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Kapitel 21

Ullapool

Die Hamster warteten ungeduldig und blickten neugierig auf den kleinen Hafen von Ullapool. Fischerboote in verschiedenen Farben boten eine malerische Kulisse auf dem Loch Broom. Zur linken Seite befand sich ein Gebirgshang, auf dem kleine, weiße Wohnhäuser zu erkennen waren. Unterhalb des Hangs befand sich die A835, der sie später in Richtung Süden auf ihrer weiteren Reise folgen würden. Auf dem Pier vor ihnen befand sich ein kleiner Terminal, von dem aus die Fähren nach Stornoway auf der Isle of Lewis abfuhren. Im Laufe der Jahre waren diese Fähren immer größer, aber auch komfortabler geworden. Inzwischen gibt es sogar ein Restaurant und Einkaufsmöglichkeiten auf der rund 90 Kilometer langen Seereise. Der Geruch von Fish 'n Chips kroch verführerisch in die kleinen Nasen der Hamster, und ihre kleinen Bäuche knurrten leise vor sich hin. Dann wurde die Fahrertür aufgerissen, und ein verzweifelt aussehender van der Slampe kroch erschöpft auf den Fahrersitz. In Windeseile waren die Hamster auf das Armaturenbrett geklettert und blickten ihn neugierig an, doch wo war das Futter? Langsam glitt der Blick des Fahrers auf die bettelnde Reisegesellschaft direkt vor ihm.

"Ich habe es satt, wisst ihr das?" grölte er. "Das billigste Zimmer kostet 25 Pfund und wisst ihr, was? Ich habe gerade noch 10 Pfund übrig! Soll ich jetzt den Lastwagen verkaufen oder was?"

"Typisch", schimpfte Flecki, "die allerkleinste Schwierigkeit, und schon tickt er wieder aus!"

"Also, für den Lkw kriegt der nicht viel, aber für eine fette Mahlzeit würde das reichen..."

"Goldi!" unterbracht ihn Flecki und tickte sich mit der Pfote an die Stirn. "Wie sollen wir denn ohne Wagen zum ollen Grafen kommen?"

"Mir reicht’s!" unterbrach sie die müde Stimme eines gewissen Lkw-Fahrers. "Ich lege mich jetzt auf eine Parkbank am Hafen und schlafe eine Runde. Macht doch, was ihr wollt!"

Verwundert schauten die Hamster zu, wie der Fahrer den Lastwagen verließ und sich auf eine nahe gelegene Bank fallen ließ. Er blinzelte noch einmal zum Loch Broom hinüber, dann schloss er seine Augen, und nach kurzer Zeit verriet seine gleichmäßige Atmung, dass er eingeschlafen war.

"Wollen wir nicht mal gucken, ob wir ein paar leckere Fritten auftreiben können?" fragte Tati, und ohne eine Antwort stürzten seine Freunde mit lautem Gefiepe durch das offene Fenster ins Freie. Ihre feinen Nasen lokalisierten sofort den Ursprungsort des leckeren Geruchs, und schon nach wenigen Minuten hatten sie einen kleinen Kiosk vor einer Lagerhalle gefunden.

"Ich werde wahnsinnig, wenn es nicht gleich was zu fressen gibt", rief Goldi und machte Anstalten auf den Imbiss zuzulaufen.

"Pass bloß auf", schrie Flecki, "du bist viel zu ausgehungert und viel zu unvorsichtig, du wirst noch erwischt!" und rannte hinterher.

"Öhm, wir sollten in dieser Stunde unseren Kameraden nicht im Stich lassen, denn nur gemeinsam können wir diese Dingslage, äh..."

Der Bürgermeister schaute sich um und stellte verwirrt fest, dass er alleine war.

"He, wartet auf mich!" rief er und hoppelte den anderen hinterher. Gemeinsam standen sie nun ratlos vor einer glatten, beigefarbenen Wand. Sie befanden sich zwischen der Rückseite des Imbiss'  und der Mauer der Lagerhalle. Es war unmöglich, auf die Vorderseite zu gelangen, ohne entdeckt oder zertrampelt zu werden. Eine aussichtslose Lage.

"In solch einer gefährlichen Situation habe ich mich schon einmal befunden", sagte Goldi und senkte lässig seine Augenlider.

"Und?" hauchte Tuffi.

