen geschlossen hatte, kam Elfriede auf ihre Idee zurück: "Also müssen wir nach Hamsterhausen".

Alle nickten, doch Purzel schüttelte seinen kleinen Kopf.

"Ihr kommt nicht durch den Höhleneingang, ihr seid viel zu groß."

Nun war guter Rat teuer. Nachdenklich saßen unsere Freunde auf dem Fußboden und überlegten, doch es wollte ihnen nichts einfallen.

Schließlich meldete sich Rosie zu Wort: "Wie sind denn der Dings und der andere Dings dahin gekommen?"

Berta glotzte sie verständnislos an. "Kannst du dich mal klarer ausdrücken? Welcher Dings und welcher andere Dings?"

"Sie meint Carlo Miesepeter und Dr. Winkelmann", erklärte Daisy.
"Ja, überhaupt", Elfriede sah die Hamster an, "wie konnten die zu euch nach Hamsterhausen kommen?"
"Na, mit einem Auto", erklärte Muffel, "die haben die Barriere durchbrochen.
Es ist nämlich so: wenn man aus Hamsterhausen heraus will, geht das nur mit sehr hoher Geschwindigkeit. Mit einer Rakete oder einem schnellen Auto zum Beispiel. Du rast auf das große Gebirge bei Hamsterhügel zu. Wenn die Geschwindigkeit groß genug ist, kannst du an der Stelle durch das Gestein einfach hindurch fliegen."

"Genau", ergänzte Flocki, "Miesepeter und sein Anwalt sind nämlich mit einem dicken, schnellen Wagen hineinkommen!"

Elfriede überlegte und ging im Zimmer hin und her. Sie blickte an die Decke, dann zu ihren Freundinnen, dann zu den Hamstern und schließlich aus dem Fenster.
"Wir könnten den Wagen von meinem Papi nehmen..."

"Die lahme Krücke?" Bernie schüttelte den Kopf.

"Ich könnte ja dran schrauben", grunzte Rosie, "vielleicht wird er dann schneller."

Keiner antwortete und Berta rümpfte verächtlich die Nase.

"Lieber binde ich mich an eine Sylvesterrakete, als den Wagen von dir schneller machen zu lassen!"

"Das ist die Idee", meldete sich Bernie, "wir beschleunigen die alte Kiste von Bommel mit Sylvesterraketen!"

Im Nu hatte Elfriede einen Karton aus der Küche geholt. Die dreißig Hamster stiegen hinein und Bernie trug den Karton zum Auto. Rosie setzte sich ans Steuer und als alle Platz genommen und sich angeschnallt hatten, ging es los.

"Äh, wohin fahre ich denn jetzt?" fragte Rosie und bekam einen roten Kopf.

"Zu Professor Hastig natürlich, der kennt sich mit Raketen am besten aus."

Rosie nickte Elfriede zustimmend mit dem Kopf und gab Gas. Vorsichtig fuhr sie den Wagen aus der Parkbucht und näherte sich langsam einer roten Ampel. Nach der großen Kreuzung kam die nächste rote Ampel und wieder hielt Rosie brav an.

Ihre Freunde guckten sie verwundert an und Berta rief:

"Na also, wenn du weiter so fährst, kommen wir alle lebend an!"

Rosie sagte nichts, sondern fuhr langsam Richtung Stadtgrenze weiter. Als sie auf der Landstraße waren, pfiff Rosie kurz und sagte:
"Na endlich, ich habe schon gedacht, der Polizeiwagen fährt uns bis zum Leuchtturm nach - auf geht's!"

Die Reifen quietschten, Berta kreischte und die Hamster fiepten vor Schrecken, als der Wagen plötzlich beschleunigte und mit Höchstgeschwindigkeit über die Landstraße brauste. Fröhlich sang Rosie "Country Roads", als sie mit hohem Tempo durch die Kurven raste. Nach ein paar Minuten sahen unsere Freunde zu ihrer Erleichterung den Leuchtturm von Professor Hastig näher kommen.
Gleich würde Rosie herunterbremsen müssen und nach links abbiegen, dachten alle, doch es kam anders.

"Heute ist Tag der offenen Düne!" rief Rosie und lenkte den Wagen scharf nach links über die Dünen hinweg. Mit Vollgas raste sie über die hügelige Dünenlandschaft und immer wieder kreischten ihre Freunde auf, als der Wagen für ein paar Sekunden durch die Luft flog. Schließlich gab es einen dumpfen Knall und der Wagen steckte auf einer großen Sanddüne fest. Die Räder hingen vorne und hinten in der Luft und die Reise war beendet. Mit wackeligen Beinen stiegen alle aus, nur wenige Schritte von dem Leuchtturm entfernt. Es dauerte ein paar Minuten, bis sie losgingen, denn die Hamster waren alle im Wagen verteilt und mussten erst eingesammelt werden.

Als sie den Leuchtturm betraten, standen sie vor einer unbekannten, neuen Tür.


"Ein Fahrstuhl", stellte Bernie fachmännisch fest. Er drückte auf einen Knopf und unsere Freunde sahen gespannt, dass die Lichter an der Armatur des Fahrstuhls wild zu leuchten begannen. Ein Rauschen und Pfeifen waren zu hören und es krachte laut. Die Tür öffnete sich langsam und Professor Hastig lag auf dem Boden des Fahrstuhls. Es rauchte und überall lagen Trümmer herum.

"Noch nicht ganz ausgereift das gute Stück, Herr Professor!" grinste Elfriede und half ihm auf die Beine.

"D.. die Hy.. Hydraulik hakt noch ein bisschen", stammelte der Professor und klopfte seinen schmutzigen Kittel ab, "wir g.. gehen b.. besser zu fuß."

Nach 365 Stufen waren alle recht erschöpft und nachdem sie sich ausgeruht hatten, erzählte Jenny dem Professor, was passiert war. Als sie von der Idee mit dem Raketenauto erzählt hatte, setzte sich der Professor an seinen Schreibtisch, machte eine Zeichnung und begann zu rechnen.

"Da.. das könnte kla.. klappen, wie d.. dick ist denn die G.. Gesteinsschicht?" fragte er und sah Purzel an.Hamsterfutter

"52 reteM!" fiepte Purzel.

"Retem?" fragte der Professor.

"Meter!" erklärte Daisy.

Professor Hastig begann zu rechnen. Er hatte einen großen Stapel Papier vor sich liegen und Seite für Seite füllte er mit Zahlen und Formeln. Nach einer Stunde stand er auf, ging in sein Labor und kam mit 4 Metallrohren unter dem Arm zurück und legte sie auf den Tisch.

Neugierig betrachteten unsere Freunde die Rohre. Sie waren einen halben Meter lang und so dick, dass ein Tennisball hineingesteckt werden konnte. Nach ein paar Minuten kam Professor Hastig mit einem Eimer und stellte ihn neben die Rohre.

"Puuh, stinkt das." Berta guckte angewidert auf den Eimer. "Was ist das für ein ekelhaftes Zeug, Herr Professor?"

"Magnesiumkarbonat und Geheimpulver, d.. das wird die Raketen antreiben. Lasst uns j.. jetzt alles nach unten tragen und anbauen", schlug der Professor vor. Dann nahm er den Eimer mit dem Raketenantrieb, Bernie und Jenny klemmten sich die Rohre unter den Arm und alle gingen zusammen die Treppe hinunter zum Strand. Dort angekommen blickte der Professor erstaunt auf den Wagen, der mit den Rädern in der Luft auf einer Sanddüne stand.

"Ihr ha.. habt eine komische Art zu parken, wisst ihr das?" bemerkte er und sah sich den Wagen genau an. Dann nahm er das erste Rohr und hielt es an den vorderen linken Kotflügel des Autos. Er gab Bernie ein paar Handschuhe, die er mitgenommen hatte und bat ihn, das Rohr festzuhalten. Mit einem kleinen Schweißgerät fing er nun an, das Rohr fest an dem Kotflügel anzuschweißen. Als er mit dem Ergebnis zufrieden war, ging es weiter mit dem rechten Kotflügel. Nach einer halben Stunde waren die restlichen Rohre an den hinteren Kotflügeln angebracht und unsere Freunde sahen staunend, wie sich Bommels alter Wagen in ein Raketenauto verwandelt hatte.

"Uih", staunte Rosie, "ich kann das gar nicht abwarten, damit zu fahren! Aber wie kriegen wir den Wagen von der Düne runter?"

"A.. also, du wirst den Wagen nicht f.. fahren, ddd.. das mache ich lieber." stellte der Professor fest.

"Dann komm ich nicht mit und komme überhaupt nie wieder mit!" jammerte Rosie laut.

"N.. na gut, du darfst ihn von der D.. Düne herunterfahren, aber nach Hamsterhausen fahre ich, verstanden?"

Rosie nickte und stieg in den Wagen. Der Professor nahm etwas Pulver aus dem Eimer und füllte in jeder der 4 Rohre etwa eine Handvoll. Nun befestigte er an jedem Rohr einen Draht, wobei alle Drähte mit einem Schalter verbunden waren.

Er gab Rosie den Schalter und sagte:
"W.. wenn du bereits bist, musst du den Schalter umlegen."

Dann ließ der Professor alle unsere Freunde zurücktreten und nickte Rosie zu. Rosie legte den Schalter um, das Pulver entzündete sich und mit einem fauchenden Geräusch begann der Wagen zu vibrieren. Dann zischte er wie eine Rakete ab in Richtung Strand und mit einem lauten Klatschen landete der Wagen im Meer.

"W.. war wohl doch z.. zuviel Pulver", stellte der Professor fest, als sie zum Wasser liefen, um Rosie zu retten.
Nach ein paar Minuten hatten sie die schimpfende, klatschnasse Rosie aus dem Wasser befreit und schoben den Wagen wieder an Land. Rosie wurde noch abgetrocknet und endlich ging es los zum Zauberwald.

Die Tiere im Zauberwald vergaßen diesen Tag nicht so schnell. Schließlich kommt es nicht oft vor, dass ein Raketenauto voller johlender Kinder und fiepender Hamster den Wald durchquert. Als sie sich der Lichtung mit dem Hexenhaus näherten, ließ der Professor die Raketen kurz zünden und mit einem Höllentempo rasten sie dicht am Hexenhaus vorbei. Die Hexe, die sich gerade eine Schleimsuppe kochte, wurde völlig überrascht, als ihr der Kochtopf vom Herd flog.

"Ich glaube, die hat jetzt kein Dach mehr", stellte Bernie grinsend fest und weiter ging die wilde Fahrt bis hin zu der Stelle, an der die Hamster durch den Geheimgang in den Zauberwald geflüchtet waren. Direkt dahinter was ein hohes Felsengebirge. Der Professor stieg aus und füllte die Raketen neu auf. Immer wieder kontrollierte er genau die Menge.

Ungeduldig warteten unsere Freunde und Berta fragte leise:

"Warum geht denn das noch nicht los?"

Bernie grinste.
"Wenn der Professor zuviel Pulver nimmt, fliegen wir gleich bis Hamsterqualle durch. Abgesehen davon, dass der Wagen dabei zerlegt wird, möchte ich nicht wissen, ob wir das überleben. Wenn er zu wenig nimmt, dann bleiben wir womöglich im Gebirge stecken."

"B.. Bitte einsteigen und fest anschnallen", rief Professor Hastig in diesem Moment. "Denkt auch dd... dran, die Hamster gut zu verpacken."

Endlich war es soweit. Der Professor sah sich um und fragte: "Alles k.. klar?"
Dann legte er den Schalter um und hörte gerade noch, wie Elfriede lauf rief:
"Halt! Ich glaube, wir haben doch einen Fehler gemacht...", der Rest ihrer Worte gingen im Getöse der Raketen unter.

Zunächst bewegte sich der Wagen ganz langsam, doch dann schoss er vorwärts und verschwand im Felsgestein des Gebirges. Fauchend schoss das Auto vorwärts und unsere Freunde hielten den Atem an. Um sie herum war es für einen Moment stockdunkel, dann wurde es schlagartig wieder hell, als sie aus dem Felsgestein heraustraten und über Hamsterhügel hinwegflogen. Bäume und Büsche flogen an ihnen vorbei, die Landschaft bewegte sich rechts und links in atemberaubender Geschwindigkeit und alle hielten den Atem an. Die Hamster hatten schon lange aufgehört zu fiepen und kuschelten sich ängstlich aneinander. Immer weiter ging der wilde Flug, bis in der Ferne ein Hügel auftauchte. Der Wagen schoss wie eine Rakete auf ihn zu. Der Hügel schien immer größer zu werden bis sich der Wagen fauchend in ihn bohrte. Ein paar Minuten war alles ganz still, dann war Bertas spitze Stimme zu hören:
"Das stinkt ja abartig hier? Wo sind wir?"

Die Hamster kamen unter den Sitzen hervorgekrochen. Sie stellten sich auf die Hinterbeine und Flocki rief:

"Das ist die Mülldeponie von Hamsterqualle! Wir sind im Müllberg gelandet!"

"Das verstehe ich nicht", grummelte Professor Hastig, nachdem Jenny übersetzt hatte, "so weit hätten wir niemals fliegen dürfen."

"Ich glaube, ich weiß warum", meldete sich Elfriede.
"Purzel sagte 52 reteM und sie, Herr Professor, haben dann für 52 Meter Raketenbrennstoff geladen."

"Äh, j.. ja, ja, das stimmt."

"Wir haben nur vergessen, dass auf hamstisch auch die Zahl rückwärts gelesen werden muss, also 25 Meter. Sie haben also doppelt soviel Treibstoff wie nötig in die Raketen geladen."

"T.. tut mmm... mir leid", stotterte der Professor, "aber in welche Richtung müssen wir denn jetzt weiter?"

"Nach Nord-Ost", rief Knödel, "die Bank von Hamsterhausen liegt in Hamsterhusen."

Unsere Freunde schoben den Wagen aus den Müll heraus und fuhren vorsichtig weiter. Die Straßen in Hamsterhausen waren für den Wagen viel zu klein und zu schmal, deshalb kamen sie nur langsam voran. Schon bald erreichten sie ihr Ziel. Hamstercity, der Stadtteil in dem die Bank stand, bot ihnen ein erschreckendes Bild. Überall waren Hamster zu sehen, die viel zu schwere Karren hinter sich herzogen. Viele von ihnen schleppten Säcke und überhaupt war es ein Bild des Jammers. Struppiges Fell und völlig abgemagert, das war aus den armen Hamstern geworden.

"Entsetzlich," stellte Rosie fest, "die armen Tiere müssen so schwer arbeiten."

"Und zu essen kriegen sie scheinbar auch nichts", stellte Muffel fest. "Bestimmt sind viele von ihnen schon zusammengebrochen."

Purzel hielt einen Hamster, der eine schwere Karre hinter sich her zog fest und sprach mit ihm. Danach wandte er sich an unsere Freunde und sagte entsetzt:
"Er hat seit Tagen nichts mehr zu essen bekommen, weil in dem Sand, den er in die Bank schleppt, nicht genug Goldstaub ist."

"Es reicht", rief Elfriede so laut auf hamstisch, dass es alle hören konnten.

"Schluss jetzt mit der Arbeit, wir schnappen uns diese Kerle!"

Wütend stürmte Elfriede in die Bank. Ihre Freunde folgten dicht hinter ihr.

Sie waren gerade in die Eingangshalle gestürmt, als sie erschrocken stehen blieben. Vorne stand Carlo Miesepeter und war damit beschäftigt, die Sandsäcke der Hamster auf Goldstaub zu prüfen. Ein paar Meter dahinter war eine Marmortreppe. Oben am Ende der Treppe saß der Anwalt Dr. Winkelmann in einem vornehmen Sessel, wie auf einem Thron. Doch was unsere Freunde so sehr erschreckte, befand sich am Fuß der Treppe. Zwei riesige Katzen funkelten sie mit einem gefährlichen Blick an. Sie reckten den Freunden ihre gefährlichen Krallen entgegen und fauchten laut.

"Oh, Besuch", stellte Dr. Winkelmann mit einem hinterhältigen Lächeln fest, "ich nehme an, sie sind nicht angemeldet."

"Sie Mistkerl", rief Berta, "was haben sie mit den armen Hamstern gemacht?"

"Gemacht? Sie haben einen Vertrag unterschrieben. Wenn sie mir mein Geld nicht zurückzahlen, werden sie es abarbeiten, bis sie umfallen."


