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Kapitel 05

Aufruhr - Streik



"Das lass ich nicht mit mir machen, Herr Bürgermeister, ich bin doch kein Hanswurst!"


"Der Bauleiter hat Recht, das ist eine Riesensauerei!" fauchten Tati und Teeblättchen.


"Ohne uns! Das verstößt gegen unsere Hamsterehre!"


"Honk, honk!" stimmte Dodo Flecki zu.


"Wir nehmen seine Bude auseinander", grölte Goldi und stupste Trampel an, um ihn zu irgendwelchen übereilten Aktionen zu ermutigen.


"Soll der doch mit seiner Tussi den Kram selber machen!" kreischte Tuffi, während der Bürgermeister hinter seinem Schreibtisch immer kleiner zu werden schien.


In diesem Moment klopfte es laut und ungeduldig an der Tür, doch in dem allgemeinen Tumult schien es außer dem Bürgermeister niemand wahrzunehmen. Da ihm die Kraft fehlte, 'herein' oder irgendetwas Sinnvolles zu sagen, öffnete sich nach einer Weile die Tür und der Kopf des Oberbuchhalters wurde sichtbar. Sofort erstarb der Lärm im Zimmer, weniger aus Respekt vor dem Oberbuchhalter, sonder eher aus Neugier, welche Neuigkeiten und womöglich Katastrophen es nun wieder gab.


"Herr Bürgermeister", begann er unaufgefordert zu schimpfen, "dieser ständige Lärm ist für meine Leute einfach nicht mehr tragbar! Bitte sorgen sie dafür, dass dieses Geschrei und dieses Geschimpfe endlich aufhört. Im Übrigen brauche ich dringen Verstärkung, da meine Mannschaft durch die ständigen Unfälle im Treppenhaus arg dezimiert ist!"


Der Bürgermeister schaute den Oberbuchhalter ratlos an und zuckte mit den Schultern.


"Wie Sie wissen, befanden sich in den 23 Abteilungen in diesem Gebäude einmal 119 Mitarbeiter. 3/4 der Mitarbeiter befinden sich im Krankenhaus, von dem restlichen Viertel ist die Hälfte wegen totaler Erschöpfung nach Hause geschickt worden. Von der anderen Hälfte des restlichen Viertels soll ich Ihnen bestellen, dass mit sofortiger Wirkung ein Streik ausgerufen wird, wenn sich die Situation nicht augenblicklich bessert."


"Öhm, tja... und was habe ich damit zu tun?" fragte der Bürgermeister gelangweilt und schaute aus dem Fenster.


"Besorgen Sie mir neue Leute, Aushilfen oder so!" rief der Oberbuchhalter.


"Tja, äh, neue Leute", wiederholte der Bürgermeister, "wissen Sie was, Sie Dingshalter? Stopfen Sie sich die Hälfte vom letzten Viertel dahin wo die Sonne Hamsterhausens nie hinkommt! Hier geht es um höhere Dingse, äh, Dinge um die ich mich sozusagen...."


Mit einem heiseren Aufschrei stürmte Oberbuchhalter Knolle wieder Richtung Tür, stolperte jedoch über Robbe Dodo und landete am Türpfosten. Stöhnend erhob er sich, deutete auf den Bürgermeister und keuchte: "Streik, lieber Herr Bürgermeister, ab sofort werden wir streiken! Wenn sich die Sachlage jedoch bessert", schränkte er ein und trat einen Schritt vor, stolperte erneut über Robbe Dodo, taumelte auf den Schreibtisch des Bürgermeisters zu und zog sich mühsam an der Tischkante wieder hoch, "wenn sich die Sachlage jedoch bessert, werden wir unseren Streik beenden. Es liegt bei Ihnen, Herr Bürgermeister!"


Als höflicher Beamter verbeugte er sich noch einmal vor dem Bürgermeister und entfernte sich rückwärts Richtung Tür.


"Dodo, würde es dir etwas ausmachen, den Platz vor der Tür endlich einmal zu räumen?" fauchte Bauleiter Murksel, nachdem der Oberbuchhalter rückwärts zur Tür hinausgestolpert war, und seine Schreie beim Hinunterrollen über die Stufen des Treppenhauses allmählich leiser wurden und verhallten.