"Als es Nacht wurde", erklärte Goldi, "war ich vor Hunger und Erschöpfung zusammengebrochen und konnte im Schutz der Dunkelheit wegkriechen."

"Na prächtig", knurrte Flecki, "unsere Zukunft ist somit gesichert."

"Ka- Ka- Ka..." kreischte plötzlich der Bürgermeister, und alle erkannten sofort, dass sie ein weiteres, ungleich gefährlicheres Problem bekamen. Dort, wo ein Fischereihafen ist, gibt es auch Fische, und wo es Fische gibt, sind auch Katzen nicht weit. Eines dieser Exemplare näherte sich von der linken Seite, es war nur eine Frage von Sekunden, bis sie auf diese Beute stoßen würde. Ängstlich drängten die Hamster sich in der Mitte zwischen der Rückwand des Kiosk und der Mauer aneinander.

"Warum sind wir nicht im Lastwagen geblieben", jammerte Dodo, "dann würden wir wenigstens in Frieden verhungern."

"Schnell", rief Bauleiter Murksel, "wir müssen zur anderen Seite fliehen!"

Alles rannte los, doch nach einem halben Meter drehten sie um und standen dicht gedrängt wieder dort, wo sie schon eben gewesen waren. Eine zweite Katze näherte sich von der anderen Seite!

"Ich will noch nicht sterben", jammerte Hamstilidamst, "ich habe noch nicht mal das große Einmaleins gelernt!"

"Wir werden ihnen zeigen, wie ein Hamster kämpft und stirbt!" rief Goldi und ballte seine kleinen Pfoten.

"Jammern und betteln bis zum Schluss?" wimmerte Dodo.

"Wie wäre es, der Bürgermeister verhandelt mal ein bisschen?" rief Flecki.

"Ausgezeichnete Idee", antwortete Goldi, "dann haben wir wenigstens etwas Zeit gewonnen, wenn er zuerst gefressen wird!"

Die Lage war aussichtslos, und die Reise der Hamster schien an dieser Stelle ein grausames Ende zu finden. Die beiden Raubtiere kamen näher und bleckten ihre Zähne, denn diese Mahlzeit kam ihnen gerade recht. Schließlich mögen auch Katzen nicht jeden Tag Fisch. Immer enger rückten die Hamster zusammen, und immer dichter kamen ihre überlegenen Gegner, die sich alle Zeit der Welt nahmen. Die Beute war ihnen sicher, denn es gab keinen Fluchtweg für die kleinen Nager. Es war nur noch eine Frage von wenigen Minuten, bis es zwölf Hamster weniger auf dieser Welt gab.

"Pst!"

"Öhm, hat jemand was gesagt?" fragte der vor Angst schwitzende Bürgermeister.

"Pst, hinter euch!"

Die Hamster drehten sich langsam zu der Mauer um, an die sie sich lehnten.

"He, Dicker, geh doch mal ein Stück vor, dann kann ich die Tür öffnen!"

Dodo erschrak und hüpfte einen Schritt vor. Hinter einer Mauerspalte war ein rosa Näschen zu erkennen. Leises Keuchen und Stöhnen war zu hören, und der unterste Stein der Mauer bewegte sich. Zentimeter um Zentimeter wurde der Mauerstein vorgeschoben bis Bauleiter Murksel rief: "Los, fasst mit an!"

Während von innen weiter geschoben wurde, zogen die Hamster nun von außen. Dann fiel der Mauerstein auf den Boden und die Öffnung war jetzt groß genug, um hineinzuschlüpfen.

"Schnell", ertönte die Stimme aus dem Inneren der Mauer, "schnell, beeilt euch!"

Das ließen sich die Hamster nicht zweimal sagen, und in Windeseile waren sie durch den engen Spalt gekrochen, lediglich Dodo wies ein paar Schürfwunden auf, doch das war besser als das, was sie vor der Mauer erwartet hätte. Ein wütendes, enttäuschtes Fauchen war nun zu hören, und die Katzen versuchten vergeblich, ihrer Beute zu folgen.

"Willkommen in unserem Institut!"

Flecki fand als erste die Sprache wieder.

"In eurem was?"