Der Anwalt lachte laut und gemein. Dann schnippte er mit den Fingern und die riesigen Katzen schlichen langsam auf unsere Freunde zu. Der Anwalt erhob sich und ging langsam hinterher.


"Raus aus meiner Bank, sonst macht ihr mit meinen Kätzchen Bekanntschaft!"


Unsere Freunde gingen rückwärts aus der Bank, bis sie an ihrem Wagen angekommen waren. Als sie alle vor der Bank standen, warf Dr. Winkelmann einen verächtlichen Blick auf den Wagen und grinste:
"Das Geniale an mir sind meine guten Ideen. Ihr werdet jetzt alle in den Kofferraum kriechen. In dem Eimer auf dem Rücksitz ist wohl das Pulver für euren komischen Raketenantrieb. Wenn ihr im Kofferraum seid, nehme ich das Pulver und schieße euch zum Mond."

Aus seiner Jackentasche holte er ein Bündel Papier.
"Das sind die Verträge. Die dummen Hamster haben alle unterschrieben und das werden sie teuer bezahlen! Los, einsteigen in den Kofferraum!"

Zögernd gehorchten unsere Freunde. Professor Hastig stieg zuerst ein, dann die beiden Schweine... Moment! Wo war Rosie geblieben? Berta wollte gerade etwas sagen, doch Elfriede stieß sie mit dem Ellenbogen in die Seite. Elfriede stieg als letzte ein und versuchte, schnell wieder aus dem Kofferraum herauszuspringen, doch Anwalt Winkelmann hatte aufgepasst.
"Keine Tricks, marsch rein mir dir!"

Seufzend kletterte Elfriede in den Kofferraum. Dieser Anwalt war einfach zu schlau und passte gut auf. Ihre letzte Hoffnung war Rosie. Während der Anwalt und seine beiden gefährlichen Katzen vor dem Kofferraum standen, war Rosie mit den Nerven völlig am Ende. Als nämlich ihre Freunde in die Bank gestürmt waren, hatte das hungrige Schwein im Handschuhfach nach etwas Essbarem gesucht. Rosie war gerade dabei, eine Packung Kekse zu öffnen, als ihre Freunde rückwärts aus der Bank kamen. Als sie nun die gefährlichen Katzen sah, war sie lieber im Auto geblieben und lauschte mit klopfendem Herzen. Was tun? Rosies Gehirn arbeitete fieberhaft. Sie versuchte, langsam vom Beifahrersitz auf den Boden des Autos zu rutschen, doch sie verlor den Halt. Sie griff nach irgend etwas um sich festzuhalten, erwischte den Schalter für die Raketen und dann geschah es:

Es gab einen furchtbaren Knall, gefolgt von dem Fauchen einer startenden Rakete. Der Wagen machte einen Satz nach vorne, dann war wieder alles still.

Ängstlich guckte Rosie über den Beifahrersitz nach hinten. Durch die Heckscheibe des Fahrzeugs sah sie, was geschehen war. Dort stand Anwalt Dr. Winkelmann, neben ihm die Katzen. Sie waren schwarz wie die Nacht. Das Fell, die Krallen und die Zähne der sonst so gefährlichen Katzen waren durch die Hitze versengt. Dr. Winkelmann stand ohne Kleider da und in der Hand hielt er die Reste von verbranntem Papier.

Vor der Bank stand Carlo Miesepeter und hielt sich den Bauch vor Lachen.

Als all die armen Hamster sahen, dass die Raubkatzen ihnen nicht mehr gefährlich werden konnten, griffen sie an. Mit ihren kleinen, spitzen Zähnen bissen sie den nackten Katzen immer wieder in den Hintern. Das gleiche machten sie mit dem Anwalt.

Elfriede, die inzwischen aus dem Kofferraum gekrochen war, rief:
"Ich glaube, ihre Verträge haben sich soeben in Luft aufgelöst!"

Lachend sahen unsere Freunde, wie der fiese Anwalt und seine gemeinen Katzen rannten, so schnell sie konnten. Mit letzter Kraft erreichten sie ihren Wagen und brausten davon.

"Ich schätze, die werden sich hier nicht mehr blicken lassen." grinste Bernie.

 

Tja, liebe Leser, damit ist unsere Geschichte eigentlich zu Ende. Ach ja, was wurde aus Carlo Miesepeter? Nun, ihm tat die ganze Sache unendlich leid. Zwar hatte er ja tatsächlich vorgehabt, die Hamster ein bisschen zu betrügen. Aber das sein Anwalt und Berater ein solch gemeiner Fiesling war, hatte ihm die Augen geöffnet. Carlo Miesepeter hatte zwar viel Geld verloren, aber ein armer Mann war er trotzdem nicht. Nachdem die Hamster ihm verziehen hatten, machte er ein Restaurant in Hamstercity auf. Alle Hamster, die schon vorher bei ihm in der Bank gearbeitet hatten, fanden auch im neuen Restaurant Arbeit.
Alle waren zufrieden.

Alle? Nun, zumindest fast alle. Bommel jedenfalls konnte sich nicht erklären, wieso er plötzlich zu einem Raketenauto gekommen war. Es dauerte auch recht lange, bis Elfriede ihren Papi überzeugen konnte, nun ein ganz besonders tolles Auto zu haben. Tatsächlich kam Bommel auf die Idee, es zu testen. Heimlich stopfte er eines Abends alte Feuerwerkskörper in die Rohre zu stecken und sie anzuzünden. Leider ging das völlig schief, denn auf der linken Seite zündeten die Knallkörper nicht und der Wagen drehte sich wie ein Propeller, hob ab und landete auf der Kreuzung wo Wachtmeister Bertrams gerade den Verkehr regelte. Es war nicht einfach für Bommel, die nächsten Wochen in Krankenhaus im selben Zimmer mit dem Wachtmeister zu verbringen. Bommel klingelten noch tagelang die Ohren von dessen Geschimpfe.

Unsere Freunde Elfriede, Jenny, Daisy, Susi, Rosie, Berta, Bernie und Norbert begannen, den Tunnel im Zauberwald zu vergrößern, damit sie so oft wie möglich Hamsterhausen und ihre Freunde besuchen könnten. Auch in Hamsterhusen, Hamsterqualle, Hamsterhügel und Hamsteriran haben sich schon viele Freiwillige gemeldet, die mitmachen wollen.

Aber davon wird vielleicht in der nächsten Ausgabe des Hamsterblattes berichtet.

 

ednE(Ende)
 

 
 

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Hamsterblatt -
Unabhängige Zeitschrift für den modernen Hamster

Ausgabe Nr. 2

 

Hamsterhausen ist pleite!

Lesen sie alles ausführlich in dieser Ausgabe!

 

Wie kam es dazu und was macht der Bürgermeister?

 

Nach dem großen Erfolg unserer allerersten Ausgabe möchten wir auch diesmal hautnahe, äh fellnahe Berichte bringen:

Ein-Hamster Wohnung

Wohnungsnot in Hamsterhausen! Was nun?

 

Eflih, Eflih, Kinap, Kinap!

Diese und ähnliche Schreie waren in den letzten Wochen in Hamsterhausen und Umgebung oft zu hören. Das Hamsterblatt, liebe Leser und Leserinnen, wird in dieser Ausgabe genauestens darüber berichten, was sich abgespielt hat.

 

Reporter verschwunden!

Wir haben unseren besten Hamsterreporter nach Hamsterhausen geschickt, um der Sache auf den Grund zu gehen. Leider hat sich unser Reporter verlaufen und ist in Hamsterqualle gelandet. Dort hat er geheiratet und seit dem haben wir nicht mehr vom ihm gehört. Schade auch. Darauf hin schickten wir unseren Ersatzreporter los, doch leider hat dieser Vielfraß seine Nachforschungen in einem Restaurant begonnen und musste mit einer Magenverstimmung in das HKH, das städtische Hamsterkrankenhaus, eingeliefert werden. Schließlich hat das Hamsterblatt einen der wenigen Bewohner von Hamsterhausen, der schreiben und lesen kann, gebeten, die Geschichte für uns aufzuschreiben. Hier ist also der Sonderbericht von unserem Sonderreporter Purzel:

 

Die ganze Geschichte

Es fing ja schon beim Bau des ersten Staudammes von Hamsterhausen an. Wir Hamster wollten endlich Strom haben und da wir erfahren hatten, dass ein Wasserkraftwerk am einfachsten zu bauen wäre, legten wir los. Doch irgend etwas ging leider schief, und die vornehmen Ehrengäste hatten das größte Pech dabei. Der verantwortliche Hamster-Cheftechniker Murksel hatte das Schleusentor bei der Einweihungsfeier zu früh geöffnet und alle Gäste wurden weggespült. Zwölf von ihnen haben wir in Hamsterqualle wiedergefunden, der Rest fehlt noch. Dummerweise hielt der Damm auch nicht richtig, weil ein paar Hamster zum Bauen Pappe genommen hatten. Nach ein paar Minuten war der neue Damm weggespült und alles sah so langweilig wie vorher aus.

So standen wir also dumm herum und sahen recht bedeppert aus, bis Knödel die Idee hatte, Windkraftanlagen zur Stromgewinnung zu bauen.

"Ganz einfach sei das", meinte er und erklärte seinen Plan.
"Wir müssen nur einen großen Propeller bauen. Über ein großes Gummiband verbinden wir ihn mit einem Motor und schon haben wir Strom! "

"Und dann?", wollte Flocki wissen, "Wie geht es dann weiter?"

"Über einen Transformator," sagte Knödel mit wichtigem Gesicht und Flocki fragte weiter:

"Wozu denn so was?"

"Keine Ahnung," brummte Knödel, "der gehört eben dazu, also frag doch nicht immer."

Am nächsten Tag schossen Blitze über den Himmel von Hamsterhausen. Es waren aber keine echten Blitze, sondern mehrere Kurzschlüsse in Knödels selbst gebauten Transformator. Zusammen mit seinen Hamsterkollegen Wurzel und Luisa hatten sie es geschafft, ein paar Windmühlen miteinander zu verbinden und damit einen alten Generator anzutreiben.

 

Knödel beim Bau des Transformators
Vorsicht, Hochspannung!

Den Generator hatten sie aus einem Schiff ausgebaut, das vor vielen Jahren bei Hamsterqualle gestrandet war. Die geballte Kraft der 10 Windmühlen trieb nun über 1733 Einmachgummiringen den Generator an. Zwei Stromkabel führten vom Generator in den Transformator, doch leider waren die beiden Ausgangskabel miteinander in Kontakt geraten.

Es hab einen gigantischen Kurzschluss. Da dummerweise der THÜV, der Technische Hamster Überwachungsverein, vergessen hatte, Sicherungen einzubauen, brannte nun der Transformator völlig durch. Stundenlang sprühte er kilometerhohe Funken in den Himmel, begleitet von ebenso hohen Blitzen. Da die HAMFE, also die Hamster-Feuerwehr, gerade auf einen Betriebsausflug war, dauerte es recht lange, bis die Löscharbeiten beginnen konnten.

Dann passierte die nächste Katastrophe: statt zuerst die Einmachringe durch zu schneiden, damit der Generator sich nicht weiter drehte, wurde nun der Transformator unter Wasser gesetzt. Durch das Wasser kam es nun zum Kurzschluss des Generators, der mit einem lauten Knall stehen blieb. Die Gummibänder liefen nun noch eine Weile weiter, bis sie sich richtig fest aufgedreht hatten. Dann drehten sie sich mit hoher Geschwindigkeit rückwärts. Dadurch wurden die 10 Windmühlen plötzlich mit einer solchen Kraft gedreht, dass sie sich aus ihrer Verankerung lösten und die Windmühlenflügel im Freiflug über Hamsterhausen hinweg schossen.

Seit diesem Tag gab es in Hamsterhausen keine hohen Gebäude mehr. Durch die herumwirbelnden Windmühlenflügel wurden alle Gebäude in Hamsterhausen auf die gleiche Höhe geschnitten, wie Grashalme von einer Sense. Zum Glück wurde niemand bei dieser Aktion verletzt, jedenfalls nicht schwer.

Damit war innerhalb kurzer Zeit das zweite bedeutende Projekt an die Wand gefahren worden und Hamsterhausen brauchte dringend ein Erfolgserlebnis. Durch den Bruch des Staudammes waren die Straßen von Hamsterhausen unter Wasser gesetzt. Da hatte der Bürgermeister, nachdem man ihn unter den Trümmer seines Rathauses wiedergefunden hatte, einen Plan:
"Warum bauen wir nicht ein tolles Schwimmbad?", rief er auf dem überfluteten Marktplatz den Einwohnern von Hamsterhausen zu.

 

Flecki und Goldi Die Bank Ihres Misstrauens, oder so ähnlich...

Sie helfen uns (Reich zu werden)
und wir helfen Ihnen (Geld los zu werden)
Hamsterhausen, Alter Bach


"Wir buddeln ein großes Loch und das Wasser fließt hinein. Dann sind unsere Straßen erstens trocken und zweitens haben wir ein preiswertes Schwimmbad gebaut!"

"In dem schweinekalten, dreckigen Wasser soll ich baden?", schimpfte Muffel empört.

"Keine Sorge", meldete sich Knödel nun zu Wort, "wir können eine Filteranlage bauen und ein Kraftwerk für Strom kriegen wir auch bald hin. Schließlich waren wir ja schon knapp davor!"

"Stimmt", mischte sich nun Flocki ein, "wir waren echt knapp davor, von Windmühlenflügeln geköpft zu werden."

"Wie auch immer", fuhr der Bürgermeister genervt fort, "manchmal verlangt der Fortschritt eben Opfer, und manchmal gibt es Misserfolge..."

"Eigentlich gab es bisher nur Misserfolge", stellte Flocki fest. "und außerdem habe ich keine Lust, auch noch Opfer zu spielen."

 

Es wurde eine lange Diskussion, die die ganze Nacht dauerte. In den frühen Morgenstunden kam es zu den ersten Kloppereien unter den Hamstern, so dass die HAMPO, die Hamsterpolizei gerufen werden musste. Die Polizeihamster der HAMPO taten genau das, was sie immer in solchen Fällen taten, wenn sich die Hamster in der Wolle, oder besser gesagt, am Fell hatten: sie warfen mit Sonnenblumenkernen. Sofort hörten die Hamster mit ihrer Klopperei auf und stürzten sich auf das leckere Futter.

Am nächsten Tag begannen die Ausgrabungsarbeiten für das neue Schwimmbad. Jeder wollte mitmachen und das gab Probleme. Viel zu dicht standen die Hamster beisammen und entweder bekam der Nebenmann versehentlich die Schaufel an den Kopf oder er wurde mit Erde zugeschüttet.
Hamsterpower
Turbokraft - Dank Hamsterpower!

Schlägerei in Hamsterhausen


Skandal! Wieder Schlägerei in Hamsterhausen!

Schon nach kurzer Zeit gab es die ersten Kloppereien und die ersten leichten Verletzungen.

Nichts klappte und die Hamster beschlossen, zwei Baustellen nebeneinander aufzumachen. Später sollten dann die beiden Löcher miteinander verbunden werden. Auch das ging völlig schief, denn nun schüttete die eine Gruppe den anderen die frisch ausgegrabenen Löcher wieder zu. Nach zwei Tagen merkten die Hamster, dass sie noch kein Stück weiter gekommen waren.

Die Sache wurde dem Bürgermeister berichtet und dem war nach stundenlangem Nachdenken klar, wo der Fehler lag: wenn die eine Gruppe der anderen die frisch gebuddelten Löcher immer wieder zuschüttete, so durfte nur eine Gruppe weitergraben. Somit befahl der Bürgermeister, dass die Hälfte der Hamster nach Hause gehen sollte.

Flecki, ein besonders schneller Hamster, wurde beauftragt, diese Nachricht weiterzuleiten. An der Baustelle angekommen, sagte sie nun den wartenden Hamstern, was der Bürgermeister gesagt hatte.

Tatsächlich verließ nun die Hälfte der Hamster die Baustelle, jedoch ging nicht eine der beiden Gruppen, sondern von jeder Gruppe die Hälfte. Natürlich ging es so auch nicht und nach zwei weiteren Tagen wurde dem Bürgermeister berichtet, dass der Plan gescheitert war.