"Was hat er denn mit Streik gemeint?" wunderte sich Finchen und warf einen verächtlichen Blick auf den Bürgermeister, der zusammengesackt auf seinem Stuhl saß und versuchte, seinen Kopf in den Schreibtisch zu vergraben.


"Dass er seinen Krempel selbst machen kann!" brüllte Murksel. "Ich habe es satt, mich hier zum Affen zu machen, nicht mit mir - ich streike auch!"


"Heißt das, dass wir jetzt Urlaub haben, Chef?" fragte Tuffi hoffnungsvoll. "Ich meine, so ein paar Tage an die See..."


"Das kannst du getrost vergessen", knurrte Murksel. "Streik bedeutet nicht Urlaub, sondern Streik bedeutet, dass wir weiterhin zur Arbeit erscheinen werden, aber nichts machen."


"Also, dass ist für mich nichts Neues, ich meine, dann brauche ich meinen Arbeitsstil nicht sonderlich zu verändern..."


Flecki drehte sich empört zu Goldi um. "Das war wir schon lange klar. Hast denn überhaupt keine besonderen Fähigkeiten, Goldi?"


"Doch, ich kann 'Alle meine Entchen' furzen!"


Während sich Flecki über gewisse Hamster aufregte, die keinerlei Anstand und Benehmen besaßen, versuchte der Bürgermeister verzweifelt, den Bauleiter umzustimmen, jedoch zwecklos. Nach einigen fruchtlosen Brüllereien drehte sich der Bauleiter mit hochrotem Kopf um.


"Kommt Leute, wir gehen! Mit dieser Bürgermeisterpfeife sind wir fertig!"


Während der Bürgermeister sich fluchend vom Boden erhob, auf den er während der Diskussion mit seinem Stuhl gekippt war, kam Bauleiter Murksel ins Stolpern und verließ den Raum mit einem ängstlichen Aufschrei. Dann war das Geräusch eines schweren Hamsterkörpers, der die Treppe hinunterfiel zu hören. Gebannt starrte alles zur Tür, als nach wenigen Minuten der leicht verbeulte Bauleiter wieder zur Tür hereingehumpelt kam.


"Und wenn diese sch...., diese verdammte Robbe nicht gleich macht, dass sie verschwindet und in irgendeinen Tümpel zieht, dann werde ich einen Robbenpelzhandel aufmachen!"


"Honk?"


"Sieh zu, dass du wieder normal wirst, sonst wirst du definitiv für Sonderaufgaben in der Kanalisation Hamsterhausens eingesetzt!"


Mit einem erneuten 'Honk' verschwand Robbe Dodo im Treppenhaus.


"Wo mag das arme Tier - ich meine Dodo - nun hingehen?" fragte Emmi und stupste Goldi an. "Wollen wir nicht hinterhergehen und nachsehen? Vielleicht können wir ihm helfen."


"Besser nicht", entgegnete Goldi, "man sollte Tiere in ihrer natürlichen Umgebung belassen..." – Emmi nickte.


Gemeinsam trabte die Hamstertruppe nun hinter Bauleiter Murksel her, und sie balancierten schweigend die Stufen des Rathauses hinab. An der Eingangstür halfen sie Oberbuchhalter Knolle wieder auf die Pfoten. Nachdem Tuffi and Flecki ihn von den Splittern der großen Scheibe der Eingangstür befreit hatten, trat der Oberbuchhalter taumelnd seinen Weg zurück in sein Büro an.


"Können wir jetzt nach Hause gehen, Chef?" fragte Tuffi hoffnungsvoll.


"Ich schreibe dir das gerne auf, Tuffi", knurrte Murksel, "du gehst nach Hause, wenn Feierabend ist. Bis dahin streiken wir. Dieser Oberbuchfuzzie Knolle wird nämlich dasselbe machen; Däumchen drehen bis Feierabend, genau wie seine Leute."


