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Das Projekt Pleasure Dome-  Buch 5

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Kapitel 1

Hamstermarkt in Hamsterhausen



Es war ein warmer Frühlingstag in Hamsterhausen. Die Bewohner dieser kleinen Stadt gingen ihren Tätigkeiten mehr oder weniger nach, und es herrschte ausnahmsweise eine friedliche Stimmung. Die meisten Straßen waren recht leer, denn an diesem Tag fand auf dem Rathausplatz ein Markt statt. Der Bürgermeister war persönlich gekommen und tippelte von einem Stand zum anderen. Mal unterhielt er sich freundlich mit den jeweiligen Verkäufern, mal befummelte er neugierig die Waren, worauf er das eine und andere Mal etwas auf die Pfoten bekam. Vor einem Stand mit der Aufschrift "Fleckis und Sasies Viktualienmarkt" bliebt der Bürgermeister neugierig stehen.

"Was 'n das?" fragte er freundlich lächelnd. "Kann man das essen?"

Flecki glotzte ihn entgeistert an.
"Das sind Stick- und Strickwaren. Heute haben wir auch ein paar schöne Lametta-Knoten, die machen sich besonders gut im Wohnzimmer, nur 5 Sickel!"

Der Bürgermeister lächelte verlegen, drehte sich um und ging zu einem Stand mit der Aufschrift "Trampels Fressbude", um sich ein wenig zu stärken.

"Toidi",1 schimpfte Flecki, und ihre Schwester Sasie nickte zustimmend.

Der Bürgermeister tat, als beträfe ihn das nicht und biss herzhaft in einen der saftigen Hamburger, nachdem er Trampel 10 Sickel dafür gegeben hatte.

"Total ungesunde Ernährung", grölte Flecki und deutete auf den Bürgermeister. "Mit solch einer Wampe wie der würde ich mich schämen!"

In diesem Moment ging Goldi, nichts ahnend von dieser Diskussion, an dem Stand vorbei und betrachtete neugierig die Lametta-Knoten.

"Und für dich gilt das Gleiche!" hörte er Flecki brüllen und sah sie total erstaunt an.

"Das Gleiche was?" fragte Goldi und griff nach den Lametta-Knoten.

Es klatschte laut, als Fleckis Hand die von Goldi traf.

"Finger weg!" rief Flecki. "Erst bezahlen, dann kannst du an den Knoten von mir aus herumfummeln und sie kaputt machen."

"Was kostet das Lametta-Zeug denn?" fragte Goldi und nahm eine Stickdecke in die Pfote.

"8 Sickel, weil du es bist", antwortete Flecki und riss ihm die Stickdecke aus der Pfote. "Aber was willst ausgerechnet du mit Lametta?"

'"Naja", druckste Goldi verlegen, "man kann schöne Kugeln daraus machen und als Kanonenfutter nehmen. Die fliegen ganz schön weit."

"Du, du, du...." Flecki war kurz davor, über den Ladentisch zu springen und sich auf Goldi zu stürzen. "Raus! Verschwinde!"

"Aber ich bin doch draußen, und...."

Als Flecki Anstalten machte, über den Ladentisch zu klettern, sah Goldi zu, dass er weiterkam.

"Männer!" fauchte Flecki. "Die lungern nur herum und denken ans Fressen. Schau dich doch mal um, Sasie! Überall Fressbuden und sonst nichts! Das soll ein Hamstermarkt sein?"

"Immerhin versuchen sie schon seit Stunden, das Riesenrad aufzubauen", antwortete Sasie und zeigte auf die Gruppe der Reparaturhamster, die unter Leitung von Bauleiter Murksel versuchten, das Riesenrad in die Verankerung zu schieben.

In der Tat war das geplante Riesenrad die einzige Attraktion, die Hamsterhausen auf dem jährlichen Hamstermarkt zu bieten hatte. Oder besser gesagt: wäre es gewesen, wenn es gelungen wäre, das Teil aufzustellen. Nachdem der Technische Hamstische Überwachungsverein (THÜV) das Projekt genehmigt hatte, waren nunmehr seit Tagen die Hamstische Feuerwehr, die Hamstische Polizei und die Bauleitung unter Führung von Bauleiter Murksel damit beschäftigt, das Riesenrad in der Mitte des Marktplatzes aufzustellen. Nach vielen Fehlversuchen kamen die Hamster auf die Idee, es doch mal mit einem großen Kran zu versuchen. Zu diesem Zweck musste leider die Hälfte der Marktbuden wieder abgebaut werden, damit ein Kran herangefahren werden konnte. Es dauerte Stunden, bis HAMFE1 und HAMPO2 die aufgebrachten Budenbesitzer beruhigen konnten. Nach zahlreichen Verletzungen und Verhaftungen stand der Kran nun dicht an dem Riesenrad, das noch immer platt neben den riesigen Halterungen lag.  Während hektisch alle Buden um den Bauplatz wieder aufgebaut wurden, war der Leiter des Bauamtes, nämlich Purzel, damit beschäftigt, mit einem Maßband den Mindestabstand festzustellen.