Da meldete sich ein Hamster namens Goldi zu Wort und schlug vor, statt zu graben doch besser ein großes Loch zu sprengen. Alle waren begeistert und der THÜV wurde beauftragt, die Sprengung vorzubereiten. Viel hilft viel, dachten sich die Hamster vom THÜV und verteilten allen Sprengstoff, den sie finden konnten.

Am späten Nachmittag fand die Sprengung statt. Viele Gäste waren eingeladen worden und sogar HUF 1 - das ist das Hamsterhusische Fernsehen -, sowie Qualle-TV aus Hamsterqualle und das HI-Plus aus Hamsteriran waren anwesend. Die letzten Live-Bilder, die zu sehen waren, zeigten den Bürgermeister mit seinen vornehmen Ehrengästen, als er den Knopf für die Sprengung drückte.

Dann fiel das Fernsehbild im gesamten Land aus. Cheftechniker Murksel hatte mal wieder ganze Arbeit geleistet. Hamsterhausen lag in Schutt und Asche, doch noch am selben Abend hielt der Bürgermeister auf einem großen Schuttberg eine bemerkenswerte Rede.

Er redet....und redet....
Der Bürgermeister redet


"Wir werden nicht aufhören, Hamsterhausen zu modernisieren!", rief er der begeisterten Menge zu.
"Von solch kleinen Rückschlägen lassen wir uns nicht ermutigen!"

"Kleiner Rückschlag?", flüsterte Flocki Knödel zu. "Hamsterhausen ist platt gemacht, kein Haus steht mehr und keiner weiß, wie es weitergehen soll und das nennt er Rückschlag?"


"Na ja", grummelte Knödel, "aber wenigstens können wir nur noch modernisieren, denn schlimmer kann ja alles nicht mehr werden."

Haarstudio Flecksteppich

Haarstudio Flecksteppich
Alter Bach 2a

In der Tat was Hamsterhausen eine einzige Wüstenlandschaft und die Hamster begannen sofort mit dem Neuaufbau ihres Landes. Da sie wussten, dass es bei solchen Arbeiten immer wieder zu Verletzungen, wie gequetschte Pfoten und Schwänze kam, wurde als Allererstes ein Krankenhaus gebaut. Das war auch ganz gut so, denn kurz darauf kam es zu einer weiteren Katastrophe. Arbeiten macht hungrig, dachten sich die Hamster und bauten als nächstes ein Restaurant. Offensichtlich waren die Gasleitungen falsch gelegt worden, und es kam zu einer Explosion in der Küche. Etwa zwanzig Hamster mussten daraufhin mit angekokeltem Fell in das neue Krankenhaus eingeliefert werden. Der THÜV gab der HAMFE die Schuld an dem Unglück, die HAMFE wiederum beschuldigte den THÜV, geschlampt zu haben. Daraufhin kam es zu einer Klopperei zwischen THÜV und HAMFE, bei der die HAMPO einschreiten musste.

 

Verletzte bei Bauarbeiten!

Schon wieder gab es eine unerklärliche Explosion in unserer schönen Stadt!
Was, bitte schön, macht der Bürgermeister?

Faulpelz! verfressener Faulpelz!
Natürlich, er pennt! Und frisst auch noch! Skandal!

 

In den nächsten Tag wurden Schulen und Geschäfte gebaut, während die Bevölkerung in Zelten wohnte. Eigentlich wäre nun alles nach Plan gegangen, doch nachdem durch Regen und Kälte immer mehr Hamster dazu übergegangen waren, sich Erdhöhlen zu bauen, gab es erneut Probleme. Da HAMPFE und THÜV wegen ihrer ständigen Kloppereien noch immer keine Zeit gefunden hatten, die Wassermassen in Hamsterhausen abzupumpen, war das Grundwasser immer noch recht hoch. Sämtliche Erdhöhlen waren aus diesem Grund schon nach kurzer Zeit wieder überflutet, und Hamsterhausen glich einem riesigen Zeltlager.

Ungeziefer im Hause? Nimm Goldis Furz-Gas!Goldis Furzgas

"Schlimmer kann es nicht mehr kommen", stöhnte Flecki und sah auf das riesige Zeltlager.

"Doch", widersprach Goldi, "man könnte zum Beispiel...."

"Klappe!", fuhr Flecki den neben ihr stehenden Goldi an.

"Statt dumm rum zu labern sollten wir uns lieber überlegen, was wir für unsere armen Freunde tun können. Ich dachte da zum Beispiel an eine kleine Feier, die wir machen könnten. Besonders schön wäre etwas Warmes zu Essen, vielleicht eine Gulaschkanone."

"Au ja", rief Goldi, "die mache ich!"

"... und ich mache schöne, selbst gemalte Servietten dazu", schwärmte Flecki. "Um 12.00 Uhr Mittags musst du aber mit der Gulaschkanone loslegen. Ich male noch die Einladungen dazu."

Bei Hamster düsten in verschiedene Richtungen los, um mit ihrer Arbeit zu beginnen.

 

Gulaschkanone








Gulaschkanone in Hamsterhausen! Eintritt frei, aua!
Daneben....

Als Flecki um eine Minute vor 12.00 Uhr noch ein paar letzte Servietten glatt strich, kam ihr ein schlimmer Gedanke: womöglich verstand Goldi unter einer Gulaschkanone etwas völlig Anderes als sie. Mit entsetzten, großen Augen starrte sie auf das große Festzelt und was davor stand, versetzte sie in Panik. Dort standen Hunderte von leeren Pappkartons mit der Aufschrift: Gulaschsuppe. In der Mitte der Kartons stand eine riesige Kanone; daneben Goldi mit einem Feuerzeug in der Hand. Flecki wollte laut schreien, doch ihre Stimmte versagte. Dann ging die Kanone los. Durch die Druckwelle wurden sämtliche Zelte weggefegt, Tausende von Dosen mit Gulaschsuppe schossen senkrecht in den Himmel. Panik brach aus im Zeltlager, die Hamster rasten kreuz und quer durcheinander, purzelten und stolperten übereinander und versuchten, sich irgendwie und irgendwo zu verstecken. Einen Moment war es völlig still, dann hörte man ein hohes Pfeifen: die Gulaschdosen kehrten zurück! Das Pfeifen wurde immer lauter bis die ersten Detonationen der aufprallenden Dosen zu hören waren. Mit einem lauten Knall zerplatzen die Dosen auf dem Boden, zerplatzten und verteilten ihren Inhalt Hunderte von Metern weit. Zwischendurch waren immer wieder laute Klageschreie von getroffenen Hamstern zu hören.

Nach einigen Minuten war alles vorbei. Dort, wo einst die Zelte standen, war jetzt ein riesiger See voller Gulaschsuppe.

Am nächsten Tag erhielt Cheftechniker Murksel vom Bürgermeister den Auftrag, zusammen mit der HAMPFE und dem THÜV ganz Hamsterhausen zu entwässern, oder besser gesagt: die Gulaschsuppe abzupumpen und die Stadt neu aufzubauen. Die HAMPO erhielt den Auftrag, Goldi zu finden und in das Gefängnis zu stecken, jedenfalls sobald es wieder aufgebaut war.

Glücklicherweise gingen die Aufbauarbeiten recht zügig voran und es gab wenig neue Verletzte. Das war insofern gut, weil das Krankenhaus durch die Aktion mit der Gulaschkanone restlos überfüllt war und die Hamster teilweise zu dritt in einem Krankbett lagen. Für den Bau der Wohnhäuser wurden der Einfachheit halber die Kartons von den Gulaschdosen genommen. Nach drei Wochen Bauzeit standen Tausende von kleinen Papphäusern säuberlich nebeneinander und das Einweihungsfest begann.

1-Hamster Wohnung
Geschafft! Die ersten
1-Hamster-Wohnungen
sind fertig!
Der Bürgermeister stand auf einem großem Pappkarton als Podium, auf dem auch jede Menge Saft und Mineralwasser bereitstand und hielt ein feierliche Ansprache. Schon während seiner Rede wurde an die vornehmen Ehrengäste neben ihm auf dem Podium Getränke verteilt. Leider, wie das bei Hamstern so ist, wurde auch reichlich gekleckert und schon nach wenigen Minuten wurde die Rede des Bürgermeisters beendet. Durch die Kleckerei war der Fußboden aufgeweicht und brach. Die vornehmen Ehrengäste und ihr Redner verschwanden unter dem Jubel der Zuschauer.


Während nun Bürgermeister und Ehrengäste in das überfüllte Krankenhaus gebracht wurden, ging die Feier bis in die frühen Morgenstunden weiter.

 

Gleich am nächsten Tag gab es großen Ärger. Die neuen Wohnung der Hamster sahen natürlich alle gleich aus und leider war vergessen worden, Hausnummern anzubringen. So passierte es, dass so mancher Hamster nach einem Spaziergang in einer falschen Wohnung landete; viele Hamster fanden überhaupt nicht mehr nach Hause und schließlich war das Durcheinander so groß, dass die HAMPO gerufen wurde.

 

Neuer Skandal! Wo ist meine Wohnung?
 

Es wurde schnell klar, dass die inzwischen reichlich genervten Hamster auch durch die Polizei nicht mehr beruhigt werden konnten und nachdem es zu Kloppereien kam, wurde die HAMPFE gerufen. Leider kam der Einsatzleiter der Hamsterfeuerwehr auf die bescheuerte Idee, die Kloppereien mit dem Einsatz von Wasserwerfern zu beenden. Bescheuert deshalb, weil ja wohl jeder weiß, dass Pappe durch Wasser aufgeweicht wird. Genau das passierte auch und somit waren alle Unterkünfte auf einen Schlag vernichtet. Nun war guter Rat teuer und es wurde beschlossen, Decken an die frierenden Hamster für die Nacht zu verteilen. Am nächsten Morgen sollte dann um 11.00 Uhr ein Dringlichkeitstreffen aller Hamster stattfinden.

Nach einer kalten, ungemütlichen Nacht trafen sich alle Hamster und berieten, was getan werden könne. Es war ein großes Holzgestell aufgebaut worden, damit der Bürgermeister eine Rede halten konnte. Hamsti, der das Holzgestell aufgebaut hatte, schlug vor, ein paar Bäume zu fällen und Blockhäuser zu bauen.

"Mit meiner Säge ist das überhaupt kein Problem, das geht ganz fix!", rief er in die begeisterte Menge und hob das Werkzeug in die Luft.

"Seht mal her, wie schnell ich so einen Holzpfosten durchsägte", rief Hamsti und machte sich über einen großen Pfosten her, der neben ihm in der Erde stand.

Tatsächlich dauerte es keine zwei Minuten und der Pfosten war durchgesägt. Die Hamster klatschten begeistert und auch der Bürgermeister mit den Ehrengästen waren zufrieden und klatschten ebenso. Leider hatte Hamsti übersehen, dass der durchgesägte Pfosten zu dem Holzgestell gehörte, und langsam neigte sich das ganze Gestell samt Bürgermeister und Ehrengästen nach Hinten.

Es krachte laut, die Hamster johlten begeistert und trampelten mit den Füßen, als Bürgermeister und Ehrengäste mit dem Podium zusammenbrachen. Der Bürgermeister wurde dorthin gebracht, wo er bis Gestern schon gewesen war: ins Krankenhaus. Die restlichen Hamster interessierte das nicht sonderlich, denn nun ging es in den Wald, Bäume fällen. Leider hatte noch nie jemand den Hamstern erklärt, dass Bäume fällen eine gefährlich Sache sein kann und man vorsichtig sein sollte.

So passierte es also, dass die Hamster ein fröhliches "Um-Die-Wette-Sägen" begannen und keiner darauf achtete, was der andere machte. Natürlich ging das schief, denn als die ersten Bäume umfielen, kamen die Hamster in Panik, denn plötzlich fielen von allen Seiten Bäume. So stand auch Knödel neben seinem Baum, der nun langsam zur Seite fiel. Er drehte sich um und wollte "Timber" schreien, doch der Schrei blieb ihm im Halse stecken: ein riesiger Baumstamm kam ihm entgegen. Knödel rannte nach Links, doch da fielen auch schon die ersten Bäume. Er lief nach Rechts, doch dort war es das Gleiche. Statt "Timber" schrie er nun "Eflih", warf sich auf den Boden und hielt die Pfoten über den Kopf. Es krachte und schepperte um ihn herum, laute Klageschreie waren zu hören und dann war alles still. Langsam stand Knödel auf, die Holzsplitter in seinem Hinterteil schmerzten, doch viel schlimmer fand er, dass einer der Baumstämme sein halbes Fell abrasiert hatte, so dass er fast nackt war. Er sah sich um: der halbe Wald war weg und überall lagen jammernde Hamster herum.Oje! Mist gebaut

Da nun genug Holz zum Bauen vorhanden war, ging es gleich los. Als Erstes wurde ein Anbau für das Krankenhaus errichtet. Da der Bürgermeister noch in Gips lag, wurde auf eine Rede verzichtet und gleich mit dem Bau von Schulen und dann mit dem Bau von Wohnhäusern begonnen. Schon nach einer Woche gab es die ersten langen Gesichter: der Bauleiter Murksel hatte den Plan für die Bebauung leider verkehrt herum gehalten und statt 100 Wohneinheiten und 2 Schulen waren nun 2 Wohneinheiten und 100 Schulen gebaut worden. Nach etlichen Kloppereien wurde beschlossen, 88 der Schulen nachträglich in Restaurants, Geschäfte und ähnliches umzubauen. Während es nun mit dem Bau von Wohnungen weiterging, lebten die Hamster in Restaurants und Geschäften.

Das hatte Folgen. Da die meisten Hamster nur Fressen und Einkaufsbummel im Kopf hatten, erschienen nun immer weniger zur Arbeit. Nach zwei Wochen waren nur lausige 3 Wohnungen gebaut worden, während Tausende von Hamstern von Morgens bis Abends entweder in Restaurants futterten oder einkaufen gingen.

Der Bürgermeister, der gerade aus dem Krankhaus entlassen worden war, musste nun eine Lösung finden. Zusammen mit seinen Beratern überlegte er lange, was zu tun war, und es kam, wie es kommen musste, wenn Hamster nachdenken: ihnen fiel nichts ein. Es war Flecki, die gerade im Rathaus ein paar neue Schilder malte, die eine Idee hatte:

"Wie wäre es, wenn der Bürgermeister die nächsten Tage als Feiertage erklärt? An Feiertagen sind doch alle Geschäfte geschlossen!"

Begeistert wurde dieser Plan angenommen und sofort hielt der Bürgermeister eine Rede, in der er den Hamster mitteilte, dass die nächsten 3 Wochen als Gedenktage erklärt worden sein.

"Es sind Feiertage, an denen wir den großen Leistungen der Hamster gedenken!", rief er der begeisterten Menge zu.

"Welche großen Leistungen?", fragte Flocki den neben ihr stehenden Knödel, doch dem fiel dazu überhaupt nichts ein.

Zufrieden warteten nun der Bürgermeister und seine Berater in den nächsten Tagen darauf, dass der Bau von Wohnungen weitergehen würde, doch nichts geschah.

Daraufhin wurde der Leiter der PUPS - der Planung- und Projektstelle - beauftragt, die Arbeitshamster zu fragen, was denn los sei. Timpi, so hieß der Leiter, machte sich auch gleich auf den Weg. Es dauerte auch nicht lange und er erfuhr, dass ja Feiertage seien und an Feiertagen wäre schließlich frei.

Niedergeschlagen berichtete Timpi dem Bürgermeister, dass mit einem Weiterbau von Wohnungen vorläufig nicht zu rechnen sei, jedenfalls solange nicht, bis die Feiertage vorbei seien.