Genauso geschah es auch und im Rathaus saß ein schwitzender Bürgermeister, der nach einigen Stunden feststellen musste, dass nichts, aber auch gar nichts in seiner Stadt mehr funktionierte. Sogar die HAMPO war dem Streik beigetreten und zum Entsetzen so mancher Hamsterhausener Bürger gab es nun niemanden mehr, der für Recht und Ordnung sorgte. Besonders Besorgnis erregend waren verschiedene Berichte von Streifenpolizisten, die ihre Streife in den Kneipen Hamsterhausens fortsetzten und sich sogar mit Saufbrüdern und Randalieren verbündet hatten, als die Nacht anbrach. Grölende Horden von betrunkenen Polizisten machten nun die Stadt unsicher, während einige zwielichtige Typen diesen rechtsfreien Raum nun ausnutzten und shoppen gingen. Dass die Geschäfte alle geschlossen waren, interessierte nun niemanden mehr, und wer noch neue Klamotten oder einen schönen, neuen Breitbild-Fernseher brauchte, bediente sich einfach. Damit ist übrigens auch die Frage beantwortet, warum alle Hamsterhausener Polizisten so schmuckvoll ausgestattete Wohnungen besitzen.


Lediglich die HAMFE ging nach wie von ihrem Dienst nach und war jedes Mal vor Ort, wenn irgendwo ein Brand ausgebrochen war. Allerdings wurde aus Solidarität mit der streikenden Mehrheit Hamsterhausens auf den Einsatz von Wasser verzichtet, sozusagen als symbolische Unterstützung der Streikenden. Auf persönliche Intervention des Bürgermeisters hin nahmen die Hamstischen Stromwerke ihren Betrieb wieder auf, nachdem ihnen eine Verdoppelung des Gehaltes zugesagt wurde.


"Es ist eine Schande, was aus unserem schönen Hamsterhausen geworden ist", fauchte Flecki, als sich das Reparaturteam an der gewohnten Baustelle traf.


"Diese unvorstellbare Gier", fauchte Tuffi, "ich habe gesehen wie zwei Hamster ein Geschäft beraubt haben und die Polizei so betrunken war, dass sie nicht mehr eingreifen konnte!"


"Wirklich unvorstellbar", knurrte Goldi, "es gilt nur noch das Recht des Stärkeren! Es ist ein Skandal! Nur weil dieser Brutalohamster größer und stärker war als ich hat er mir im Computershop doch tatsächlich das letzte Spiel von 'Die Hamster IV' vor der Nase geklaut..."


"Wo ist eigentlich Trampel geblieben?"


"Tja, wo steckt der denn?" bekräftigte der Bauleiter Finchens Frage.


"Die Treppe ist er jedenfalls nicht mit uns hinuntergegangen, also muss er den Fahrstuhl genommen haben. Ah, da kommt er ja!" rief Flecki und deutete auf eine humpelnde Gestalt, die sich langsam näherte. Wenige Minuten später stand Trampel vor ihnen; er sah erbärmlich und mitgenommen aus.


"Sag mal, hatte Trampel schon immer blaue Augen?" flüsterte Tati seinem Bruder Teeblättchen zu.


"Nö, eigentlich nicht. Und so dicke Lippen hat er sonst auch nicht."


"Was'n mit dir los?" stellte Murksel die Frage, die alle beschäftigte. "Ist der Fahrstuhl mit dir abgestürzt?"


Trampel schüttelte langsam den Kopf und hielt ihn sich mit einer Pfote, offensichtlich hatte er heftige Kopfschmerzen.


"Ich wollte doch nur einen kleinen Spaß machen", schluchzte er. "Als ich unten mit dem Fahrstuhl ankam, wart ihr noch nicht da, nur dieser Oberbuchhalter lag da rum. Also bin ich wieder rauf und runter gefahren. Als ich gerade wieder losfahren wollte, kamen zwei recht kräftige Hamster und versuchten einzusteigen. Sie rannten aber gegen die Fahrstuhltür, und ich habe laut gelacht, als ich wieder nach oben fuhr. Die waren natürlich sauer und sind über die Treppe hinterhergerannt. Im obersten Stock habe ich dann gewartet, bis sie keuchend die Treppe hoch kamen. Dann habe ich den Knopf nach unten gedrückt und noch einmal 'Bäh, bäh, bäh' gemacht, als die Fahrstuhltür gerade schließen wollte."