"Institut. Wenn ihr mir bitte ins Vorzimmer folgen wollt", sagte eine vornehm aussehende Hamsterdame und wies auf einen riesigen Pappkarton, der sich nur wenige Meter vor ihnen befand. Neben dem Pappkarton standen einige alte Körbe, wie sie zum Einlagern für Fische verwendet werden, doch diese Körbe waren zweifellos schon lange nicht mehr benutzt worden. Genauso wenig wie dieser kleine Raum, der zwei Fenster zur Hafenseite aufwies. Auf der gegenüberliegenden Seite war eine rostige Eisentür zu sehen, und daneben befanden sich mehrere elektronische Schaltkästen. Offensichtlich war dieses ein selten benutzter Schaltraum, in dem die Beleuchtungen und Stromanschlüsse des kleinen Hafens verkabelt waren. Es war kein sehr gemütlicher Ort, doch der Karton war in viele kleine Räume eingeteilt, die recht geschmackvoll eingerichtet waren. In einen dieser Räume wurden die Hamster nun geführt.

"Bitte macht es euch bequem. Habt ihr einen Wunsch?"

Der Bürgermeister räusperte sich, und Goldi riss seine Pfote hoch. Sie wurde jedoch von Flecki sofort wieder heruntergezogen.

"Nun, ich, äh, möchte mich im Namen aller Hamster Hamsterhausens und natürlich auch in meinem Namen für die überaus mutige Rettung unserer aller Leben bedanken. Ich bin der Bürgermeister, und das sind meine Freunde Goldi, Flecki, Tuffi, Dasie, Hamstilidamst, Sasie, Dodo, Tati, Teeblättchen und Bauleiter Murksel. Der grüne Dings dort heißt Trampel. Mit wem habe ich die Ehre?"

"Je nun, mein Name ist Dabi, ich bin die Sekretärin unseres überaus überschätzten Präsidenten dieses Institutes.“

"Was is 'n das für 'n Institut, und gibt es hier etwas zu essen?"

"Nun, mein lieber Goldi, natürlich kann ich hier keine genauen Details von mir geben; es ist sozusagen noch alles etwas in der Schwebe und somit äußerst vertraulich. Der Name unseres Instituts jedoch - soviel kann ich guten Gewissens weitergeben - ist der Bund Allgemeiner Neuzeitlicher Terrestrischer Ausgrabungen Celtischer Hamster, auch BANTACH genannt."

"Ihr grabt Hamster aus?" fragte Goldi verwundert.

"Natürlich nicht", gab Dabi leicht verärgert von sich, "die Ausgrabungen werden von Hamstern vorgenommen. Aber bitte: behandelt diese Angaben als streng vertraulich"

"Und das Futter, ist das auch streng vertraulich?"

"Das kann ich in diesem Moment noch nicht sagen, Goldi, dazu muss ich erst Rücksprache mit unserem Präsidenten nehmen."

Dabi wackelte hinaus und hinterließ eine ratlose Hamsterschar.

"Sind wir hier bei einer Geheimorganisation gelandet, oder was?" wunderte sich Hamstilidamst.

Im nächsten Augenblick kam Dabi zurück.

"Wenn ihr wünscht, könnt ihr eine Kleinigkeit im Proviantraum einnehmen. Bitte hier entlang!"

Die Hamsterdame führte die hungrige Schar durch einen langen Flur, dann ging es mal rechts und mal links entlang, und schließlich hielten sie vor einer Tür.

"Bitte sehr, die Küche."

"Sag mal", fragte Goldi kurze Zeit später während er über beide Backen kaute, "warum macht ihr nicht ein paar Türschilder an, damit man sich zurecht findet?"

"Ich kann mit Sicherheit sagen, Goldi, das dieses so beabsichtigt ist. Geheimhaltung hat hier absolute Priorität."

"Und warum?"

"Nur soviel: wenn ich sagen würde, was ich wüsste, dann stünde es Morgen gleich in der Zeitung. Das wäre doch nicht wünschenswert, oder?"

"Warum sollte es in der Zeitung stehen, wo sich eure Küche befindet?"

"Je nun, es ist weitaus komplizierter, und ich würde es auch gerne erklären, aber leider geht es zu diesem Zeitpunkt nicht."

In diesem Moment raschelte es an der Tür. Mit einem Sprung, den ihr keiner zugetraut hatte, war Dabi dorthin gehechtet und hob einen grauen Umschlag auf, der offensichtlich unter der Tür durchgeschoben worden war. Umständlich öffnete sie den Umschlag, blickte hoch und sagte mit gesenkter Stimme: "Bitte entschuldigt mich einen Moment, es ist ein Auftrag höchster Priorität."