Nach Einschätzungen der PUPS würde das Ende der Feiertage aber auch nichts bringen, da dann alle Hamster wieder in Restaurants und Geschäfte ziehen und sich ein schönes Leben machen würden. Die Lage erschien aussichtslos und es kam, wie es kommen musste: nach den Feiertagen nahmen die einen Hamster ihre Feiern in Restaurants wieder auf, während die anderen die Geschäfte leer kauften. Dann war es soweit und alle Vorräte der Restaurants waren erschöpft und die Geschäfte hatten keine Sachen mehr zum verkaufen. Die Hamster waren nun natürlich sauer und es fanden die ersten Demonstration in Hamstercity statt. Die Demonstranten gaben dem Bürgermeister die Schuld. Der Bürgermeister gab der Planung- und Projektstelle die Schuld. Die PUPS erklärte, dass das passieren musste, denn wenn keiner mehr arbeitet, gibt es auch keine neuen Sachen mehr. Die HAMFE gab dem THÜV darauf hin die Schuld, der THÜV gab der HAMPO die Schuld, und die HAMPO gab dem PUPS schließlich die Schuld. Die PUPS wiederum wollte das nicht auf sich sitzen lassen und gab den Demonstranten die Schuld. Nachdem wütende Hamster daraufhin das Büro der Planung- und Projektstelle verwüsteten, stürmte die HAMPO die Geschäfte und Restaurants, um die Demonstranten festzunehmen. Die jedoch riefen jetzt in ihrer Not die HAMFE und die hatten nichts Besseres zu tun, als die Restaurants unter Wasser zu setzten, um den Kloppereien ein Ende zu bereiten.

Leider war wieder das Baumaterial nicht besonders wasserfest, und die mühsam erbauten Häuser klappten zusammen. Nach kurzer Zeit sah Hamsterhausen wieder aus wie die syrische Wüste, nämlich genauso kahl und öde. Es gab keine Häuser mehr, keine Geschäfte, keine Restaurants und keine Wohnungen. Nur das total überfüllte Krankenhaus war noch vorhanden, doch was das Schlimmste war: es gab nichts mehr zu Futtern und das Wasser war knapp. Hamsterhausen war Pleite. Die Hamster hatten wieder einmal erstklassige Arbeit geleistet.

Am nächsten Tag versammelten sich alle Hamster aus Hamsterhausen und den umliegenden Gebieten, um zu beraten, was nun zu machen sei.

Hau weg das Ding!
Der Bürgermeister verzichtete auf eine Rede, weil ihm absolut nichts einfiel.

Ein paar Hamster schlugen vor, Sandburgen zu bauen, doch der THÜV gab zu bedenken, dass Sandburgen beim nächsten Regen weggespült würden. Murksel schlug vor, die letzten Bäume abzuholzen, doch umweltbewusste Hamster waren dagegen. Auswandern wollte keiner, doch zum Bleiben war die ganze Gegend inzwischen zu langweilig geworden.

Flocki schlug vor, zur Abwechselung eine Olympiade zu veranstalten.
Hamsterhausen, eine neue Sportstätte?
Warum nicht!

Begeistert begannen viele Hamster nun mit Training. Auf den wenigen Grünflächen fanden die ersten Sportveranstaltungen statt, doch schon nach kurzer Zeit fiel den Hamstern ein, dass sie kein einziges Stadion hatten. Ohne Stadion keine Olympiade, es war auch kein Geld für eines neues Stadion da, es war überhaupt kein Geld mehr da. Wie gesagt, Hamsterhausen war total pleite. Das Einzige, was jetzt hinzugekommen war, waren ein paar Neueinlieferungen für das HKH, denn natürlich ging es bei den Sportveranstaltungen mal wieder nicht ohne Verletzte ab. Wenigstens hatten alle jetzt gelernt, dass man niemals Speerwerfer und Kugelstoßer in der Nähe der Läufer trainieren lassen durfte.

"Das Einzige, was wir noch haben, ist deine blöde Kanone. Du und deine Gulaschkanone, pöh!", schimpfte Flecki.

Goldi war sich keiner Schuld bewusst, doch plötzlich rief er: "Ich habs!"

Sofort waren tausende Augen und Ohren auf ihn gerichtet und er fuhr fort:

"Wir werden mit meiner Gulaschkanone Außerirdische zu Hilfe rufen! Ich habe irgendwo mal gehört, dass das funktionieren soll! Wir schicken ihnen Gulasch und als Dank werden sie uns helfen, Hamsterhausen neu aufzubauen. Außerirdische können alles!

Begeistert jubelte die Menge. Diese Idee war eines Hamsters würdig, denn sie war total beknackt und bescheuert. Es musste also klappen!

Sofort machen sich Wurzel und Luisa zusammen mit Flecki und Goldi ans Werk, die Kanone auszurichten. Lange hatten alle überlegt, welchen Stern sie denn nehmen sollten. Flecki war der Ansicht, dass sie den 7. Stern aus der 8. Reihe links nehmen sollten, weil "der so schön blinkt". Murksel war der Ansicht, der 22. aus der 10. Reihe sei vielversprechender, Flocki fand den 17. aus der 20. Reihe süß, Knödel war für den 18. aus der 2. Reihe, der THÜV war dagegen, die HAMFE gab dem PUPS die Schuld, die HAMPO schlug vor, den Mond zu nehmen, weil er besser zu treffen sei.

Kurzum, alle Hamster schrien durcheinander und es gab bereits die ersten Kloppereien, als der Bürgermeister so laut er konnte rief:

"Wie wäre es, Goldi entscheidet, welcher Vorschlag angenommen wird?"

Sofort kehrte wieder Ruhe ein und alle sahen Goldi gespannt an. Jeder hoffte nun, sein Vorschlag würde genommen werden. Während Flocki hoffnungsvoll Goldi zuzwinkerte, war Flecki hinter Goldi getreten und flüsterte ihm zu:

"Ich habe meine Pfote auf deinem Schwanz. Wenn du nicht zum Biber werden willst, dann überlege dir, was du jetzt sagst!"

"Äh, äh,", stotterte Goldi schwitzend, "wir nehmen Fleckis Vorschlag!"

"Kluges Kerlchen," lachte Flecki und nahm die Pfote von Goldis Schwanz.

Hamster auf dem Mond?


Sensation:

Das Zeitalter der Raumfahrt in Hamsterhausen beginnt! Lesen sie hier:

Hamster auf dem Mond oder so? Morgen schon Wirklichkeit?

 

 

 

 

Natürlich wurde nun eine große Hamsterfeier veranstaltet. Es wurde Kuchen und Gulaschsuppe serviert, und der Bürgermeister stand mit den Ehrengästen direkt vor der Kanone und hielt eine Rede, in der er die Wichtigkeit der Raumfahrt in der Geschichte Hamsterhausens hervorhob. Dann war es soweit: Goldi lief zur Kanone. Der THÜV hatte eine riesige Lunte an der Kanone befestigt und genau diese riesige Lunte wurde nun angezündet. Langsam kroch das Feuer immer höher an der Lunte in Richtung Kanone hinauf. Ganz Hamsterhausen hielt den Atem an, der Bürgermeister stand mit den Ehrengästen inzwischen unter dem riesigen Kanonenrohr und alle hielten sich die Ohren zu und lächelten mutig in die Menge. Als die Lunte immer weiter abbrannte, wurde klar, warum die Idioten vom THÜV eine solch lange Lunte genommen hatten. Die Kanone war kopflastig und damit sie nicht umkippte, war eben eine Lunte als Gegengewicht genommen worden. Während das Feuer nun knisternd sich seinem Ziel näherte, kippte die Kanone langsam in die Waagerechte.


Entsetzt fiepten alle Hamster auf, doch Bürgermeister und Ehrengäste hielten sich weiterhin die Ohren zu und hatten in Erwartung der Explosion die Augen geschlossen. Immer weiter kippte die Kanone nun, bis sie direkt auf Bürgermeister und Ehrengäste zeigte – dann gab es einen ohrenbetäubenden Knall. Der Rückschlag war so stark, dass die Kanone über die Köpfe der Hamster hinweg direkt in Richtung Hamsterqualle flog.

Langsam verzogen sich die Rauchwolken und gaben die Sicht auf das Chaos wieder frei. Die Kanone war ja nun weg, doch leider waren auch der Bürgermeister und die vornehmen Ehrengäste verschwunden. Es roch nach verbrannten Pulver und verkokeltem Hamsterfell, gemischt mit Gulaschsuppe.

Flecki war zu Goldi gelaufen und half um wieder auf die Beine. Stöhnend erhob er sich und keuchte: "Lass mich schlafen, ich kann nicht mehr. Ach ja, Morgen früh hätte ich gerne ein 10-Minuten Ei."Blumen machen Laune sagt Teeblättchen

"Wieso denn das", fragte Flecki neugierig, "du nimmst doch sonst immer ein 7-Minuten Ei?"

"Na ja, dann kann ich wenigstens 3 Minuten länger schlafen..."

Inzwischen hatten sich auch die anderen Hamster genähert und betrachteten Goldis angesengeltes Fell.

"Das wächst sich schnell wieder zurecht", meinte Muffel, dessen Fell voller Gulaschsuppe war.

"Wo steckt der Bürgermeister und wo sind die vornehmen Ehrengäste?", rief Flocki in diesem Moment laut und alle rannten zu dem riesigen Loch, das der Schuss der Kanone in den Boden gerissen hatte. Nun standen alle Hamster dumm um den riesigen Krater herum und keiner wusste so recht, was sie nun machen sollten. Die HAMFE schlug vor, das Loch mit Wasser zu fluten, dann würden der Bürgermeister und die vornehmen Ehrengäste nach oben getrieben werden, die HAMPO wollte eine weitere Sprengung vornehmen, der THÜV schlug vor, zu graben.

Glücklicherweise einigten sich alle darauf, die Verschütteten frei zu graben. Die HAMFE sog mit einem großen Schlauch die Gulaschsuppe ab, während die Anderen die Erde abtrugen. Knödel war der Erste, der auf einen der Verschütteten stieß, nämlich auf einen der vornehmen Ehrengäste, und zwar genau in deren Hintern. Fräulein Agnelia von Hamsterqualle schrie laut auf, als ihr Knödels Schaufel fast den Schwanz abhackte. Sie schrie fast lauthals, da ihr Gesicht in einem Gemisch aus Schlamm und Gulaschsuppe steckte, und nur ein hohes Gurgeln zu hören war. Prinz Pinzi, ihr Gemahl, hatte Glück, dass eine Schaufel seinen Kopf nur knapp verfehlte. Zwar hatte er nun ein blutiges Ohr, doch dafür freute sich das HKH, einen echten Prinzen aufnehmen zu können.

 

Skandal! Berühmte Sängerin bei Feier verschüttet!

Agnelia von Hamsterqualle

 

Hier ein Archivbild der verschütteten Agnelia von Hamsterqualle
bei ihrem letzten Auftritt

 

 

 

Der Bürgermeister wurde als Letzter gefunden. Da er als Erster in der Reihe gestanden hatte, war er auch am tiefsten in die Erde gedrückt worden. Hamster-Cheftechniker Murksel stand neben dem Krater und beriet sich sich mit seinen Kollegen vom THÜV. Alle waren sich einig, dass etwas sehr merkwürdig war, denn alle Gulaschdosen waren zerplatzt. Normalerweise hätten sie von der Kanone ganz tief in die Erde gepresst werden müssen. Bestimmt war ein großer Felsen dort unten und bestimmt waren die Dosen daran zerschollen. Die Hamster begannen sofort weiterzubuddeln, denn so ein Felsen würde sich bestimmt gut zum Hausbau eignen. Tagelang wurde nun gegraben und gegraben, bis schließlich ein riesengroßer, gold-gelber Klumpen aus der Erde geholt wurde. Alle waren enttäuscht, denn dieser Klumpen war viel zu schwer und außerdem viel zu weich, als dass man damit etwas bauen könnte.

Tja, liebe Leser, eigentlich wären wir Hamster nun verhungert oder ausgewandert, wenn wir nicht irgendwann gemerkt hätten, dass der gold-gelbe Klumpen tatsächlich Gold war! Jetzt waren wir reich und wir beschlossen, erst einmal richtig Urlaub zu machen. Die Häuser und die Straßen ließen wir von den Rennmäusen aufbauen, Gold hatten wir ja genug. Dafür konnten wir den blöden Rennmäusen auch so richtig in den Hintern treten, wenn ihnen etwas schief gegangen war. Nach einigen Wochen und Monaten war Hamsterhausen wieder aufgebaut und alles war wieder in Ordnung. Aber das wird bestimmt nicht lange so bleiben, dafür werden wir Hamster mit unseren Ideen schon sorgen!

 

EDNE

(Hamstisch: Ende)

 

Fragen, Kommentare oder gar Lob? Hier -->

Das Gästebuch von Hamsterhausen

Ende

 

 


 

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Ausgabe Nr. 3

 

 

Hamsterblatt -
Unabhängige Zeitschrift für den modernen Hamster

 

 

Weihnachten in Hamsterhausen

Lesen sie alles über die neue Katastrophe!
Weihnachten ist, wenn man trotzdem feiert, oder so ähnlich...

 

Wetter


Das Weihnachtswetter ist so schlecht wie die Lage in Hamsterhausen - wir empfehlen: Sägespäne! Das hilft bei Glätte!



Es war kalt in Hamsterhausen und nur wenige Hamster waren auf den Straßen zu sehen.

Mühsam kämpften sie sich durch den hohen Schnee und ihre kleinen Pfoten hinterließen winzige Abdrücke. Im Rathaus saß der Bürgermeister am warmen Ofen und schrieb seine Weihnachtsrede. Er sah durch das Fenster hinaus zum Marktplatz. Dort herrschte große Aufregung, denn ein paar Hamster vom "Technischen Hamster-Überwachungsverein" versuchten, einen riesigen Tannenbaum mitten auf dem Marktplatz aufzubauen.

 

Wenn        das man gut geht....
Das Aufstellen des diesjährigen Weihnachtsbaumes, leider so mies wie immer


Der Bürgermeister seufzte, denn inzwischen war es dem THÜV noch nicht gelungen, den Tannenbaum so aufzustellen, dass er stehen blieb. Im Gegenteil, die kaputten Dächer der umstehenden Häuser und die zerstörten Marktbuden wiesen auf mehrere Fehlschläge hin.

Hamsterhausen schaut zuIn sicherer Entfernung hatte die HAMFE ihren Feuerwehrwagen aufgestellt, um notfalls eingreifen zu können. Aus purer Langeweile spielten einige Feuerwehrhamster mit dem Wasserschlauch und das hatte zur Folge, dass der Marktplatz durch das gefrorene Wasser spiegelglatt und das Aufstellen des großen Tannenbaums dadurch noch schwieriger wurde.

 

Der Weihnachtsmarkt von Hamsterhausen
lockt auch dieses Jahr viele Zuschauer an

 

Auch die Polizeihamster der HAMPO waren anwesend, falls es Schwierigkeiten zwischen THÜV und HAMFE geben sollte. Etwas weiter standen die Kameraleute vom Hamsterhusischen Fernsehen HUF 1 um Livebilder bringen zu können, falls THÜV und HAMFE eine Klopperei anfingen und die Polizei eingreifen würde.

Der Bürgermeister nahm den Zettel mit seiner Rede in die Pfoten und las alles noch einmal durch, während er langsam auf den Balkon hinaus ging. Die frische, kalte Luft tat gut.

Gerade kam ihm eine tolle Idee für seine Rede, als ihn laute Schreie aus den Gedanken rissen. Er hob den Kopf und sah etwas Großes, Grünes auf sich zukommen. Für diesen Tag war es das Letzte, was der Bürgermeister sah. Nachdem die HAMFE ihn unter dem großen Tannenbaum herausgezogen hatte, wurde er ins Krankenhaus gebracht, wo ihm erst einmal die Tannennadeln aus dem Fell gezogen wurden.

Er schreibt 'ne Rede
Der Bürgermeister schreibt leider auch
dieses Jahr eine Weihnachtsrede


Genau zu diesem Zeitpunkt saß Tuffi traurig in einer Ecke des Technischen Hamster-Überwachungsvereins. Tuffi war ein Reparaturhamster 3. Klasse und träumte davon, eines Tages ein Reparaturhamster 2. Klasse, wenn nicht sogar 1. Klasse zu sein. Während sie das Büro des THÜV fegte, kamen ihre Kollegen von einem Einsatz zurück und Tuffi lauschte mit großen Augen und klopfendem Herzen ihren tollen Erlebnissen.

".... Und dann ist der riesige Tannenbaum auf den Balkon des Rathauses gestürzt", hörte sie Murksel sagen. "Dann wollten die Idioten von der HAMFE mit ihrem Feuerwehrwagen losfahren, um den Tannenbaum weg zu schieben und sind mit ihrem Fahrzeug ins Rutschen gekommen. Dabei haben sie das Rathaus gerammt und deshalb müssen wir noch einmal los."