"Und?" fragte Goldi. "Was hast du dieses Mal vermasselt?"


Trampel schluchzte laut, dann fuhr er fort: "Als ich ein letztes Mal 'Bäh, bäh, bäh' machte, waren die nur noch wenige Schritte entfernt und dann...." Trampel schluchzte erneut. "Dann habe ich mich zu weit vorgebeugt und bin mit dem Kopf in die Lichtschranke des Fahrstuhls gekommen und die Tür öffnete sich wieder. Dann sind die beiden doch noch eingestiegen und die Fahrt nach unten kam mir sehr lang vor...."


"Sollen wir dich zu einem Arzt bringen?" fragte Emmi mitfühlend.


"Vergiss es", knurrte Flecki, "die sind alle zu einer Streikkundgebung auf dem Golfplatz... Wie soll das bloß alles weitergehen..."


Das fragte sich in der Tat der Bürgermeister ebenfalls. Im Rathaus arbeitete niemand mehr, einmal abgesehen von ihm. Sein Blick fiel auf den Stapel der Bewerbungen und seine Miene erhellte sich. 'Dynamisch aber leider ohne Ausbildung' las er da. 'Brauche Kohle für meinen Urlaub', 'Manager-Typ ohne Erfahrung' und 'Habe das Faulenzen im Moment satt'. Der Bürgermeister warf einen Blick auf den Rathausplatz und sah Murksel und das Reparaturteam diskutieren, dann seufzte er tief, schloss die Augen, zog mehrere Bewerbungen aus dem Stapel und legte sie vor sich hin. Dann nahm er sich die Bewerbungen vor, tätigte ein paar Anrufe mit den Bewerbern, lehnte sich zufrieden zurück und hielt ein kleines Nickerchen.


Lautes Lachen weckte den großen Hamster. Er schüttelte sein nasses Fell und sah sich um. Wieso lag er am Rande des Dorfteiches und wieso standen so viele Leute um ihn herum und hielten sich die Bäuche vor Lachen? Dodo versuchte die Böschung hinaufzuklettern, rutschte ab und landete wieder im Dorfteich. Nach mehreren Versuchen gelang es ihm, wieder festen, trockenen Boden unter die Pfoten zu bekommen und machte, dass er verschwand. Gelächter und 'Honk-honk'-Rufe begleiteten ihn. Sein erster Weg führte ins Rathaus, wo er den Bürgermeister schlafend vorfand. Noch während der große Hamster die Treppen des Gebäudes wieder hinunterging, fielen ihm mehrere merkwürdige Gestalten auf, die ihm entgegenkamen. Unter lautem Jubel seiner Freunde erreichte der große Hamster schließlich die vertraute Baustelle.


"Öhm, ja, also ihr seid Dampf und Backe, sehr schön sozusagen..."


"Dumpf, Herr Bürgermeister, ich heiße Dumpf und mein Kumpel Backe!"


"Dumpf und Backe", notierte der Bürgermeister und blickte anschließend auf den Organisationsplan. "Ihr, öhm, werdet die Leitung des Ordnungsamtes übernehmen und für Sicherheit und Ordnung sorgen! Und du?"


Die angesprochene Hamsterdame glotzte nur und nachdem der Bürgermeister seine Frage wiederholt hatte, antwortete sie langsam: "Also, ich kann tippen, aber eines sage ich Ihnen gleich, meine Mittagspausen halte ich ein und Überstunden - nicht mit mir! Und überhaupt, hetzen lasse ich mich nicht..."


So ging es eine Weile, und nach und nach füllte sich das Rathaus mit mehr oder weniger willigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Dann klopfte es erneut and der Tür.


"Mpfffff..." knurrte der Bürgermeister, der sich nach diesen harten Bewerbungsgesprächen zu einem kleinen Nickerchen niederlegen wollte.


"Onkel!"