"Leider befinden sich sämtliche Buden innerhalb des notwendigen Abstandes von 3,50 Metern. Alle Buden müssen mindestens einen Meter zurück!"

Da alle Buden dicht an dicht standen, war das natürlich nicht ohne weiteres zu bewerkstelligen. Es kam zu Tumulten und Aufruhr, als es hieß, alle Buden sollten wieder abgebaut werden. Nach einer Stunde hatte die HAMPO den Aufruhr beendet, allerdings wurden bei den Kloppereien die Hälfte aller Buden zerstört.

"Auch nicht schlecht", meinte Bauleiter Murksel, "jetzt stimmt der Sicherheitsabstand wenigstens."

Der Bauleiter persönlich stieg nun auf den Kran, und tatsächlich gelang es ihm im ersten Versuch, das Riesenrad an einem Haken in die Höhe zu ziehen. Fast wäre es gelungen, das Rad in die dafür vorgesehenen Halterungen zu hieven, doch leider geriet die ganze Sache in Schieflage, das Riesenrad löste sich vom Haken des Krans und fiel krachend auf den Boden. Dabei wurden wieder etliche Buden platt gemacht.

"Äh, da es nun keinerlei Probleme mit den Sicherheitsabständen gibt, werde ich wohl nicht mehr gebraucht", rief der technische Leiter Purzel und verschwand.

"Tuffi, mach den Haken wieder fest, wir versuchen es noch einmal!" brüllte Bauleiter Murksel von seinem Kran herunter, und der kleine Reparaturhamster beeilte sich hektisch, diesen Auftrag auszuführen.

"Alles klar, Chef", rief Tuffi, "der Haken ist befestigt!"

Zufrieden nickte der Bauleiter und legte den Hebel für den Zugmotor auf "volle Kraft" um. Ein lautes Knirschen und Rumpeln folgte, und ein Aufschrei aus der Richtung der Hamstischen Feuerwehrtruppe war zu hören. Dann ging alles blitzschnell: ein großer Feuerwehrwagen erhob sich in die Luft, das Seil des Krans riss mit einem lauten Knall und der Feuerwehrwagen fiel krachend zu Boden.

"Tuffi, du Idiot, du hast den Haken falsch befestigt! Noch so eine Schlampigkeit, und du bist wieder ein Reparaturhamster 3. Klasse!"

Während nun auf dieser Seite des Marktes heftige Diskussionen begannen, wuchs die Nervosität der Besitzer der verbleibenden Marktbuden. Flecki und Sasie sahen mit großen Augen aus sicherer Entfernung zu, wie die Reparaturhamster das gerissene Seil des Krans flickten. Dasie, die gerade eine neue Patchworkdecke an "Fleckis und Sasies Viktualienmarkt"  bewunderte, sagte mit zitternder Stimme:

"Da haben wir ja noch einmal Glück gehabt. Wenigstens ist den Buden auf dieser Seite nichts passiert."

"Abwarten", knurrte Flecki, "die sind ja noch nicht fertig."

Tatsächlich sah es so aus, als wenn Bauleiter Murksel es noch einmal versuchen würde. Dieses Mal befestigte Tuffi den Haken auch wirklich am Riesenrad und gab Murksel ein Zeichen. Ganz langsam ließ der Bauleiter nun den Motor kommen, und staunend sahen alle zu, wie das Riesenrad majestätisch in die Höhe glitt. Vorsichtig wurde es in die Richtung der Halterung rangiert und ebenso vorsichtig in die dafür vorgesehenen Aufhängungen hinab gelassen. Der Knoten, mit dem das Seil geflickt worden war, zog sich enger und enger zusammen. Bauleiter Murksel sah das, und schwitzend beeilte er sich, das Rad herunterzulassen, um die ganz Sache zu beenden. Fast hatte er es geschafft, doch das Rad hing nun neben den Halterungen. Der Bauleiter wurde nervöser, und hektisch zog er die ganze Sache ein Stück höher. Leider zu heftig, denn durch den starken Druck wurde der Knoten zusammengezogen, und weil er zu kurz gebunden war, fielen Riesenrad und Haken im freien Fall auf die Halterungen und von dort aus auf den Marktplatz.

Bauleiter Murksel fühlte sich überhaupt nicht gut, als er sah, wie das Riesenrad nun auf die letzten heilen Marktbuden auf dem hinteren Teil des Platzes zu rollte. Entsetzt beobachtete er, wie das Rad einen kleinen Stand mit Stick- und Strickwaren und danach einen Imbiss platt rollte. War es nun vorbei? Nein, das Riesenrad rollte gnadenlos weiter, es neigte sich zur linken Seite, machte einen kurzen Schlenker und halbierte das Rathaus. Dann rollte es zurück auf den Marktplatz, und Baumeister Murksel glotzte mit großen Knopfaugen auf das riesige Killer-Rad, das sich nun langsam seinem Kran näherte.