"Ist was passiert?" wollte der Bauleiter wissen.

"Nun, ich kann darüber nicht sprechen, aber macht euch keine Sorgen, ich werde bestimmt wiederkommen!"

Sie rannte zur Tür hinaus und verschwand. Die Hamster blickten einander ratlos an, und Goldi rief begeistert: "Sie hat den Umschlag beim Rausgehen verloren!"

Er lief zur Tür und schaute hinaus, dann nahm er dem Umschlag an sich. Die Worte 'Vertraulich - nur von autorisiertem Personal zu öffnen!' schienen ihn anzuspringen. Neugierig starrten alle auf die Worte, dann griff Goldi in den Umschlag.

"Goldi, du kannst doch nicht einfach vertrauliche Post öffnen! Dazu bist du doch nicht autorisiert", fauchte Flecki.

"Aber er ist doch schon offen. Die autorisierte Dabi hat ihn aufgemacht. Vom autorisierten Lesen steht da doch nichts, oder?"

Vorsichtig zog er einen Zettel aus dem Umschlag, dann blickte er in die Runde seiner Hamsterfreunde. Sie nickten ihm zustimmend zu, und so las er laut vor: 'Dabi - dringend. Ich habe keinen Kaffee mehr!'

"Wenn das schon dringend ist", fluchte Flecki, "was schreibt der denn, wenn ihm das Klopapier ausgeht?"

"Da kommt jemand über den Flur!" rief Sasie.  Sofort packte Goldi den Zettel in den Umschlag zurück und legte den Umschlag wieder unter die Tür. Schnell zogen sich die Hamster auf die gegenüberliegende Seite zurück und bewunderten ein Bild, das dort an der Wand hin.

Schwer atmend betrat Dabi dem Raum, sah den Umschlag am Boden liegen und nahm ihn blitzschnell an sich.

"Wir haben Glück gehabt", keuchte sie, "die Situation ist unter Kontrolle - mehr kann und darf ich dazu nicht sagen. Der Präsident ist nunmehr bereit, euch zu empfangen. Bitte folgt mir!"

Wieder ging es durch ein Gewirr von Gängen und Seitentüren, bis sie schließlich vor einer besonders großen Tür standen. 'Bitte klopfen und auf Antwort warten - dann eintreten' stand dort in großer Schrift.

Dabi klopfte und trat einen Schritt zurück.

"Nun müssen wir nur noch auf Antwort warten", rief Dodo und ging einen Schritt auf die Tür zu. "Nein, nicht!" kreischte der Bürgermeister, stürzte sich auf Dodo und hielt ihn fest. "Diesmal nicht, Dodo, diesmal nicht!" hörte die verwunderte Dabi ihn schreien.

"Was hat denn das zu bedeuten?" rief sie mit besorgter Miene.

"Je nun, das ist 'ne Hamstische Sitte, mehr kann und darf ich dazu nicht sagen", sagte Goldi und klimperte mit den Wimpern. Mit einem leicht verärgerten Gesichtsausdruck wandte sich die Hamsterdame wieder der Tür zu. Einige Sekunden lang passierte nichts, dann ertönte eine piepsige Stimme: "Öhm, ja, äh, herein!"

Dabi ging vorweg, die anderen folgten ihr in kurzem Abstand.

"Herr Präsident, die Delegation aus Hamsterhausen ist da!"

"Danke, Fräulein Dabi, sehr gut. Nun es ist nicht nur gut, sondern auch sehr gut. Wie ich immer zu sagen pflege..."

"Balthasar, das darf doch nicht wahr sein!"

"Heinz-Georg, nein, welch eine Überraschung!"

Der Präsident war aus seinem Sessel aufgestanden und lief auf den Bürgermeister zu. Sie umarmten und klopften einander immer wieder auf die Schultern.

"Fräulein Dabi, holen Sie bitte Sonnenblumenkerne für alle. Mein Bruder ist zu Besuch gekommen, wir haben einander seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Das muss gefeiert werden!"

"Nichts gegen Sonnenblumenkerne", flüsterte Flecki mit finsterer Miene Goldi zu, "aber nun haben wir es mit zwei Labersäcken zu tun, die die nächsten Stunden nichts Anderes tun werden als labern."