"Pu... Pu... Puttchen!" krächzte der Angesprochene und starrte auf eine kleine Hamsterdame in einem geblümten Kleid. Die lilafarbene Schleife an ihrem linken Ohr war viel zu groß und ihre roten Sandalen passten irgendwie nicht zum Kleid. Dem Bürgermeister fiel das aber ohnehin nicht auf, denn schließlich fiel Mode nicht in seinen Kompetenzbereich.


Die kleine Hamsterdame trat ein und sah sich um. Dann hob sie ihre Pfoten und schloss die Augen, öffnete sie langsam wieder in schüttelte den Kopf, wobei ihre lilafarbene Schleife herunterfiel. Sie hob sie wieder auf und befestigte sie, dann sprach sie: "Du siehst müde aus und das hat seinen Grund, so wie alles seinen Grund hat in diesem Universum. Siehst du es denn nicht, Onkel? Fällt dir nichts auf? Merkst du nicht, was hier falsch ist?"


"Öhm... kein Futter?"


"Onkel! Futter ist sekundär, Leben ist primär, Symmetrie, sympathische Ambivalenz! Du musst dein Leben neu gestalten! "


Puttchen begann, die Stühle im Raum umzustellen, dann bat sie den Bürgermeister, ihr beim Verschieben des Schreibtisches und beim Umstellen der Zimmerpflanzen zu helfen. Nach einer Weile betrachtete sie kritisch ihr Werk und sagte: "Fertig! Nun wird sich dein Leben von Grund auf ändern!"


Etwas umständlich versuchte der Bürgermeister zwischen zwei riesigen Topfpflanzen Platz zu nehmen, doch sein geliebter Sessel stand nun leider neben der Eingangstür, so dass er sich auf den Rand des Topfes einer Yucca-Palme setzte. Es war unbequem, und als er die Palme beiseite rücken wollte, um wieder Platz für seinen Sessel zu schaffen, kreischte seine Nichte: "Nicht! Wenn dir die Reinheit deiner Seele wichtig ist, dann lass es, wie es ist!"


Achselzuckend ließ sich der Bürgermeister wieder auf dem Rand des Topfes nieder und sah zu, wie Puttchen den Organisationsplan studierte. Dann verschwand sie, um ihre Arbeit in diesem Hause aufzunehmen, während der Bürgermeister erschöpft seine Augen schloss, sich langsam nach hinten lehnte und nach und nach im Gestrüpp zwischen Yucca-Palme und einer Hibiskus verschwand.


Während Dumpf und Backe sowie die restlichen neuen Mitarbeiter des Gebäudes nun lernten, dass die Grundvorrausetzung für effektives Arbeiten ein kongruentes Verhältnis zur Umwelt war, beratschlagten die Reparaturhamster was zu tun sei, um wieder Ordnung in Hamsterhausen herzustellen. Während Murksel für eine Verschärfung des Streikes war, forderten Flecki und Emmi ein Ende desselben.


"Wir sind doch alle Brüder und Schwestern. Wir müssen aufeinander zugehen und einander lieb haben!" rief Emmy. Als sie sich umdrehte und sich wieder hinsetzten wollte, wäre sie fast über Goldi gestolpert, der am Boden lag und einen Fressburger nach dem anderen verschlang. "Wenn ich es mir genau überlege, dann vergesst bitte meinen letzten Satz, ja?"


"Wir sind doch keine Hamster-Hübies, die alles mit sich machen lassen", knurrte der Bauleiter. "Das müssen wir klarstellen! Am liebsten würde ich denen die Hütte ein wenig geraderücken und ihnen Feuer unterm Fell machen."


"Ein wohl fundierter, überlegter Plan", stimmte Goldi kauend zu.


"Ja, ganz toll und dann?" fauchte Flecki


"Dann sind sie platt..." grunzte Goldi.


"Und dann, was dann?" ließ Flecki nicht locker.


"Na ja, dann machen wir sie noch platter."


"Also, das ist ja so was von hohl, gibt es denn keinen anderen Weg?" protestierte Finchen.

"Am besten, Leute", knurrte Bauleiter Murksel, "warten wir erst mal ab und sind wachsam.