"Brauchst du das Lametta noch?" fragte Goldi, während er auf der anderen Seite des Marktes die jammernde Flecki aus den Trümmern ihres Viktualienmarktes zog.

"Du bist unmöglich, Goldi", fauchte Flecki. "Sieh bloß mal! Das Riesenrad rollt auf den Kran zu! Bauleiter Murksel schwebt in Lebensgefahr! Wo ist Superhamster? Los, tu doch was!"

Goldi blickte entsetzt auf den Kran, dann blickte er auf das völlig außer Kontrolle geratene Riesenrad, das ganz Hamsterhausen plattzumachen drohte. Er ballte die Pfoten und rannte los. Als er  einen der Feuerwehrwagen erreicht hatte, lief er zu der Trommel mit dem Löschschlauch, rollte ihn ab und kletterte mit dem Schlauch auf den Kran. Während Goldi nun den Schlauch um das Gestänge des Krans wickelte, sah er, wie Bauleiter Murksel immer noch völlig bewegungslos auf das näherkommende Riesenrad starrte. Superhamster-Goldi beeilte sich, sprang von dem Kran herunter, lief zur Fahrerkabine des Feuerwehrwagens, kletterte hinein und ließ den Motor an. Dann gab er Vollgas. Das wild gewordene Riesenrad hatte den Kran nun erreicht, doch der kippte in diesem Moment langsam zur Seite und fiel krachend auf den Feuerwehrwagen, während das Riesenrad am Horizont verschwand.

"Schöne Grüße an Hamsterhusen", murmelte Goldi und blickte dem Rad hinterher, das sich nun tatsächlich in Richtung Nachbarstadt Hamsterhusen bewegte.

"Wo ist der Bauleiter?" hörte Superhamster in diesem Moment eine vertraute Stimme. "Wo steckt der? Er muss mir den Viktualienmarkt reparieren und meine Sachen ersetzen!"

"Tja", brummte Goldi, "ich glaube, Flecki, der repariert die nächste Zeit nichts mehr, den habe ich nämlich gerade gerettet."

Während die ersten Sirenen die Ankunft der Rettungswagen des AKH - des  Allgemeinen Krankenhauses Hamsterhausen - ankündigten, war der völlig zerzauste Bürgermeister am Ort des Geschehens eingetroffen. Sein Fell war voller Ketchup und Gurkensalat, und auch ansonsten sah er recht mitgenommen aus.

"Was'n mit dem Bauleiter passiert?" fragte er neugierig, als der bewusstlose Murksel von mehreren Sanitätshamstern unter den Trümmern des zerschmetterten Krans hervorgezogen wurde.

"Superhamster hat ihn gerettet!" rief Tuffi mit glänzenden Augen.

"Naja", knurrte Flecki. "Man müsste nur wissen, wie er aussehen würde, wenn er nicht das Glück gehabt hätte, gerettet zu werden!"

Als der Bauleiter unter Blaulichtgeheul weggefahren wurde, trat der Polizeioberkommissar Schnuffel auf den Bürgermeister zu.

"Brauchen Sie uns noch, Herr Bürgermeister?"

"Äh, danke, nein. Sie haben erstklassige Arbeit geleistet."

Flecki glaubte ihren spitzen Ohren nicht trauen zu können.

"Erstklassige Arbeit, Herr Bürgermeister? Der Marktplatz ist völlig platt gemacht und wir haben keinen Hamstischen Markt mehr. Außerdem rollt das Riesenrad nun auf Hamsterhusen zu!"

"Nun, äh", stotterte der Bürgermeister, "ich werde selbstverständlich sofort in Hamsterhusen anrufen und den dortigen Behörden einige Tipps im Umgang mit dem Riesenrad geben. Was den Marktplatz betrifft, so werden wir selbstverständlich keinerlei Mühen und Kosten scheuen, Hamsterhausen ein neues Gesicht zu verleihen. Selbstverständlich werden wir etwas Besseres, Neueres, sozusagen Modernes errichten."

"Ach", spottete Tati, während Flecki den Bürgermeister scharf ansah. "Soll das heißen, dass wir nun 11 statt 10 Fressbuden bekommen?"

"Nein, äh, nun, äh", stotterte der Bürgermeister und Schweiß lief ihm über die Schnurrbarthaare. Eine große Hamstermenge hatte sich um ihn versammelt und starrte ihn erwartungsvoll an. Es war eine unangenehme Situation und der Bürgermeister überlegte fieberhaft. "Mensch, Heinz-Georg", dachte er, "lass dir was einfallen,  die halten sich sonst für eine Flasche." Dann kam ihm eine großartige Idee, ja, sogar die Idee des Jahrhunderts. Er trat einen Schritt vor, hob die kleinen Pfoten in die Luft und sprach:

"Meine Damen und Herren, wir werden den Hamstischen Pleasure Dome bauen!"