In diesem Moment klingelte das Telefon und Murksel hob den Hörer ab. "Technischer Hamster-Überwachungsverein!", hörte Tuffi ihn sagen. Kurz darauf legte Murksel auf und sagte: "Die Stromwerke haben ein Leck in der Heizung. Das muss warten, wir haben Wichtigeres zu erledigen."

Tuffi räusperte sich und Murksel sah zum dem Reparaturhamster 3. Klasse hin. "Wie wäre es, du kümmerst dich darum? Aber wehe, du fällst wieder in einen Gully!"

Tuffis Herz raste vor Aufregung.

"Ja, äh, Nein!", war alles, was sie hervor brachte.

Während Murksel mit den anderen Hamstern wieder Richtung Rathaus verschwand, sammelte Tuffi die wichtigsten Werkzeuge wie Pümpel, Schneidbrenner und Hammer zusammen und machte sich auf den Weg zu den Stromwerken. Hamster im Guly

 

 

Dummheit oder doch Unfall? Reparaturhamster landet in Gully!
Skandal! Wo war die Polizei! Oder die
Feuerwehr?

 

 

Nachdem Tuffi sich vier Mal verlaufen hatte, stand sie nun endlich vor dem Eingang der Hamstischen Stromwerke. Sie verlief sich zunächst in der Kantine, danach landete sie im Klo, doch schließlich fand Tuffi das Büro, in dem sie sich melden sollte.

"I-ich komme um die Heizung zu reparieren", stotterte sie unsicher.

"Moment", entgegnete eine vornehm aussehende Hamsterdame, die gerade damit beschäftigt war, ihr Fell zu bürsten.

"Hallo?" flötete die Hamsterdame in ein Telefon, "Der Wartungshamster ist da."

Dann lauschte sie einen Augenblick dem Telefon, legte auf und sagte zu Tuffi:

"Warten sie bitte, lieber Wartungshamster."

Aufgeregt wartete Tuffi, dann öffnete sich eine Tür und ein Hamster winkte sie herein.

"Warten sie bitte hier", hörte Tuffi, während der Hamster in ein Nebenzimmer ging.

Tuffi seufzte, setzte sich auf einen Stuhl und sah sich um. Als sie die Bilder an den Wänden betrachtete, überprüfte sie ihr Werkzeug. Den Pümpel stellte sie neben eine Blumenvase auf einem kleinen Tisch, der am Fester stand und untersuchte die Rohrzange eingehend. In diesem Moment wurde die Nebentür geräuschvoll geöffnet und ein Hamster im grünen Overall trat ein. Vor Schreck fiel Tuffi die Rohrzange auf die Pfoten und sie schrie jämmerlich.

Sofort kam der Hamster im Overall herbei, hob die schwere Rohrzange auf und gab sie Tuffi mit den Worten "Sie haben etwas verloren! Sind sie der Wartungshamster?" fuhr er fort,

"Ja, und sind sie der Besitzer der Stromwerke?", fragte Tuffi und rieb sich die schmerzende Pfote.

"Nein", kam die Antwort, "ich gehöre zur Sicherheitsabteilung. "Die ist sehr wichtig", fügte er stolz hinzu, nickte Tuffi zu und wies auf die nächste Tür.

"Bitte folgen sie mir", sagte er und öffnete eine weitere Nebentür.

Knödels FahrschuleTuffi ging durch die Tür und hörte den Sicherheitshamster rufen:
"He, sie haben ihren Pümpel vergessen. Moment, ich hole ihn!"

Im nächsten Augenblick war ein Poltern und das Scheppern einer Blumenvase zu hören.

"Oh, der doofe Pümpel klebte am Tisch fest", stellte der Sicherheitshamster fest, doch Tuffi interessierte das nicht. Sie nahm ihm den Pümpel aus der Hand und ging ins nächste Zimmer.

Dort stand wieder ein Hamster in einem grünen Overall.
"Guten Tag, Sicherheitsabteilung", stellte er sich vor.

"Sie sind der Wartungshamster? Bitte warten sie hier", fügte er hinzu und verließ das Zimmer.

Tuffi seufzte, setzte sich hin und überprüfte weiter ihr Werkzeug. Wieder stellte sie den Pümpel auf einen Tisch, auf dem ebenfalls eine große Blumenvase stand.

Vorsichtig legte sie die Rohrzange daneben und schaute in die Werkzeugtasche. Ja, da waren sie, die Schraubendreher. Aber wo waren die Rohrschellen? Tuffi wollte gerade weiter suchen, als die Tür aufging und ein Hamster in einem blauen Overall erschien.

"Sie sind der Wartungshamster? Bitte warten sie hier", nickte er Tuffi zu und verschwand.

Als Tuffi, inzwischen schon etwas genervt, nach ihren Rohrschellen suchte, erschien der Sicherheitshamster mit dem blauen Overall und rief: "Folgen sie mir bitte!"

Während Tuffi ihre Tasche wieder einpackte, ging der Sicherheitshamster zum Tisch, zeigte auf den Pümpel und sagte: "Ich helfe ihnen, das Werkzeug zu tragen!"

Noch bevor Tuffi etwas sagen konnte, klirrte und schepperte es und sie machte, dass sie in das nächste Nebenzimmer kam. Dort stand ein Hamster in einem roten Overall und begrüßte sie, während der Hamster im blauen Overall den nassen Pümpel hinterher brachte.

"Stellen sie das nasse Werkzeug auf den Tisch", sagte der rote Hamster zum blauen und zeigte auf einen kleinen Tisch mit einer großen Blumenvase. Dann wandte er sich an Tuffi.

"Sie sind der Wartungshamster? Bitte warten sie hier." Er verschwand durch eine Nebentür.

"Ja, ja, natürlich warte ich hier, ich habe ja nichts Anderes zu tun", dachte Tuffi empört und kramte weiter in ihrer Tasche auf der Suche nach den Rohrschellen.

Nach einigen Minuten wurde die Tür aufgerissen, der Hamster im roten Overall trat ein und rief: "Folgen sie mir bitte, ich nehme schon mal ihr Werkzeug."

"Moment!" rief Tuffi entsetzt, doch der Sicherheitshamster hatte schon den Pümpel ergriffen, es klirrte und schepperte.

"Moment was?", fragte der Sicherheitshamster verwirrt.

"Ach, nichts", entgegnete Tuffi und folgte ihm in das nächste Zimmer.

Dort saß der Direktor der Stromwerke und strahlte Tuffi freudig an.

"Ah, schön, dass sie endlich da sind, bitte setzten sie sich und warten einen Moment!"

Während der Sicherheitshamster den Pümpel auf den Tisch des Direktors stellte, wühlte der auf seinem Schreibtisch herum.

Hamster bei der Mittagspause

Exklusivbild: Tuffi bei der Mittagspause

 

"Wo ist der Zettel mit meiner Rede? Ich habe ihn doch eben noch gehabt!"

"Äh, Herr Direktor", wand der Sicherheitshamster ein, "das ist bloß der Wartungshamster!"

"Tja, dann muss der Wartungshamster noch etwas warten, deshalb heißt er ja auch Wartungshamster!" Der Direktor lachte laut über seinen Witz und durchsuchte weiter seinen Schreibtisch. Nach ein paar Minuten hatte er seinen Zettel gefunden und wandte sich nun der total verärgerten Tuffi zu.

"Was ist das?" fragte er und zeigte auf den Pümpel.

"Ein Gerät zum Unterdruck erzeugen", erklärte Tuffi.

"Interessant", brummte der Direktor und drückte den Stiel hin und her.

"Wo legt man den ersten Gang ein?"

Tuffi drehte genervt die Augen. "Den muss man in die Hand nehmen", grummelte sie.

Der Direktor zog an dem Pümpel, doch der klebte fest am Schreibtisch. Der Direktor verdoppelte seine Anstrengungen, doch der Pümpel wollte sich nicht rühren.

"Sicherheitshamster!" rief er wütend. Sofort öffnete sich die Tür, 4 Hamster erschienen und sahen ihn fragend an.

"Geben sie mir dieses Gerät!" sagte er und zeigte auf den Pümpel. Sofort griffen acht Pfoten nach dem Pümpel und ein wildes Gezerre folgte. Auch der Direktor zog und half mit.

Es dauerte nicht lange und der Schreibtisch brach zusammen.

"Geschafft," jubelte der Direktor, "er ist ab!" Er stieg über die Reste seines Schreibtisches, nahm den Pümpel in die Hand, betrachtete ihn und gab ihn Tuffi.

In diesem Moment kam die Dame, die Tuffi vorhin schon getroffen hatte, herein.

Der Film-Film! Abenteuerreisen wie noch nie! König der Hamster


"Herr Direktor", flötete sie, "die Hamster von der Stromplanung sind da!"

"Tja", sagte der Direktor und zeigte auf die Heizung, "das Ding da leckt, sie können mit der Wartung beginnen!" Dann verließ er mit der Dame und den 4 Sicherheitsbeamten den Raum. Tuffi atmete tief durch, endlich konnte sie zeigen, was in ihr steckte.

In der Zwischenzeit herrschte auf dem Marktplatz das blanke Chaos. Bei dem Versuch, mit dem Feuerwehrwagen den Tannenbaum aus dem eingestürzten Rathaus heraus zu ziehen, war der Feuerwehrwagen ins Rutschen gekommen und zwar genau in die Polizeiwagen der HAMPO. Darauf hin nahm die HAMPO sämtliche Feuerwehrleute fest. Während der THÜV unter der Leitung von Murksel nun wenigstens begann, den spiegelglatten Marktplatz zu streuen, standen die Besitzer der Marktbuden herum und sahen zu. Flecki, die eine Bude für selbst gemalte Weihnachtssterne besaß, war der Ansicht, dass es besser sei, den großen Tannenbaum dort liegen zu lassen, wo er war. "Wenn der Baum nämlich im Rathaus liegt, kann er keinen Schaden mehr anrichten." Goldi war anderer Ansicht: "Wenn wir eine Rakete an der Spitze des Tannenbaums befestigen und sie zünden, dann richtet sich der Baum von alleine auf!"

Muffel und Purzel, die gerade daneben standen, waren begeistert von der Idee und liefen zu Bauleiter Murksel, um ihm Goldis Idee zu erzählen.

"Ich habe ein sehr, sehr ungutes Gefühl bei der Sache", jammerte Flecki, "wir werden alle dabei drauf gehen!"

"Was du wieder hast", brummte Goldi, "das wird schon klappen."

Während er das sagte, begann der Technische Hamster-Überwachungsverein mit den Vorbereitungen. Die Hamsterpolizei und die Feuerwehr hatten ihren Streit vergessen und waren hinzu geeilt, um zu helfen. Die HAMFE besorgte eine große Rakete aus ihren Vorräten und der THÜV zündete sie an, nachdem sie an der Spitze des Tannenbaum befestigt worden war. Dann war es soweit: es zischte laut und die Rakete zündete. Zunächst sah alles ganz toll aus, denn der Baum hatte sich aufgerichtet, doch leider hob er sich dann weiter in die Luft und flog immer höher und höher. Die Gesichter der Hamster dagegen wurden lang und länger.
Judo- und Karateschule Hamsterhausen
"Das war es dann wohl mit Weihnachten", stellte Flecki fest.

"Vielleicht nicht", antwortete Goldi, '"ich glaube der Baum kommt zurück!"

"Deckung, geht in Deckung!" schrie Purzel und alle Hamster rannten aufgeregt durcheinander. Kurz darauf krachte es laut und der riesige Tannenbaum stürzte mitten auf den Marktplatz. Tannennadeln flogen wie Pfeile durch die Luft und es war lautes Gejammer zu hören. Flocki, die sich schützend auf ihre selbst gebackenen Pfannkuchen geworfen hatte, ließ sich von Muffel wieder auf die Beine helfen. Vorne war sie voller Pfannkuchenteich, hinten voller Tannennadeln.

"Wenigstens ist meine Bude stehen geblieben", seufzte sie und sah zu ihrer Cousine Flecki und rief: "Ist deine Marktbude heil geblieben?"

"Keine Ahnung", antwortete Flecki, "das kann ich erst sagen, wenn ich sie wiedergefunden habe."
Nun standen alle Hamster zusammen und überlegten, was zu tun war. Ganz Hamsterhausen war mit einer grünen Schicht überzogen - mit Tannennadeln. HAMFE und THÜV hatten ihre gewohnte Klopperei begonnen, und die HAMPO warf wie immer mit Sonnenblumenkernen. Dann wurde beschlossen, gemeinsam aufzuräumen. Alle packten mit an und warfen Müll und Gerümpel auf einen Haufen. Gerade, als der Marktplatz wieder wie ein Marktplatz aussah, fuhr ein Wagen vor. Es war der Bürgermeister, der nach einer kurzen Behandlung aus den Krankenhaus kam.

Voller Freude sah er den Müllberg und humpelte auf ihn zu. "Meine lieben Hamster", rief er den Umstehenden zu, "wie lieb von euch, dass ihr mir ein Podium aufgebaut habt, damit ich eine Rede halten kann. Zufällig habe ich meine Weihnachtsrede dabei." Dann krabbelte er auf den wackeligen Müllberg.

"Wieso Weihnachtsrede?", fragte Flecki, "das ist doch noch nicht soweit, der spinnt doch."

"Naja", grinste Goldi, "immerhin hat er ja einen Weihnachtsbaum auf den Kopf bekommen."

Der Müllberg wackelte bedenklich, als der Bürgermeister oben angekommen war und mit seiner Rede begann. Bauleiter Murksel erkannte die drohende Gefahr und drängelte sich durch die Menge der zuschauenden Hamster vorwärts, winkte und rief: "Herr Bürgermeister, Herr Bürgermeister..."

Nun fingen alle umstehenden Hamster an, ebenfalls zu winken und zu rufen, denn sie dachten, Murksel wollte den Bürgermeister anfeuern. Der Müllberg mit dem Bürgermeister wankte hin und her, die Hamster riefen und klatschten immer lauter, während Murksel seine Augen schloss. Dann kippte der Müllberg krachend zur Seite, während die Hamster auf dem Marktplatz "Frohe Weihnacht, Herr Bürgermeister!" riefen.

Bürgermeister im HKH

Exklusivbild! Bürgermeister mal wieder im Krankenhaus! Und wer muss das bezahlen? Wir natürlich!

 

Es dauerte einige Zeit, bis der total verdreckte Bürgermeister aus dem Müllberg hervorgeholt wurde.

Während es also auf dem Markplatz hoch her ging, hatte Tuffi ihre Rohrschellen wiedergefunden. Sie waren mit dem Butterbrot und den Sonnenblumenkernen zusammen eingewickelt. Tuffi betrachtete die Heizung und fand auch schnell das Leck. Sie nahm ein Stück Klebeband und begann, die Heizung abzudichten. 3 Stunden später leckte die blöde Heizung immer noch, also nahm der total genervte Hamster den Schneidbrenner und zündete ihn mit einem Feuerzeug an. Nachdem Tuffi den halben Teppich abgefackelt hatte, machte sie eine Pause, holte ihr Essen heraus und überlegte. "Wenn eine Leitung leckt, dann liegt es vielleicht daran, dass der Druck zu hoch ist!", kam es ihr in den Sinn. Aber wo war der Hauptanschluss für diese Heizung? Am Besten war es wohl, den Heizungsrohren zu folgen, irgendwo musste ja der Anfang sein. Nach einem zweistündigen, erfolglosen Rundgang saß Tuffi wieder vor ihrem Leck und versuchte es mit einer Rohrschelle. Auch das half nicht, also nahm sie den Hammer und versuchte, das Leck durch gezielte Hammerschläge abzudichten.

Das Leck wurde größer und größer. Verzweifelt versuchte sie es wieder mit dem Schneidbrenner, doch das ausströmende Wasser löschte die Flammen des Gasbrenners. Tuffi warf den zischenden Schneidbrenner in die Ecke und stopfte mit dem Teppich das größte Loch in der Heizung.

"Na also", dachte sie, "ich bin fast schon fertig. Dann ging zu zur Tür und lief auf den Flur hinaus, um irgend jemanden nach ein paar trockenen Tüchern zu fragen. Es war jedoch niemand mehr da, alle hatten schon Feierabend gemacht und waren nach Hause gegangen. Da kam Tuffi auf die Idee, noch einmal in den Keller zu gehen und dort nach zu gucken, ob sie nicht doch noch die Hauptleitung finden würde. Im Keller war es dunkel und unheimlich.