"Genau", brummte Goldi, "lasst uns hier verschwinden!"

"He", rief Sasi, "auf der Hinfahrt habe ich eine Einkaufsstraße gesehen!"

"Da müssen wir unbedingt hin", rief Dasie, "ich kann unmöglich ohne ein Geschenk wieder nach Hamsterhausen zurückkommen!"

"Dann solltet ihr den Geheimgang nehmen." Dabi war soeben mit einer großen Schüssel Sonnenblumenkernen wiedergekommen und hatte den Rest der Unterhaltung mitbekommen. "Der Weg über den Hafen ist recht gefährlich, wie ihr schon gemerkt habt. Wie ich meinen Präsidenten kenne, wird seine Unterhaltung recht lange dauern. Ihr könnt also ruhig solange einkaufen gehen." Mit einem Seitenblick auf Goldi fügte sie hinzu: "Dort gibt es auch hervorragende Fressshops, und das ist kein Geheimnis!"

"Toll", entgegnete Goldi. "Wie wäre es, wenn du den Fremdenführer machst?"

"Unmöglich, ich muss hierbleiben, denn mein Präsident ist ohne mich verloren. Was ist, wenn der zwischendurch etwas notieren muss und den Schreibstift nicht findet? Der dreht doch durch! Kommt mit, ich zeige euch aber den Weg."

Während Bürgermeister und Präsident über alte Zeiten im Allgemeinen und alte Erlebnisse im Besonderen schwadronierten, machte sich die restliche Reisetruppe auf den Weg. Über lange Flure und viele Seitengänge verließen sie den Karton und wurden von Dabi zur Eisentür geleitet. Am unteren Teil der Tür, kurz über dem Boden, hatte der Zahn der Zeit genagt, und das Eisen war so weit durchgerostet, dass ein Hamster leicht hindurch passte.

"Ihr müsst", erklärte Dabi, "dort vorne die Quay Street hochlaufen, dann rechts weiter über Riverside Terrace und immer geradeaus weiter. Dann kommt ihr auf die Old Moss Road, dort seht ihr dann die Geschäfte. Viel Vergnügen und kommt bitte in in zwei Stunden, achtundvierzig Minuten  zurück, denn dann hat der Präsident seinen nächsten Termin!"  

Daraufhin drehte sie sich um und lief zum Karton zurück, um nach dem Rechten zu sehen, während die Hamster sich auf den Weg in die Innenstadt Ullapools machten.

Zur gleichen Zeit wurde Vim van der Slampe unsanft aus seinem recht kurzen Schlaf gerissen. Ein aus Stornoway kommendes Passagierschiff hatte angelegt, und die damit verbundene Erschütterung des Pontons ließ ihn unsanft von seiner Bank fallen. Benommen rappelte er sich auf, und nur langsam kapierte er den Grund für die Unterbrechung seiner Ruhepause. Das Schiff machte fest, und nach einiger Zeit liefen lärmende Passagiere an ihm vorbei. Seufzend beobachtete er das Ausladen des Schiffes und versuchte zu schätzen, wann wohl wieder Ruhe einkehren würde. Er überlegte kurz, ob er nicht in seinem Lkw weiterschlafen solle, verwarf die Idee aber gleich wieder, als er an die Hamster dachte. Ob sie wohl schlafen würden? Und wenn nicht, was würden sie gerade in diesem Moment anstellen? Mit einem Schlag war seine Müdigkeit verschwunden, und er malte sich so manche schlimme Katastrophe aus. Nein, jetzt konnte er nicht mehr schlafen, er musste dringend nach dem Rechten sehen. Mit schnellen Schritten verließ er den Pier und ging, ohne einen Blick auf den malerischen Hafen zu verschwenden, zu seinem Lastwagen zurück. Er atmete auf als er ihn an der Stelle stehen sah, an der er ihn verlassen hatte. Mit mulmigem Gefühl im Magen öffnete er sie Fahrertür. Niemand zu Hause, dachte er, wo mögen die armen, kleinen Tierchen wohl sein? Gedankenverloren und voller Sorge stand er neben seinem Fahrzeug, als sich etwas an sein linkes Bein schmiegte. Eine Katze! Miauend rieb sie ihren Kopf an dem Stoff seiner Hose, und es schien dem Lkw-Fahrer, als wenn sie um Futter bettelte.