Kapitel 2

Erste Planungen

"Einen Hamstischen Pleasure Dome?" rief Teeblättchen verwundert, und sprach genau das aus, was alle dachten.

Die Hamster hatten sich inmitten der Hälften des Rathauses zu einer Beratung zurückgezogen, um Näheres von der Idee des Bürgermeisters zu erfahren.

"Nun, kraft der mir verliehenen Position denke ich, dass es an mir liegt, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen, die mit der Durchführung der Arbeiten beginnen wird. Natürlich werde ich die Dings, äh, die Organisation nicht nur leiten, sondern auch führen."

Die Hamster glotzten den Bürgermeister verständnislos an.

"Äh, die Vorbereitungen werden sofort beginnen, denn wie ich immer zu sagen pflege, sollten Dinge nicht auf die lange Bank geschoben werden, weil sonst irgendwann kein Platz mehr da ist. Auf der Bank meine ich, und, äh, natürlich bin ich offen für Vorschläge."

Der Bürgermeister blickte erwartungsvoll auf die Hamsterschar, doch niemand meldete sich.

"Nun, natürlich beginnen wir mit den Plänen für den Hamstischen Pleasure Dome und überlegen uns erst einmal, woraus er bestehen soll. Also?"

Der Bürgermeister blickte erneut erwartungsvoll auf die Hamsterschar, doch niemand sagte etwas.

"Ich dachte da an einen riesigen Park mit vielen tollen Möglichkeiten, wie Karussell, Wasserbahn, Achterbahn, Schlittschuhbahn.... was könnte es noch geben?"

"Ach so", warf Dodo ein, "dann ist ein Pleasure Dome also ein Vergnügungspark. Aber warum sagen wir dann nicht gleich Vergnügungspark?"

"Weil Pleasure Dome besser klingt", erklärte Tuffi.

"Aber das versteht doch keiner."

"Naja, Dodo, es soll aber cool klingen, auch wenn es keiner versteht."

Der Bürgermeister wartete ungeduldig, bis diese Diskussion beendet war und blickte erwartungsvoll auf die Hamsterschar, doch nun schwiegen alle.

"Keine Vorschläge?" fragte der Bürgermeister mit leichter Panik in der Stimme.

Goldi räusperte sich.

"Ja, bitte", rief der Bürgermeister, "aller Anfang ist schwer, lieber Goldi! Immer her mit den Vorschlägen!"

"Was ist mit Fressbuden?"

"Fressbuden! Hast du denn nichts Anderes im Kopf? Hübsche Gärten zum Beispiel? Schöne Sachen zum Kaufen?" fauchte Flecki.

"Aber in Fressbuden kann man doch schöne Sachen zum Fressen kaufen und..."  

"Trampolin springen!" unterbrach Dodo.

"Geisterbahn!" rief Trampel begeistert.

An dieser Stelle artete die Diskussion wie üblich aus. Jeder schrie seine Vorstellungen heraus so laut es ging, und es kam zu den ersten Prügeleien.

Nach vielen Stunden war es dem Bürgermeister gelungen, wieder Ruhe in die Versammlung zu bringen.

"Nachdem wir also die verschiedenen Standpunkte eingehend erläutert haben, sollten wir nun das "Pleasure-Team" bilden. Wir brauchen jemanden, der für die Durchführung der Planungen verantwortlich ist. Jemand, der bereit ist, sich Tag und Nacht für dieses Projekt einzusetzen, jemand, der es aus Freude am Gelingen und nicht des Geldes wegen macht!"

Der Bürgermeister blickte erwartungsvoll auf die Hamsterschar, doch alle betrachteten entweder interessiert den Boden, oder sie schauten auf eine der Hälften des zerstörten Rathauses, das wirklich einen interessanten Anblick bot.

"Ich schlage Bauleiter Murksel vor", piepste Reparaturhamster Tuffi. "Der macht das bestimmt gerne!"

"Ja, Murksel soll es machen, hoch mit Murksel, Murksel baut den Pleasure Dome!" rief die Hamsterschar begeistert.

"Fein", freute sich der Bürgermeister. "Nachdem das geklärt ist, wird Tuffi die ehrenvolle Aufgabe haben, Bauleiter Murksel zu beglückwünschen, nachdem dieser im Krankenhaus wieder aufgewacht ist. Ich werde noch heute mit der Krankenhausverwaltung telefonieren, damit Herr Murksel eine Sondergenehmigung erhält, das Krankenbett vorzeitig zu verlassen. Wir wollen ja schließlich fertig werden!"

Begeisterte Rufe und Pfotengetrampel begleiteten seine Worte.

"Dann, äh", fuhr der Bürgermeister fort, "brauchen wir weitere engagierte Mitarbeiter."

Die Hamster betrachteten interessiert den Abendhimmel.