"Ganz ruhig", dachte Tuffi, "nur keine Panik. Es ist ja nur ein ganz normaler Keller und im ganzen Haus ist niemand. Es kann also nichts passieren, nur keine Panik, immer schön ruhig bleiben und.... PANIK, KINAP, EFLIH!" schrie sie und wollte zur Kellertür hinaus rennen. In ihrer Panik rannte sie gegen einen Schaltkasten, riss ein paar Schalter heraus, stolperte über ein paar Stromkabel, riss auch die heraus und versteckte sich in einem Seitengang.

Es war noch dunkler als vorher im Keller geworden und Tuffi hatte nur einen Gedanken, nämlich dass sie zu ihrem Arbeitsplatz zurück kam, um das Leck abzudichten und nach Hause zu gehen.

Auf dem Marktplatz sah es inzwischen etwas weihnachtlicher aus: Purzel hatte einen Stand für Weihnachtsbäume aufgemacht, Flecki hatte ihren Serviettenstand schön geschmückt, Goldi half Flocki bei den Pfannkuchen. Ein paar Stände weiter saß Muffel und verkaufte Osterhasen. Natürlich würde selbst ein Hamster nicht auf die Idee kommen, sich Osterhasen zu Weihnachten zu kaufen. Genau das wusste Muffel und deswegen hatte er einen Stand mit Osterhasen, er wollte Ruhe haben und keine nervigen Kunden. Purzel hatte einen Schreibwarenstand eröffnet. Nachdem ihm aber eingefallen war, dass die meisten Hamster sowieso nicht lesen oder schreiben können, verkaufte er die Schreibsachen als Malsachen.

Purzels Malkurs Fleckis Kramladen Kramladen
Purzels Malkurs! Nur 3 Sickel!
Na gut, 2 Sickel. Oder einen?
Wunderschöne Geschenke und mehr... ...von einem Sickel bis 100 Sickel, alles da!


Bei Flocki's Stand gab es Stress, denn Goldi hatte schon 3 Pfannkuchen verschlungen, aber noch keine selbst gebacken. Flocki machte ihm klar, dass es für ihn keine Pfannkuchen mehr gab, wenn er nicht mithelfen würde, welche zu backen. Darauf hin verschwand Goldi und kam mit seinem Freund Knödel und einem komischen Gerät zurück. Dann schraubten und hämmerten die beiden und zeigten der staunenden Menge ihre Erfindung. Das erste vollautomatische Pfannenkuchenbackgerät. Es bestand aus einem riesigen Eisenteller, der sich langsam drehte. Unter dem Teller war ein Gaskocher, dessen Flamme den Eisenteller erhitzte. Daneben stand ein riesiger Trichter, in dem sich eine Rührmaschine befand.

"Haben wir aus einem alten Betonmischer zusammengebaut", erklärte Knödel.

"Habt ihr den denn wenigstens sauber gemacht?", wollte Flocki wissen.

Goldi grunzte nur als Antwort und begann, Eier, Mehl und Milch in den riesigen Trichter zu kippen. Dann ließ er den Mixer an, ging zum Gaskocher und zündete ihn an. Der Teller drehte sich langsam und bald tropfte aus dem Trichter die erste Ladung Teig auf den Eisenteller.

"Na also", jubelte Goldi, "es funktioniert! Wir haben soviel Teig eingefüllt, das reicht bis nächstes Weihnachten!"

Alle Hamster sahen staunend zu, wie nun eine Ladung Teig nach der anderen auf dem heißen Eisenteller landete, gebacken wurde und von Flocki und Knödel mit einem Pfannenwender abgenommen und als Pfannkuchen auf Pappteller verteilt wurde.


"Genial, was?", triumphierte Goldi und haute übermütig auf die Maschine. Das hätte er besser nicht machten sollen, denn der Motor begann zu stottern, blieb kurz stehen und drehte sich mit 10-facher Geschwindigkeit weiter.
Baumarkt Goldkanone
"Mist", rief Knödel, "die Geschwindigkeitsregulierung ist ausgefallen!"

Flecki, die daneben stand und gerade den Mund öffnete, um zu spotten, bekam einen Pfannkuchen mit solcher Wucht zwischen die Zähne geschossen, dass sie einen Salto rückwärts drehte und zwischen Muffels Osterhasen flog.Der nächste Pfannkuchen traf Purzel, es klatschte laut und der arme Hamster kullerte in den Stand mit den gebrannten Sonnenblumenkernen. Es klatschte noch einmal und Flocki flog kreischend durch die Luft. Dann klatschte es noch einmal und Knödel sauste durch die Luft.

Goldi starrte entsetzt auf die durchgedrehte Maschine, sein Herz klopfte rasend und er wollte zur Maschine rennen, um sie abzustellen, doch 2 Pfannkuchen trafen ihn kurz hintereinander und er flog in hohem Bogen über den Markplatz und landete genau auf einem Feuermelder. Es krachte laut und der Feuermelder begann zu heulen, während Goldi sich den dröhnenden Schädel hielt. In der Zwischenzeit versuchte Flocki verzweifelt, zu ihrem Pfannenkuchenstand zu gelangen, doch immer wieder wurde sie von tief fliegenden Pfannkuchen erwischt, die wie Geschosse über den Marktplatz sausten. Flecki ging die Sache etwas schlauer an, nahm einen Regenschirm und näherte sich der wild gewordenen Maschine.

Tatsächlich schaffte sie es, bis auf wenige Meter heranzukommen, doch dann erwischte ein besonders tief fliegender Pfannkuchen ihre Beine und sie flog der Länge nach hin. Als sie den Kopf hob, um die Lage zu peilen, klatschte ihr der nächste Pfannkuchen ins Gesicht.

"Die Feuerwehr kommt", rief Purzel, "wir sind gerettet!"

"Da bin ich mir nicht so sicher", stöhnte Flecki und krabbelte in Sicherheit.

Die HAMFE erkannte gleich, wo der Feind stand und sofort wurden die Wasserschläuche herausgeholt und der Kampf gegen die Pfannenkuchenmaschine begann. Zunächst sah es gut aus für die Feuerwehrhamster, doch dann vermischte sich der Teig mit dem Löschwasser und es begann eine wilde Rutschpartie. Durch den Wasserdruck in den Schläuchen wurden die Hamster im Kreise herum gewirbelt und solange im Kreise gedreht, bis sie laut "Eflih!" schreiend das Weite suchten. Auch die HAMPO, die in der Zwischenzeit angerückt war, wusste keinen Rat. Gegen diesen Gegner halfen eben keine Sonnenblumenkerne. Selbst der THÜV stand hilflos daneben, bis Goldi zu Flecki meinte:

"Wir sollten Raketen einsetzen!"

"Bist du blöd?", entgegnete Flecki, "Die Pfannkuchen werden uns die Raketen um die Ohren...",
doch weiter kam sie nicht. Begeistert jubelten die umstehenden Hamster über diese Idee. Das Aufbauen und Ausrichten der Raketen dauert nicht lange; dann gab Murksel das Kommando:

"Feuer frei!"

Deckung!

Exklusivbild: Einsatzleiter der Hamsterfeuerwehr gibt mutig das Kommando

 


Fauchend jagte die erste Rakete in Richtung der Pfannenkuchenmaschine, dann die zweite und sofort hinterher die dritte. Gespannt verfolgten die Hamster mit lauten "Arruh, Arruh"-Rufen den Flug der gefährlichen Geschosse, die sich in rasender Geschwindigkeit ihrem Ziel näherten. Dann geschah das, was Flecki befürchtet hatte: die fliegenden Pfannkuchen kreuzten die Flugbahn der Raketen und änderten deren Flugrichtung. Aus den Hurra-Rufen der Hamster wurden nun Eflih-Schreie und sie flüchteten in alle Richtungen.


Die Flugbahn der ersten Rakete wurde nach Oben abgelenkt; sie flog steil in die Luft und landete krachend im Rathaus. Die zweite Rakete flog auf den Schulhof der Tabsy-Husen-Schule, wo sich zum Glück niemand aufhielt. Die dritte Rakete hatte ihr Ziel fast erreicht, bevor sie von mehreren Pfannkuchen zur Explosion gebracht wurde.

Verzweifelt versuchten HAMFE, THÜV, HAMPO und alle Einwohner von Hamsterhausen, ihre Stadt und vor allem ihre Häuser gegen die Geschosse zu schützen.

"Wenn das so weiter geht, werden alle Häuser von den Pfannkuchen zum Einstürzen gebracht", jammerte Bauleiter Murksel und selbst dem Bürgermeister fiel in diesem Moment nichts ein.

 

Tuffi, die von all den Dingen nichts mitbekam, tapste weiterhin völlig verängstigt durch die dunklen Keller der Hamstischen Stromwerke. Vorsichtig schlich sie sich von Gang zu Gang und immer wieder plagte sie die Vorstellung, dass sich im nächsten Moment ein hamsterfressendes Monster aus dem Dunkeln auf sie stürzen würde.

"Wenn ich doch bloß eine Rohrzange mitgenommen hätte", dachte sie verzweifelt und tastete sich an der Wand entlang bin hin zum Ausgang.

"So werde ich nie ein Reparaturhamster 2. Klasse", dachte Tuffi traurig, während sie ängstlich durch das dunkle Treppenhaus schlich und den Treppenaufgang erreichte. Die Treppe verlief in einem Halbkreis und während sie die Stufen nach Oben ging, hörte sie Lärm vom Markplatz her. Sie öffnete ein Fenster des Treppenhauses und sah traurig hinaus.

Es klang so, als hätte ihre Freunde schon mit dem Feuerwerk begonnen.

"Ja, feiert ihr nur", rief sie zum Fenster hinaus in Richtung Marktplatz, "ich, Tuffi, Reparaturhamster 3. Klasse werde meine Pflicht erfüllen bis zum Schluss und nicht gehen bis hier alles fertig ist!" Nachdem sie das gerufen hatte, war ihr wohler. Keuchend erreichte sie mit ihren kleinen Beinchen die oberste Stufe und ging ängstlich weiter durch den stockdunklen Flur.


Am ganzen Körper zitternd öffnete Tuffi die Tür, die knarrend aufging Auch in dem Zimmer war es stockdunkel, ein Zischen war zu hören und es roch merkwürdig. Dann spürte das verängstigte Hamstermädchen etwas Hartes unter ihrer Pfote. Das Feuerzeug! Sie hob es auf und lief in den Flur hinaus. Schwer atmend beschloss sie, das Feuerzeug als Licht zu benutzen und wieder in den dunklen Raum hinein zu gehen. Vorsichtig öffnete sie die Tür und hielt das Feuerzeug wie eine Kerze vor sich.

"Dieser Geruch", dachte sie, "wo habe ich den schon mal gerochen? War das nicht auf ihrem allerersten Einsatz kurz bevor Bauleiter Murksel ins Krankenhaus musste, weil eine Gasexplosion..."

Tuffi blieb erschrocken stehen und dann geschah es: mit einem lauten "Wumm" kam ihr die Tür entgegen und sie flog rückwärts die Treppe hinunter. Laut quiekend kullerte sie Stufe um Stufe bis in den Keller hinunter, doch das war ihre Rettung, denn über ihr schien das ganze Gebäude der Hamstischen Stromwerke in die Luft zu fliegen.

Es ist alles so traurig!

Noch 'n Exklusivbild: Reparaturhamster bei der Arbeit photographiert! Lesen Sie alles über diese Katastrophe!

 

Es kam dem kleinen Reparaturhamster 3. Klasse wie eine Ewigkeit vor, bis das Krachen und Poltern im Gebäude verstummte. Sie nahm all ihren Mut zusammen und lief so schnell sie konnte zur Ausgangstür hinaus ins Freie. Draußen war es dunkel und Tuffi wunderte sich, dass die Straßenlaternen alle erloschen waren. Sie lief weiter Richtung Stadtmitte, zum Marktplatz hin. Es kam ihr unheimlich vor, dass nirgendwo ein Licht an war. Sogar der Lärm auf dem Marktplatz war verstummt.

"Komisch", dachte sie, "die können doch noch nicht alle schon ins Bett gegangen sein?" Dann erreichte sie endlich den Marktplatz. Da waren sie ja, ihre Freunde und da war auch der Bürgermeister, der zusammen mit einigen Feuerwehrhamstern Kerzen anzündete und verteilte. Ein halber Weihnachtsbaum stand in der Mitte, geschmückt mit Kerzen und Resten von Raketen.

Der Bürgermeister wollte gerade eine Rede halten, als Bauleiter Murksel rief: "Da ist sie ja! Da ist Tuffi!"

Tuffi geriet in Panik, was war los? Was hatte sie angestellt? Da schoss ihr plötzlich der schlimme Verdacht durch den Kopf, dass die Explosion der Hamstischen Stromwerke und der Stromausfall in Hamsterhausen etwas mit ihr zu tun haben könnte!

"I-ich werde Morgen alles reparieren", rief sie und Tränen schossen ihr in die Augen.

"Und wir helfen alle mit!" riefen die Hamster der Feuerwehr und des THÜV. Dann begannen plötzlich alle Hamster laut "Tuffi, Tuffi!" zu rufen, ein paar nahmen Tuffi und warfen sie immer wieder in die Luft, während der Bürgermeister mit seiner Rede begann. Wie durch einen Schleier nahm der kleine Reparaturhamster 3. Klasse die Worte des Bürgermeisters wahr:

"Durch den mutigen Einsatz eines einzelnen Hamstermädchens wurde unser schönes Hamsterhausen vor der gefährlichen Killer-Pfannkuchen-Maschine gerettet. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass der Verstand eines Hamsters über die rohe Kraft triumphiert. Es war eine geniale Idee, einfach den Strom abzuschalten. Aus diesem Grunde freue ich mich, liebe Tuffi, dir den Orden eines Reparaturhamsters 1. Klasse zu verleihen und ich möchte in dieser Rede auch noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen....."


Den Rest der Rede bekam Tuffi nicht mehr mit. Sie starrte mit großen Augen auf den halben Weihnachtsbaum und wusste, dass es Heute das schönste Weihnachtsfest ihres Lebens war.

 

Hamstertours

Freizeittreff bei Hamstilidamst

Das Hamsterblatt wünscht allen seinen Lesern:

Frohe Weihnacht und frohe Ostern!



 

 

 

 


 

 

Ausgabe Nr 4
Linker Hamster

Hamsterblatt -


Unabhängige Zeitschrift für den modernen Hamster

 

Ausgabe Nr 4
Rechter Hamster


 

Exklusivbericht

Hamsterhausen feiert Wiedersehen!

 

Der Bürgermeister stürzt

Auf den Straßen herrscht Panik, die Einwohner laufen aufgeregt durcheinander, und jeder versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Ein paar Rauchschwaden ziehen über die Stadt und verdunkeln den Himmel. Hin und wieder sind vereinzelte Explosionen zu hören. Die Hamstische Polizei (HamPo) und die Hamstische Feuerwehr (HamFe) sind seit Stunden im Einsatz. Das Krankenhaus ist gut gefüllt, und viele Patienten müssen sich das Bett miteinander teilen oder auf dem Balkon schlafen. Oder beides (Diese Kurzgeschichte wurde anlässlich des Erscheinens des Buches über das erste 'richtige' Schottlandabenteuer der Hamster geschrieben - 'Zurück nach Schottland').


  Wir lauschen der Rede

Dicht gedrängt lauschen die Hamster
der Rede unseres Bürgermeisters


Es ist also ein ganz normaler Tag in Hamsterhausen. Inzwischen ist es der dritte Tag, an dem wir Hamster eine Party feiern. Übrigens ist es nun auch der dritte Tag, an dem unser lieber Bürgermeister versucht, eine besonders lange Rede zu halten. Seine bisherigen Versuche, vom Balkon des Rathauses aus die Teilnehmer der großen Wiedersehensfeier zu unterhalten, sind alle fehlgeschlagen. Leider haben es noch immer nicht alle Hamster begriffen, dass man keine Raketen auf Hamster abschießen darf. Auch keine Freudenraketen. Das Fell des Bürgermeisters ist inzwischen schon an mehreren Stellen angesengt, aber er lässt sich nicht unterkriegen. Die Idee, einen Regenschirm als Schutz zu benutzen, wurde durch einen Böller vereitelt. Der Bürgermeister hält einen zerfetzten Schirm in der Hand und hat seinen Text vergessen. Fluchtartig verlässt er den Balkon. Bauleiter Murksel versucht inzwischen, zusammen mit einem kleinen Reparaturteam, einen Raketenschutz auf dem Balkon aufzubauen.