"Ich denke daher, und da werden mir sicherlich alle zustimmen, zunächst einmal an die verantwortungsvolle Position des Schichtführers. Seine Aufgabe, liebe Hamster, besteht darin, alle notwendigen Dinge zu besorgen und heranzuschleppen. Sozusagen eine tragende Rolle. Nun, wer möchte?"

"Netter Abendhimmel, was?" flüsterte Goldi zu Dodo.

"Ja, und so tolle Wolken!"

"Also, liebe Hamster", wiederholte der sichtlich nervöse Bürgermeister seine Frage, "wer möchte diese tragende, überaus wichtige Position ausfüllen?"

"Wo sind Wolken?" fragte Goldi mit einem hinterhältigen Grinsen.

"Na, da!" rief Dodo und zeigte mit ausgestreckter Pfote zum Himmel.

"Ah, ein Kandidat! Herzlichen Glückwunsch, lieber Dodo", rief der Bürgermeister erleichtert. "Deine Bewerbung ist hiermit angenommen. Somit nähern wir uns unserem Hamstischen-Pleasure-Dome-Kompetenzteam mit großen Schritten, äh, Pfoten. Lediglich die Stelle des Architekten ist noch zu vergeben. Diese Aufgabe umfasst die Aufteilung des Pleasure-Domes, also wo welche Bude hinkommt, wie viele Fressbuden oder Karussells aufgestellt werden..."

"Das mit den Fressbuden mache ich!" rief Goldi und hüpfte auf und ab.

"Prima, prima", rief der Bürgermeister, "dann sind wir also komplett. Somit stelle ich kraft meines Amtes fest, dass..."

"Moment mal!" Flecki war auf einen Mauervorsprung geklettert und hatte die Pfoten in ihre Hüften gestemmt. "Wenn Goldi das übernimmt, dann haben wir 99 Fressbuden und ein Karussell! Ich erhebe Einspruch!"

"Nun, öh. Öh..." Der Bürgermeister wirkte ratlos. "Ja, was machen wir dann? Was machen wir denn bloß?"

"Du bist der Bürgermeister, also entscheide gefälligst!" rief Flecki empört.

Der Bürgermeister fühlte sich auf einmal unwohl und wäre gerne nach Hause gegangen, aber als die gesamte Hamsterschar erwartungsvoll vor ihm saß und auf Entscheidungen, nämlich auf seine Entscheidung wartete, musste er Führungsqualitäten zeigen.

"Tja, ähem, ich fasse dann mal zusammen, liebe Hamsterfreunde, denn gerade in Zeiten wie diesen kommt es immer wieder auch darauf an, zu erkennen, was man hat und was nicht. Natürlich ist es nicht einfach, solch eine gewichtige Entscheidung zu fällen, doch wie ich schon immer gesagt habe und zu sagen pflege..."

"Sabbel nicht dumm rum, sondern komm zur Sache!"

Der Bürgermeister blinzelte verlegen und versuchte zu erkennen, welcher der Hamster das gerade gesagt hatte, doch er sah nur ungeduldige Gesichter vor sich, und er hätte alles dafür gegeben, wenn ihm eine Lösung eingefallen wäre. Goldi oder Flecki? Flecki oder Goldi? Oder...? Ja, das war es!

"Nun, selbstverständlich werde ich nun zur Sache kommen, mein ungeduldiger Freund. Meine Entscheidung lautet nach reiflicher Entscheidung ohne Wenn und Aber: Beide sollen es machen! Mit dem geballten Wissen, mit der geballten Kompetenz dieser beiden Hamster muss das Projekt klappen!"

"Kompetenz? Geballtes Wissen? Ist der Kerl wieder gegen eine Telefonzelle gelaufen, oder wie? Goldi, sag, dass er dich nicht gemeint haben kann!"

"Naja", murmelte Goldi und grinste Flecki an. "Er hat auch etwas davon gefaselt, dass das Projekt klappen muss. Hat er sich denn jemals geirrt?"

"Hat er sich jemals nicht geirrt? Hat denn jemals irgend etwas mit dem Kerl geklappt?

"Nö", meinte Goldi, "eigentlich nie. Dafür gab es aber immer nette Katastrophen. Fangen wir also damit an."





Kapitel 3

Aufräumarbeiten

Nachdem sie zwei Tage völlig ratlos hin- und hergelaufen waren, kamen die Hamster auf die Idee, Planungsgruppen zu bilden. Die nächsten Tage und Wochen verliefen somit in hektischer Geschäftigkeit. Inzwischen war Bauleiter Murksel gegen seinen ausdrücklichen Wunsch, aber auf Druck des Krankenhausdirektors, aus dem AKH entlassen worden. Angeblich war kurz darauf Reparaturhamster Tuffi mit einem Schild um den Hals gesichtet worden. Es hieß, Bauleiter Murksel habe Tuffi mit einer Degradierung zum Reparaturhamster unterster Klasse gedroht, wenn sie dieses Schild nicht eine Woche lang tragen würde. Es hieß weiterhin, dass auf dem Schild die Worte stünden: "Ich bin eine hirnlose Plappertasche".

Leider ließ es sich nicht feststellen, ob dieses der Wahrheit entsprach, denn Tuffi war plötzlich verschwunden, und Bauleiter Murksel nicht bereit, irgendwelche Fragen dazu zu beantworten. Als Tuffi nach einer Woche wieder auftauchte, war auch sie nicht bereit, irgendwelche Fragen zu beantworten.

Nach drei Wochen hatten die Hamster es endlich geschafft und die hamstischen Pleasure-Dome-Kompetenzteams erweitert. Es wurden folgende Gruppen aufgestellt:

Durchführung der Planungen: Bauleiter Murksel
Assistenten: Tuffi, Dasie

Position des Schichtführers: Dodo
Assistenten: Trampel

Architektenteam: Flecki und Goldi
Assistenten: Tati, Teeblättchen

Nachdem das Rathaus behelfsmäßig repariert worden war, fand die erste Planungssitzung des Hamstischen-Pleasure-Kompetenzteams unter Vorsitz des Bürgermeisters statt. Leider gab es einige Probleme mit dem Fahrstuhl, und da die Treppen noch nicht wieder benutzt werden konnten, dauerte es, bis alle Hamster versammelt waren. Das Architektenteam sollte als erstes seine Vorstellungen erläutern. Tati durfte den Vortrag halten, während Goldi und Flecki sich aus der Sache heraushielten.

Nachdem der recht kurze Vortrag beendet war, gab es einige lange Gesichter unter der Hamsterschar.

"Sehr schön," tönte aber der Bürgermeister. "Es zeigt sich immer wieder, wie viel ein jeder zu einem erfolgreichen Gelingen beitragen kann. Der Plan ist meisterhaft, und ich bin sicher, es wird ein Meilenstein in der Geschichte Hamsterhausens werden!"

"Warum habt ihr denn so wenig Fressbuden geplant?" fragte Dodo, und Sasie fügte hinzu: "Und wieso gibt es auf der einen Hälfte Buden und auf der anderen Hälfte Grünanlagen?"

"Das sind nicht nur Grünanlagen," keifte Flecki, "das sind wunderschöne Rabatten, die farblich aufeinander abgestimmt sind. Die Terrassen bilden einen wunderschönen Kontrast zur Landschaft. In der Mitte wird ein Springbrunnen stehen, an dem sich geplagte Hamster ausruhen können. Die andere Hälfte ist auf Goldis Mist gewachsen, da gibt es Autoskooter, eine Mondrakete, sowie Schieß- und Ballerstände. Ach ja, und zwei Fressbuden.

"Nur zwei?" fragte Dodo enttäuscht.

"Das langt," entgegnete Flecki, "es gibt eine vegetarische Fressbude und eine nicht-vegetarische Fressbude."

"Wir wollten auch gerne bunte Lose verkaufen, aber leider haben wir kein Geld für Preise," fügte Teeblättchen hinzu.

Das Architektenteam einschließlich der Assistenten guckte umher, sodass der Bürgermeister sich genötigt fühlte, etwas zu sagen.

"Nun, kraft meines Amtes und der von mir repräsentierten Aufgabe denke ich, dass wir auch dieses Problem lösen können. Selbstverständlich werde ich gerne auch meinen Teil dazu beitragen, dass wir Preise anbieten können. Wie ich schon immer gesagt habe...."

"Hurra," grölte Goldi mitten in die Rede, "der Bürgermeister spendiert die Preise!"

Nun waren alle Hamster aufgestanden und applaudierten minutenlang dem Bürgermeister, der doch nur daran gedacht hatte, auf diesem Wege sein altes, rostiges Fahrrad loszuwerden. Verzweifelt versuchte er, sich Gehör zu verschaffen, doch schon bald musste er feststellen, dass kein Ankommen gegen den Lärm der Hamster möglich war. Resigniert setzte er sich in eine Ecke und lauschte dem nächsten Beitrag, der von Bauleiter Murksel kam.

"Wichtig ist zunächst mal, das Gerümpel vom Marktplatz zu schaffen. Das wird die Aufgabe des Schichtführers sein. Wenn das fertig ist, beginnen wir mit den Bauarbeiten."

"Öhm, Öh!"

"Ja, Dodo?"

"Also, wie mach ich das denn, Bauleiter? Das ist doch viel zu viel, das schaffe ich nicht!"

Bauleiter Murksel überlegte und guckte zum Bürgermeister hin. Der Bürgermeister überlegte und betrachtete den Teppich. Schweigen und Ratlosigkeit breiteten sich im Raum aus. Plötzlich nieste Goldi, und alle Augen waren sofort auf ihn gerichtet.

"Ja, Goldi?" riefen Bauleiter Murksel, Dodo und der Bürgermeister wie aus einem Munde.