 

"Los, Leute," ruft er, "bewegt euch mal ein bisschen und schiebt die großen Betonsteine auf den Balkon!"

 

Nach einigen Minuten ist es geschafft und die Schutzmauer steht. Nun schöpft auch der Bürgermeister wieder Mut und tritt hinaus auf den Balkon. "Die großen Mauersteine werden mich jetzt schützen", denkt er. Doch es kommt leider wieder anders, denn der Balkon kann das ganze Gewicht nicht mehr tragen und bricht. Schreiend fällt der Bürgermeister in die Tiefe, angefeuert von Raketen und Bravo-Rufen der umstehenden Hamster.

 

 

 

Skandal! Bürgermeister stürzt vom Balkon!

Aaaaarg!

 

Wir versuchen ein Interview mit Goldi, einem der Helden des letzten Abenteuers, zu bekommen. Leider befindet sich Goldi gerade mit Trampel auf der Flucht vor Flecki, der sie gerade mit einem Böller die Imbissstube zerlegt haben.


Oh,        du fröhliche

Welcher Idiot hat den denn hier hingesetzt?
Der gehört doch in unsere letzte Weihnachtsausgabe!

(Anmerkung der Redaktion)

 

 

 

 

"Fräulein Flecksteppich, wir sind von der Hamsterzeitung und hätten gerne ein Interview!" rufen wir und haben Glück. Flecki gibt die hoffnungslose Jagd auf und nähert sich.

 

Hamsterzeitung: "Liebe Flecki, sind sie froh, wieder in Hamsterhausen zu sein?"

Flecki: "Ich habe so schöne geröstete Sonnenblumenkerne gehabt und diese Idioten haben alles in die Luft gesprengt, wie soll ich da froh sein?"

Hamsterzeitung: "Was war ihr aufregendstes Erlebnis bei ihrem Abenteuer?"

Flecki: "Als wir aus dem Zug gesprungen waren. Da sind wir über hundert Meter tief geflogen!"

Hamsterzeitung: "Echt?"

Flecki: "Echt!"

Hamsterzeitung: "Können sie unseren Lesern sagen, worauf man bei solch einem Abenteuer achten sollte?"

Flecki: "Keinen Sprengstoff mitnehmen!"

Hamsterzeitung: "Würden sie das Abenteuer gerne noch einmal machen?"

Flecki: "Na klar. Aber nur, wenn wir nicht wieder soviel laufen müssen. Mir tun die Füße immer noch weh."

Hamsterzeitung: "Im ernst?"

Flecki: "Ja, im ernst!"

Hamsterzeitung: "Liebe Flecki, wir bedanken uns für dieses Interview."


Inzwischen ist der Krankenwagen vorgefahren, um den Bürgermeister abzuholen. Der HamFe ist es währenddessen gelungen, ihn unter den Trümmern des zusammengekrachten Balkons herauszuziehen. Als der Bürgermeister auf einer Bahre an uns vorbeigetragen wird, bitten wir um ein Interview.

 

Hamsterzeitung: "Guten Tag, Herr Bürgermeister!"

Bürgermeister: (glotzt nur dämlich)

Hamsterzeitung: "Haben sie Zeit für ein Interview?"

Bürgermeister: (glotzt nur dämlich)

Hamsterzeitung: "Sind sie froh, wieder zu Hause zu sein?"

Bürgermeister: (glotzt nur dämlich)

Hamsterzeitung: "Herr Bürgermeister, wann werden sie ihre Rede fortsetzen?"

Bürgermeister: "Sommer, Sonne, Strand - wo ich die Sonnenblumenkerne fand..."

Hamsterzeitung: "Äh, sehr schön, und wie weiter?"

Bürgermeister: "Wir nehmen den Wagen...."

Hamsterzeitung: (glotzt nur dämlich)

Bürgermeister: "Warum ist es am Strand so schön? Tra la laaaa..."

Hamsterzeitung: "Vielen Dank für dieses, äh, Interview, Herr Bürgermeister."

 

In diesem Moment wird der Bürgermeister in den Krankenwagen geschoben, und mit quietschenden Reifen geht es nun mit hoher Geschwindigkeit in Richtung AKH (Allgemeines Krankenhaus Hamsterhausen). Etwas ratlos bleiben wir zurück und beobachten, wie sich Hamster mit lauten "Eflih"- Schreien vor dem rasenden Krankenwagen in Sicherheit bringen. In diesem Moment schleicht Goldi über den Markplatz und wir bitten auch ihn um ein Interview.

Hamsterzeitung: "Guten Tag, lieber Goldi, wie geht es ihnen?"

Goldi: "Gut, solange mich Flecki nicht erwischt."

Hamsterzeitung: "Was war ihr aufregendstes Erlebnis bei hrem Abenteuer?"

Goldi: "Die Party im Zug, die Party am Strand, die Parties in den Hotels und die anderen Parties."

Hamsterzeitung: "Haben sie etwas besonders Wichtiges gelernt?"

Goldi: "Nö."

Hamsterzeitung: "Können sie unseren Lesern sagen, worauf man bei solch einem Abenteuer achten sollte?"

Goldi: "Genug Sprengstoff mitnehmen!"

Hamsterzeitung: "Der Bürgermeister erwähnte eben etwas von 'Sommer, Sonne, Strand'. Ist das nicht merkwürdig?"

Goldi: "Nö, das ist normal bei ihm."

Hamsterzeitung: "Letzte Frage, lieber Goldi, würden sie das Abenteuer gerne noch einmal machen?"

Goldi: "Jederzeit. Aber nur, wenn wir nicht wieder soviel laufen müssen. Mir tun die Füße immer noch weh."

Hamsterzeitung: "Wir bedanken uns für dieses Interview, lieber Goldi."



Skandal: berühmte Sängerin verletzt!

 

Inzwischen finden auf dem Dom, der wie immer auf dem Marktplatz steht, jede Menge Vergnügungen statt. Besonders beliebt ist heute das Karussell, obwohl es dort bereits zu einem kleinen Unfall gekommen ist. Dodo, der ja bekanntlich der dickste und fetteste Hamster von ganz Hamsterhausen ist, hatte leider ein bisschen Pech gehabt. Seine Schaukel riss während der Fahrt, und Dodo wurde unter den Anfeuerungsrufen seiner Freunde auf das große Festzelt geschleudert. Der HamFe und einem Reparaturteam unter Leitung von Bauleiter Murksel gelang es nach einigen Stunden, die Gäste unter dem Festzelt herauszuholen. Zwei Mitglieder des Hamsterorchesters hatten leider ihre Trompeten verschluckt. Fräulein Agnelia von Hamsterqualle, die zu einem Gastauftritt gekommen war, hatte ebenfalls Pech gehabt, als Dodo auf ihr landete und sie vor Schreck das Mikrophon verschluckte. Es war nicht sehr schön, die ganze Zeit nun ihr Jammern und Röcheln in voller Lautstärke zu hören. Zum Glück fiel dem Reperaturteam schon nach wenigen Stunden ein, einfach die Lautsprecher abzuschalten. Während die berühmte Sängerin Agnelia von Hamsterqualle vor uns in den Krankenwagen geschoben wird, bemühen wir uns um ein Interview mit dieser berühmten Sängerin:

 

Agnelia von Hamsterqualle




Agnelia von Hamsterqualle
bei einem Festessen kurz vor ihrem letzten Auftritt

 

 

 

Hamsterzeitung: "Guten Tag, liebe Agnelia von Hamsterqualle, wir sind vom Hamsterblatt und hätte gerne ein Interview mit ihnen gemacht!"

Agnelia von Hamsterqualle: "Ugru urg!“

Hamsterzeitung: "Prima. Sind sie froh, hier und heute in Hamsterhausen auftreten zu können?"

Agnelia von Hamsterqualle: "Gru Grug Groidi!"

Hamsterzeitung: "Äh, scheinbar behindert das Mikrophon sie ein wenig beim Sprechen. Sie brauchen also nur zu nicken, wenn sie antworten wollen. Also: werden sie bald wieder bei uns auftreten?"

Agnelia von Hamsterqualle: (schüttelt heftig mit dem Kopf)

Hamsterblatt: "Ehrlich?"

Agnelia von Hamsterqualle: "Graj, Graj, Graj!"

Hamsterblatt: "Wir, äh, danken für dieses Interview."


Das, äh, liebe Leser, war also das Interview mit der sehr geschätzten Sängerin Agnelia von Hamsterqualle, die wir wohl nicht mehr bei uns in Hamsterhausen sehen werden. Vielleicht überlegt sie es sich aber, man weiß ja nie bei Hamstern. Inzwischen sind die Rettungsarbeiten abgeschlossen, doch wir können deutlich sehen, dass sich die Hamstische Feuerwehr und die Hamstische Polizei nicht einigen können, wer nun für die Aufräumarbeiten zuständig ist. Es kommt zu ersten Streitereien und wir können sicher sein, dass gleich eine schöne Klopperei folgen wird. Das Hamstische Reparaturteam zieht sich vorsichtshalber zurück, und neben uns steht jetzt Bauleiter Murksel, den wir sofort zu einem Interview bitten:

 

 

Was verschweigt der Bauleiter?

 

Her mit meinen        Sonnenblumenkernen!
Skandal!

Prügeleien auf dem hamstischen Marktplatz!

 


 

 

Hamsterzeitung: "Hallo, Herr Bauleiter, haben sie Zeit für ein kurzes Interview?"

Bauleiter Murksel: "Na klar, gerne, ich hab ja sonst nichts zu tun!"

Hamsterzeitung: "Bauleiter Murksel, was ist passiert, warum kloppen sich HamFe und HamPo?"

Bauleiter Murksel: "Och, das Übliche. Keiner will den Schlamassel aufräumen."

Hamsterzeitung: "Kommen wir auf das große Abenteuer zurück. Was hat ihnen am meisten gefallen, was war am aufregendsten?"

Bauleiter Murksel: "Nun, ohne etwas vorwegnehmen zu wollen, es waren die vielen aufregenden Abenteuer."

Hamsterzeitung: "Äh, und ganz besonders?"

Bauleiter Murksel: "Kann ich nicht sagen. Ich möchte nichts vorwegnehmen."

Hamsterzeitung: "Wann erfahren wir es denn endlich, wie es war?"

Bauleiter Murksel: "Der Bürgermeister wird alles in seiner Rede erzählen!"

Hamsterzeitung: "Aber der Bürgermeister liegt im Krankenhaus!"

Bauleiter Murksel: "Nicht mehr lange, er ist schon wieder auf dem Weg hierher, er kommt mit seinen Gipsverband nur nicht so schnell vorwärts. Er hat schließlich gebettelt und gebettelt, dass er es erzählen darf und wird sicher bald kommen."

Hamsterzeitung: "Können sie uns nicht eine Kleinigkeit für unsere Leser verraten, lieber Bauleiter?"

Bauleiter Murksel: "Nein, keine Chance!"

Hamsterzeitung: "Herr Bauleiter, wir danken ihnen für dieses Interview!"

 

 




Noch 'ne Klopperei! Und wo bleibt die Polizei?

Wie? Ach, so, das ist die Polizei...

 

 

Der Bauleiter verschwindet, und wir sind ein wenig ratlos, liebe Leser. Das Hamsterblatt wäre aber nicht das Hamsterblatt, wenn wir jetzt aufgeben würden. Bis der Bürgermeister angekrabbelt kommt, wird es sicherlich noch eine Weile dauern, und wir werden versuchen, einen geeigneten Interviewpartner zu bekommen. Wir haben Glück, liebe Leser, neben uns steht jetzt Hamstilidamst, dem wir eine Tüte Sonnenblumenkerne und 100 Sickel gegeben haben, damit er uns alles erzählt, was er weiß.

 

 

 


 

 

Lesen sie: das Interview mit Hamstilidamst!

 

 

 



Hamsterzeitung
: "Lieber Hamstilidamst, wir freuen uns ganz besonders, gerade sie für dieses Interview bekommen zu haben. Wie geht es ihnen?“

Hamstilidamst: (futtert ein paar Sonnenblumenkerne auf und guckt ratlos)

Hamsterzeitung: "Was hat ihnen am besten gefallen?"

Hamstilidamst: "Äh, na ja, dass ich die Sonnenblumenkerne und das Geld..."

Hamsterzeitung: "Nein, nein. lieber Hamstilidamst, wir meinen, was das Abenteuer betrifft. Wie war es denn?"

Hamstilidamst: "Na ja, kann sein, dass es spannend war."

Hamsterzeitung: "Wieso? Aber das müssen sie doch wissen, lieber Hamstilidamst!"

Hamstilidamst: "Nö, ich war ja nicht dabei..."

Hamsterzeitung: "Nicht dabei? Mist! Her mit den Sonnenblumenkernen und den 100 Sickel!"

Hamstilidamst: (verschwindet schnell mit den Sonnenblumenkernen und den 100 Sickel in der Menge)

 

Nun. liebe Leser, das war ein wenig dumm gelaufen. Trotz all dieser Schwierigkeiten jedoch wird das Hamsterblatt auch weiterhin versuchen, die Wahrheit herauszubekommen. Inzwischen können wir deutlich sehen, dass vor dem Rathaus etwas passiert. Ja, die ersten Mikrophone werden aufgebaut, und das kann nur bedeuten, dass der Bürgermeister tatsächlich auf dem Weg vom Krankenhaus hierher ist. Die Stimmung ist auf dem Siedepunkt, und alle sind neugierig und aufgeregt, nun endlich das Allerneueste zu erfahren. Fassen wir zusammen, was wir wissen. Also, einige Hamster aus Hamsterhausen waren lange verschwunden und sind vor wenigen Tagen wieder aufgetaucht. Es wird vermutet, dass sie vom letzten Abenteuer mit McShredder nicht wieder zurückgekommen waren. Natürlich war ihr Fehlen irgendwann aufgefallen, doch was sollten wir schon tun? Nun sind sie wieder da und wir sind alle gespannt, was da passiert war. Das Warten ist schier unerträglich, und wir schauen dem bunten Treiben auf dem Dom zu. Schon wieder fährt ein Krankenwagen vor, und einige stöhnende Hamster werden ins Allgemeine Krankenhaus Hamsterhausen gefahren. Jetzt sehen wir auch den Grund für ihre Verletzungen. Das Armdrücken ist gerade beendet, und Dodo hat den ersten Preis gewonnen. Das ist unsere Chance!


Kloreiniger de Luxe

 

Hamsterblatt: "Herr Dodo, herzlichen Glückwunsch zum ersten Preis!"

Dodo: "Aber das ist doch gar nicht mein erster Preis, ich habe schon viele andere gewonnen!"

Hamsterblatt: "Na, schön, lieber Dodo, haben sie Zeit für ein paar Fragen?"

Dodo: "Also, Zeit habe ich schon, aber was soll ich fragen?"

Hamsterblatt: "Nein, nein, wir wollen sie etwas fragen."

Dodo: "Ach, so, und ich habe gedacht, ich soll was fragen."

Hamsterblatt: "Wissen sie, was der Bürgermeister uns erzählen wird?"

Dodo: "Ja, ich glaube schon. Aber ich darf nichts verraten."

Hamsterblatt: "Natürlich nicht. Was ihnen denn am besten in.... äh, wo genau waren sie und die anderen Hamster?"

Dodo: "Wir waren beim letzten Abenteuer im Schloss von McShredder geblieben. Und weil die anderen schon mit diesem Zauberfläschchen fort waren, mussten wir da bleiben. Aber das darf ich nicht verraten."

Hamsterblatt: "Sie waren zusammen mit Bauleiter Murksel, dem Bürgermeister, Flecki, Goldi und einigen anderen in dem Schloss in Schottland geblieben?"

Dodo: "Ja, aber bitte erzählen sie das keinem."

Hamsterblatt: "Wir werden es bestimmt nicht weitererzählen, lieber Dodo, Ehrenwort. Nur noch eine klitzekleine, letzte Frage."

Dodo: "Aber ich weiß nicht, was ich fragen soll!"

Hamsterblatt: "Nein, nein, wir wollen etwas fragen."