"Äh, nichts. Ich habe doch nur geniest."

Als sie ihn alle weiterhin anstarrten, glaubte Goldi, noch etwas sagen zu müssen und fuhr fort:

"Aber, so schwer ist das doch nicht, Dodo. Du musst nur den Schrott beiseite räumen."

"Kannst du mir nicht dabei helfen, Goldi?"

Bevor Goldi auch nur den Mund öffnen konnte um dankend abzulehnen, hatte Flecki schon die Hand auf seine Schulter gelegt und flötete:

"Sicher wird Superhamster gerne helfen. Mit Schrott kennt er sich bestens aus!"

Goldi schob Fleckis Hand beiseite und protestierte, dass er doch mit Architektenaufgaben beschäftigt sei, doch schon klang es von allen Seiten: "Superhamster! Superhamster! Superhamster!"

Am nächsten Tag standen Dodo und Trampel auf dem Marktplatz und warteten auf Goldi. Nach einer halben Stunde Verspätung kam er dann mürrisch angelatscht. Gemeinsam sahen sie sich um. Überall lag zerschmettertes Holz und mittendrin ein kaputter Kran auf einem verbeulten Feuerwehrwagen.

"Die HAMFE hätte wenigstens ihren Wagen mitnehmen können", schimpfte Goldi.

"Sie haben gesagt, dass sie den nicht mehr brauchen", erklärte Trampel.

"Was sollen wir denn nun machen? Wo fangen wir an?" jammerte Dodo.

Goldi überlegte lange, während ihn der Schichtführer und sein Assistent erwartungsvoll mit großen Augen anstarrten.

"Ich hab's, wir nehmen den Wagen", rief Goldi.

"Das habe ich irgendwo schon einmal gehört", meinte Dodo, "aber wohin fahren wir denn?"

"Wir doch nicht, du Blödmann", fauchte Goldi. "Wir binden das ganze Gerümpel an den Feuerwehrwagen und ziehen es weg."

"Und wohin wollen wir das ziehen?" fragte Trampel.

"Nach Hamsterhusen natürlich. Wenn das Riesenrad dort gelandet ist, fällt es sowieso nicht auf, wenn wir noch etwas Gerümpel dazuschieben."

Goldi begann nun, an Vergaser und Motor des Feuerwehrwagens herumzufummeln, damit der Wagen stärker würde, wie jedenfalls Goldi behauptete. Dodo und Trampel dagegen waren in den nächsten Stunden schwer damit beschäftigt, alle Teile zusammenzuschieben und irgendwie am Fahrzeug zu befestigen. Dann hieß es aufsteigen, und die holperige Fahrt nach Hamsterhusen begann.

Während Goldi, Dodo und  Trampel immer wieder von Hamsterhausen nach Hamsterhusen und von Hamsterhusen nach Hamsterhausen fuhren, schliefen die Bewohner dieser beiden Städte tief und fest und bekamen nichts von den Räumungsarbeiten mit.

Nach vielen Stunden und vielen Fahrten war alles aufgeräumt und die drei Hamster legten sich total erschöpft schlafen.





Kapitel 4

Planungen I

Der Bürgermeister war genervt. Nicht nur, dass er in seinem Schlaf gestört worden war, nein, er musste sich wütende Beschimpfungen anhören. Seufzend legte er das Telefon auf und überlegte, was er tun sollte. Der oberste Polizeihamster und der Bürgermeister von Hamsterhusen hatten sich soeben beschwert, dass in einer nächtlichen Aktion riesige Mengen von Müll aus Hamsterhausen in den Dorfteich von Hamsterhusen gekippt worden waren. Das würde ein Nachspiel geben, dachte er und gab einem kleinen Botenhamster den Befehl, sofort den Schichtführer Dodo samt Assistenten kommen zu lassen. Sein Blick fiel auf die Zimmerdecke, durch die er den blauen Himmel sehen konnte. Solange kein heftiger Regen einsetzte, war es recht angenehm, an der frischen Luft zu sitzen. Er nahm sich fest vor, demnächst mit Bauleiter Murksel über die Reparatur des Rathauses zu sprechen. Dann setzte er sein Nickerchen fort.

Laute, schwere Schritte vor seiner Tür rissen den Bürgermeister nach einigen Minuten erneut aus dem Schlaf. Blinzelnd schaute er zur Tür und richtig, im nächsten Moment klopfte es. Gerade, als er 'herein' sagen wollte, zerbarst die Tür, und Holzteile flogen durch die Luft. Entsetzt starrte er auf Dodo, der von Goldi und Trampel begleitet wurde. Der Bürgermeister blickte mit offenem Mund auf die zerschmetterte Tür und hörte Goldi sagen:

"Warum hast du Idiot denn die Tür eingetreten?"

"Weil das da stand", entgegnete Dodo erstaunt.

"Was stand da?" fragte Goldi nicht minder erstaunt.

"Naja", druckste Dodo, "da steht doch: 'Bitte klopfen und eintreten'. Genau das habe ich gemacht!"

Der Bürgermeister starrte weiterhin auf die kaputte Tür, dann glitt sein Blick langsam zu Dodo.

"Was gibt es, Herr Bürgermeister, ich habe nicht viel Zeit."

"Äh", krächzte der Bürgermeister, "ich, äh". Dann starrte er wieder auf die Tür und fuhr fort:

"Wer hat den Müll in den Dorfteich von Hamsterhusen gekippt?"

"Dorfteich? Ach deshalb hat es so geplatscht", antwortete Dodo und duckte sich ängstlich.

"Ich habe gleich gesagt, dass das nicht gut ist", jammerte Trampel.

"Goldi hat gesagt, das ist egal", wimmerte Dodo, "er hat gesagt, Hauptsache, wir sind den Schrott los."

"Wir tun das auch nie wieder!" heulten nun Dodo und Trampel im Chor.

Dem Bürgermeister wurde die Sache langsam peinlich. Aber er musste Führungsstärke zeigen und den Verantwortlichen irgendwie bestrafen, sonst würden ihn alle für einen haltlosen Schwächling halten, der seine Leute nicht im Griff hatte.

"Äh, Goldi, äh, was machen wir denn nun?"

"Wir schicken Freikarten für den Pleasure-Dome, dann freuen sie sich."

"Eine ausgezeichnete Idee, mein lieber Goldi. Ich werde gleich den obersten Polizeihamster und meinen Kollegen, den Bürgermeister anrufen und ihm und seinen Leuten die freudige Botschaft übermitteln. Das bedeutet natürlich, dass die Arbeiten am Pleasure-Dome mit Hochdruck fortgesetzt werden müssen, meine Herren! Wie ich immer zu sagen pflege..."

"Kommt Leute, das war es dann ja wohl", brummte Goldi und verließ das Büro des Bürgermeisters. Dodo und Trampel folgten ihm, so schnell sie konnten.

"Und was machen wir jetzt?" fragte Dodo, als sie wieder auf dem Marktplatz standen.

"Zeit, zu futtern!" rief Goldi - nahm den großen Rucksack ab, den er schon die ganze Zeit mit sich herumgeschleppt hatte und setzte sich mitten auf den leeren Marktplatz.

Dodo und Trampel wollten sich gerade neben ihn setzen, als Flecki, Tati und Teeblättchen mit einer großen Papierrolle angelaufen kamen.

"Die ersten Entwürfe sind fertig", riefen sie aufgeregt, "hier, schaut mal her!"

Goldi stopfte schnell zwei Brötchen in seine Backen und trat näher.

"Toll, ganz viele Fressbuden", freute er sich kauend, als er einen Blick auf den inzwischen ausgebreiteten Plan warf.

Ein vernichtender Blick traf ihn.

"Das sind Bastelshops und Viktualienstände", erklärte Flecki. "Im oberen Bereich gibt es nichts zu essen. Im unteren Bereich gibt es einen vegetarischen Imbiss und daneben Süßwaren. Nimm deine Fettfinger vom Papier!"

Schnell zog Goldi die Pfote zurück.

"Zwei Karussells?" fragte Trampel erstaunt.

"Nur eines. Das eine ist eine Mondrakete, die habe ich mit Bauleiter Murksel irgendwann mal entworfen", entgegnete Goldi und nahm sich zwei weitere Brötchen aus seinem Rucksack. "Das andere ist ein Turbokreisel.“

"Turbokreisel?" keuchte Trampel entsetzt. "Ist das nicht zu gefährlich?"

"Ist doch bloß ein ganz normales Karussell, nur etwas schneller", antwortete Goldi kauend und schmatzte dabei genüsslich. "Das Geniale dabei ist, dass es mit einem Autoscooter kombiniert ist."

"Und der Erholungspark, was kann man da machen?"

"Fleckis Idee", antwortete Goldi und rülpste, da er soeben mit dem Essen fertig war.

"Im Winter soll da die Schlittschuhbahn hin", erklärte Flecki und zeigte auf die Wasserbahn. "Wir brauchen im Herbst nur die Wasserbahn in den Park umzuleiten. Dann warten wir ab bis es friert und haben dann eine wunderschöne Schlittschuhbahn."

"Und das klappt wirklich?" fragte Dodo nachdenklich.

"Goldi meint, dass er und Bauleiter Murksel das hinkriegen", sagte Flecki und nickte.

"Genau," stimmte Goldi zu. "Murksel meint, das ist überhaupt kein Problem. Bleibt jetzt nur noch die Frage, was in die Geisterbahn rein soll."

"Wie wäre es, wir rufen alle zusammen und stimmen ab?" schlug Trampel vor.

"Klasse Idee", meinte Flecki. "Ich sage dem Bürgermeister Bescheid."


Weiter: Das Projekt Pleasure Dome (Kapitel 05-10)