Dodo: "Ach, so."

Hamsterblatt: "Was war das Aufregendste an dem Abenteuer?"

Dodo: "Hö, hö, als McShredder von McClown vermöbelt wurde, hö, hö, das war lustig."

Hamsterblatt: ""Können sie uns das etwas genauer schildern?"

Dodo: "Klar, kann ich. Aber nichts verraten. Also, da war eine Telefonzelle, in der..."

Tuffi: "Dodo! Nichts verraten!"

Dodo: "Häh?"

Tuffi: (zieht Dodo weg und verschwindet mit ihm in der Menge)

 

 

 

Exklusivbericht: wie es wirklich war!


Nun, liebe Leser, fassen wir also mal zusammen: Bauleiter Murksel, der Bürgermeister, Flecki, Goldi, Dodo, Tuffi und noch ein paar andere haben also spannende Abenteuer in Schottland erlebt. Mit dabei waren auch dieser alte Griesegram namens McShredder und sein Butler McClown. Aber, liebe Leser, das kann ja nur eines bedeuten! Oh, Moment, wir sehen gerade, dass der Bürgermeister angekrochen kommt. Ja, er hat reichlich Gips im Krankenhaus erhalten und hat viele Mühe, vorwärts zu kommen. Ein paar freundliche Hamster schleifen ihn bis zu den Mikrophonen und stellen ihn auf die Beine. Ja, er steht aufrecht und hält sich am Mikrophonständer fest! Nun geht es los, und endlich werden wir die ganze Wahrheit erfahren!

 

 

Der Bürgermeister ist endlich da!

 

Endlich!

Der Bürgermeister kommt angekrochen!

 

 

 

 

Eine kleine Verzögerung tritt ein, als er sich am Mikrophonständer verhakt und ins Stolpern kommt, schade. Wir nutzen die Zeit, um einen der vielen Touristen zu interviewen. Es handelt sich um einen Rennmauslehrer, der die weite Reise gemacht hat, um vor seinen Schülern zu flüchten.

 

Hamsterblatt: "Lieber Herr, äh..."

Rennmauslehrer: "Forkmann, Jonas Forkmann, Lehrer an der Auweia-Gesamtschule."

Hamsterblatt: "Tja, äh, Herr Forkmann, sind sie nicht etwas klein geraten für einen Lehrer?"

Rennmauslehrer: "Mag sein, aber wenn ich meine Leiter dabei habe, bin ich 3 Meter und 12 Zentimeter groß!"

Hamsterblatt: "Wieso 12 Zentimeter?“

Rennmauslehrer: "Na, 3 Meter die Leiter und 12 Zentimeter ich!"

Hamsterblatt: "Und was sagen ihre Schüler dazu?"

Rennmauslehrer: "Nix, die müssen die Schnauze halten!"

Hamsterblatt: "Aber dann lernen sie ja nichts."

Rennmauslehrer: "Tatsächlich? Ach deshalb sind die so doof."

Hamsterblatt: "Wie sieht denn ihr Unterricht aus?"

Rennmauslehrer: "Rennen, rennen, rennen!"

Hamsterblatt: "Nun, Herr Forkmann, ihr linkes Bein ist eingebunden...."

Rennmauslehrer: "Das kommt vom vielen Rennen!"

Hamsterblatt: "...und das rechte Bein ziehen sie immer nach."

Rennmauslehrer: "Das kommt auch vom vielen Laufen und Rennen. Da gehen die Gelenke kaputt."

Hamsterblatt: "Ja, aber warum rennen sie dann soviel?"

Rennmauslehrer: "Damit die Schüler mir keine Fragen stellen!"

Hamsterblatt: "Fein. Aber dann bleiben ihre Schüler ja wirklich doof!"

Rennmauslehrer: "Kann schon sein. Es sei denn, sie gehen später auf Gymnasium."

 

Das, äh, liebe verwirrte Leser, war ein kurzer Einblick in das Schulsystem der Rennmäuse.

Entsetzlich, wenn sie mich fragen. doch nun wenden wir uns wieder unserem lieben Bürgermeister zu.

Werden wir nun die ganze Wahrheit erfahren?

Trampels Rasensprenger

Der Bürgermeister schaut sich mit großen Knopfaugen um und ist begeistert von der erwartungsvollen Menge der Hamster. Er räuspert sich kurz und seine Schnurrbarthaare zittern vor Aufregung. Dann beginnt er zu reden:

 

"Liebe Hamster! Es ist mir eine besondere Ehre, hier und heute zu sprechen, und ganz besonders freue ich mich, dass ihr so zahlreich erschienen seid. Leider ist mir im Krankhaus vorhin gesagt worden, dass ich nicht so ausführlich reden darf, deshalb mache ich es ausnahmsweise kurz."

 

Jubelschrei und lautes Klatschen aus dem Publikum. Ganz Hamsterhausen ist auf den Beinen und es herrscht eine gewaltige Stimmung. Vereinzelte Böllerschüsse krachen und Raketen werden abgefeuert, doch diesmal sind HamPo und HamFe sofort da, um die Störenfriede zu verjagen.

 

"Hi, hi," fährt der Bürgermeister gackernd fort, "hi, hi."

"Oh, nein," stöhnt Flecki, "nicht schon wieder!"

 

Bevor wir, liebe Leser, Flecki fragen können, was sie damit meint, fährt der Bürgermeister fort.

 

"Als ich, hi, hi, vorhin aus dem Krankenhaus entlassen wurde, liebe hamstische Mitbürger, da erzählte mir der Doktor etwas Lustiges. Er erzählte, dass er kürzlich mit dem Flugzeug zu einem Ärztetreffen unterwegs war, als sich neben ihn eine Rennmaus setzte. Wie bei Rennmäusen üblich, benahm die sich frech und laut. Sie pöbelte herum, rülpste, riss blöde Witze und machte sich breit. Der Doktor sagte ihr dann, dass sie sich benehmen sollte, und dann hat die Rennmaus geschrien, dass sie sich von einem fetten Hamster nichts sagen ließe, und wenn er Prügel wolle, dann solle er es sagen. Da hat, hi, hi, der Doktor nur gesagt, in Ordnung, sie solle schon mal vor die Tür gehen. Die doofe Rennmaus ist dann tatsächlich vor die Tür gegangen und der Doktor hatte endlich Ruhe. Vor die Tür gegangen, liebe Hamster, hi, hi, in einem Flugzeug..."

 

McDoofDer Bürgermeister schaut lachend auf den Marktplatz doch im selben Moment vergeht ihm das Grinsen. Tausende von Hamstern starren ihn an. Niemand lacht.

"Fang endlich an und hör auf, herumzusülzen!" schreit jemand, und sofort ertönen zustimmende Rufe von allen Seiten. ein tausendfaches "Negnafna, negnafna!" schallt dem verdutzten Bürgermeister entgegen.

 

"Liebe Hamster," ruft der Bürgermeister schnell und wischt sich den Angstschweiß aus dem Gesicht. "Liebe Hamster, ich habe nun die große Ehre eine Sensation anzukündigen!"



Sofort ist es mucksmäuschenstill auf dem Marktplatz.

 

"Eine Sensation, wie es sie noch nie in Hamsterhausen gegeben hat, liebe Hamsterfreunde. Jetzt folgt etwas, was es noch nie auf der Welt gegeben hat. Hiermit kündige ich das Erscheinen eines neuen Buches über uns Hamster an! Es wurde in den letzten Monaten geschrieben und berichtet über unsere neuesten Abenteuer. Das Buch heißt 'Die Rückkehr'. Ich habe nun die besondere Ehre, das erste Kapitel dieses neuen Buches exklusiv vorzulesen."

Der Bürgermeister räuspert sich noch einmal, während ganz Hamsterhausen gespannt auf ihn starrt. Das 4. Buch ist fertig, liebe Leser! Doch hören wir nun zu, wie uns der Bürgermeister das allererste Kapitel vorlesen wird.

"Liebe Hamsterfreunde und Hamsterfreundinnen, ich lese nun das erste Kapitel vor. Das erste Kapitel trägt die Überschrift 'Heimweh'."

Der Bürgermeister räusperte sich noch einmal, holte tief Luft und beginnt zu lesen.

"Es war Mittagszeit auf dem abgelegenen Landhaus irgendwo im fernen Spanien. Die hoch am spanischen Himmel stehende Sonne brannte unbarmherzig auf Mensch und Tier. Eine bleierne Schwere lag in der Luft. In der Ferne zogen ein paar Vögel ihre Kreise, und hin und wieder war in der Ferne der stotternde Motor eines Treckers zu hören.

Es war ein friedliches Bild, das sich dem Betrachter bot, doch plötzlich wurde der Frieden von einer lauten Stimme zerrissen. Es war eine Stimme die klang, als wenn ein Reibeisen über raues Metall gezogen würde.

"McClown, sie nichtsnutziger Kerl, wo treiben sie sich wieder herum?"

Das Einzige, was ihm antwortete, war das Tuckern des Treckers in der Ferne.

"MCCLOWN!" brüllte der alte Lord, und seine Stimme überschlug sich.

In der Ferne verstarb das Geräusch des tuckernden Motors. Nach wenigen Minuten war ein kleiner Punkt am Horizont zu sehen, der sich, umgeben von einer Staubwolke, mit rasender Geschwindigkeit näherte.

"Ging das nicht etwas schneller, McClown?" krächzte Lord McShredder und sah seinen Butler vorwurfsvoll an.


"Nun, Sir, ich, äh..."

Der Butler wurde von einem Hustenanfall unterbrochen und stütze sich auf den Zaun, der das Landhaus umgab. Schweiß lief ihm über die Stirn, und er rang nach seinem schnellen Lauf durch die Mittagshitze nach Luft.

"Sie sind völlig außer Form, McClown," fuhr der Lord fort. "Schauen sie doch bloß mal in den Spiegel! Als wir aus Schottland weg fuhren, waren sie schlank. Und nun? Sie sind fett und bequem geworden, McClown!"

"Sir," entgegnete empört der Butler, "als wir Schottland verließen, hatte ich seit Wochen nichts mehr gegessen!

"Häh?" rief McShredder empört. "Sie waren beim Schrott gießen und haben Knochen gefressen?"


McClowns Gesicht lief rot an.

"Sir," brüllte er, "nachdem ich die Hamster aus Hamsterhausen entführt hatte, war ich total abgemagert und halb verhungert!"

"Halb verhungert?" krähte McShredder. "Da sieht man es doch wieder, sie denken nur ans Essen. Meine Leiden interessieren sie doch überhaupt nicht, sie undankbarer Kerl!"

Er hatte zwar einiges unter seinem Lord zu leiden, doch Frido McClown war ein Butler durch und durch und die Bedürfnisse seines Herren gingen ihm über alles. Sein Herr litt? McClown sah den alten Lord entsetzt an und fragte:

"Sir, welcher Art ist ihr Leiden?"

"Der Bart soll bleiben? McClown, sie reden irre. Die verdammte Sonne bekommt ihnen nicht, sehen sie sich doch einmal an, sie haben einen Kopf wie eine Tomate und sind total verschwitzt!"

"Aber Sir, ich habe den ganzen Tag mit dem Trecker den Acker gepflügt!"

"Was?" krähte der Lord entrüstet, "Sie haben den ganzen Tag Gekecker und Gegacker geübt? Mensch, McClown, sie sind ja nur noch ein Schatten ihrer selbst. Fett und fertig sozusagen!"


Der Butler Frido McClown verdrehte seine Augen im Kopf und stöhnte. Die Schwerhörigkeit seiner Lordschaft hatte im fernen Spanien eher noch zugenommen. Wenigstens war sein Rheuma verschwunden, denn das war ja auch ein Grund dafür gewesen, dass sie Schottland verlassen hatten. Der andere Grund war bekanntlich ja der, dass das alte Schloss nach einer Gasexplosion nicht mehr so richtig bewohnbar gewesen war.


McClown dachte an seine kleinen Freunde, die Hamster. Er seufzte wieder und dachte mit Wehmut an all die Abenteuer, die er mit den kleinen Pelzträgern erlebt hatte. Ob sich die kleinen, niedlichen Tierchen noch an ihn erinnern würden? Ob sie noch an ihre Landung bei Strathy Point oder an die Übernachtung in den Smoo Caves dachten? Wieder seufzte McClown laut und bemerkte nicht, dass der alte Lord ihn beobachtete.


"Mein lieber McClown", riss ihn plötzlich eine bekannte Stimme aus seinen Träumen, "wissen sie, was ihnen fehlt? Sie haben Heimweh!"

Der Butler wusste nicht, was er sagen sollte und außer einem Stammeln brachte er nichts Intelligentes hervor.

"Und wissen sie was, McClown?" sagte Lord McShredder und richtete sich in seinem neuen Rollstuhl auf.


"Auch ich habe Heimweh."


Frido McClown
Lord und Butler standen nebeneinander und schauten auf den Horizont. Der Butler dachte an die Hamster, während der Lord sich nachdenklich in seinem Rollstuhl zurücklehnte. Übrigens benötigte er diesen Rollstuhl nicht wirklich, doch er fand es recht praktisch, seine täglichen Fahrten damit zu erledigen. Tatsächlich jedoch bestanden diese täglichen Fahrten darin, dass er dreimal am Tag zum Esstisch fuhr und ebenso oft auf Klo. Gemächlich zündete McShredder seine Pfeife an, blies den Rauch in die Hitze der Mittagssonne und sprach:

 

 

"Wissen sie was, mein lieber McClown? Ich habe es satt. Sonne, Sonne und noch mal Sonne. Ich kann sie nicht mehr sehen, ich will Regen! Tagelang Regen, ich will mit meinem Rollstuhl vom Craig Farr oder von mir aus auch von jedem anderen Berg im strömenden Regen heruntergespült werden. Berge! Wo sind die Berge und Täler, die Bens und Glens, wo die Flüsse und Lochs? Nichts gibt es hier. Nur Sonne und Langeweile."

McClown nickte. Die Idee, dass der Lord samt seinem Rollstuhl von einem Berg heruntergespült werden würde, gefiel ihm ausgesprochen gut. Das einzig Unangenehme an der Idee war nur, dass er, Frido McClown, vorher den Lord in seinem Rollstuhl erst einmal den ganzen Berg hinaufschieben musste. Aber dann, ja dann würde er den alten Sack mit Freuden nach unten befördern.

"Ja, Sir, das ist eine sehr gute Idee!" rief er.

"Nicht wahr, McClown! Also sehen sie zu, dass sie die Sachen packen, ein Schiff besorgen, ein paar Brote schmieren, das Landhaus verkaufen und dann ab. In einer Stunde fahren wir!"

Kopfschüttelnd macht sich Frido McClown an die Arbeit."

 

 

Nach dieser Rede, der längsten Rede seines Lebens, legte sich der Bürgermeister erschöpft auf den Boden. Er genoss den tausendfachen Beifall der Hamster.


Die ersten Rufe nach einer Zugabe wurden lauter und lauter, und so stellte sich der Bürgermeister noch einmal vor das Mikrophon und sprach: "Geduld, liebe Freunde. Es warten noch viele Kapitel auf uns, doch wir müssen uns bis zu den hamstischen Schulferien gedulden. Dann erhält jeder Hamster eine frisch gedruckte Ausgabe."


Hier auf dem Marktplatz von Hamsterhausen, liebe Leser, spielen sich nun unbeschreibliche Szenen ab. Laute Jubelschreie und das Knallen von Feuerwerkskörpern erfüllen die Luft.

Wir von der Hamsterzeitung, liebe Leser, haben natürlich sofort nachgeschaut, wann die hamstischen Schulferien beginnen. Es ist am kommenden Sonnabend soweit. Also, bis dann und viel Spaß beim Lesen!

 

 


Sportnachrichten aus Hamsterhausen – neuer Hochsprungrekord!

 


 

Ein neuer Hochsprungrekord wurde letzte Woche aufgestellt als Trampel nach 2 Stunden endlich Futter gefunden hatte:


 


Sensationell dieser Sprung!



Leider ist er danach mit dem Apfel abgestürzt und liegt nun im Krankenhaus.
Na dann: Gute Besserung, lieber Trampel!

 


 

Diebe
Diebe in Hamsterhausen!

 

Warnschilder schützen:

 

Warnschild 1

  schild 2

 

 

Sonstiges

 

 

Hamsterhausen.de

 

 

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