"Du Mörderin!" brüllte er und spürte, wie kalte Wut in ihm emporstieg. "Du verdammtes Vieh hast meine süßen, kleinen Hamster gekillt!"

Die Katze erschrak und entfernte sich langsam rückwärts schleichend von dem brüllenden Mann. Dann drehte sie sich mit einem Fauchen um und machte, dass sie wegkam. Vim van der Slampe rannte jedoch mit lautem Gebrüll hinter dem ahnungslosen Tier her und stieß üble Verwünschungen und Flüche aus. Plötzlich fühlte sich der Lkw-Fahrer an der Schulter gepackt und festgehalten.

"Sir, gibt es ein Problem?"

Der uniformierte Beamte der lokalen Polizeistation von Ullapool wusste sehr genau, wie man mit Randalierern und Betrunkenen umging. Schließlich versah er schon seit vielen Jahren seinen Dienst im Hafengebiet und kannte seine Pappenheimer sehr genau.

"Dieses Drecksvieh ist ein Teufel", kam die gekeuchte Antwort.

"Sir, Sie kommen besser mit mir und erzählen mir alles ganz in Ruhe, finden Sie nicht auch?"

Van der Slampe versuchte sich loszureißen, doch er merkte schnell, dass der Polizist weitaus stärker war als er. Handschellen blinkten an der Uniform des Beamten, und ein Schlagstock hing direkt daneben.

"Sir, Sie machen alles nur noch schlimmer. Nehmen Sie sich zusammen und kommen Sie mit, oder ich lege Ihnen Handschellen an!"

Kurz darauf waren die beiden Männer auf dem Weg zu der nicht weit gelegenen Polizeistation, auf der sich Vim van der Slampe einige Fragen würde gefallen lassen müssen.

Die Hamster hatten unterdessen die Old Moss Road erreicht und bewunderten staunend die vielen verschiedenen, teils recht bunten Geschäfte. Die Zeit verging wie im Fluge, und es war Murksel, der entsetzt rief: "Wir sind schon einige Stunden unterwegs, sollten wir nicht langsam wieder zum Institut zurückgehen?"

"O ja", stöhnte Sasie, "meine Füße sind total kaputt, ich kann nicht mehr!"

"Gut, ich habe auch keine Lust mehr", stimmte Flecki zu, "aber sagt mal, wo steckt denn Trampel?"

Erschrocken blickten die Hamster einander an. Wo war Trampel geblieben?

"Vorhin, als wir in einer kleinen Seitenstraße waren, wollte er nur mal eben eine Mülltonne durchsuchen", jammerte Hamstilidamst.

"Wo war das? Führ uns schnell dort hin!" rief Flecki, und Hamstilidamst rannte, so schnell er konnte, vorweg.

"Hier war es", keuchte er, als sie in eine kleine Seitengasse bogen und zeigte auf eine Mülltonne. Nun begann eine hektische Suche, die plötzlich von einem schrillen Schrei Fleckis unterbrochen wurde.

"He, kommt mal alle schnell her!"

Sofort waren alle um sie versammelt und starrten auf ein Schild. 'Forschungsstation für seltene und ausgestorbene Tiere' stand dort.

"Ja, und?" fragte Dodo. "Glaubst du, er hat sich einen Job gesucht, Flecki?"

"Quatsch, natürlich nicht. Aber ich habe da so ein komisches Gefühl."

Ratlos standen die Hamster vor einer Tür. Sie war einen Spalt geöffnet, und schließlich rief Goldi: "Also wollen wir hier noch lange warten, oder was? Wir holen ihn heraus!"

Er lief vorweg, und zögernd folgen ihm die übrigen. Natürlich war es nicht sicher, dass Trampel sich hier in diesem Gebäude aufhalten würde, aber was blieb ihnen im Moment anderes übrig? Zu ihrem Glück befand sich die Forschungsstation zu ebener Erde, und sie mussten sich nicht mühselig irgendwelche Treppen hochquälen. Doch was nun? Sie befanden auf einem langen Flur, zu dessen linken und rechten Seiten sich viele Türen befanden. Falls Trampel hier war, hinter welcher Tür konnte er sein, und wie sollten sie hineinkommen? Während sie ratlos auf dem Flur standen, öffnete sich plötzlich eine der Türen und eine junge Frau in einem weißen Kittel kam herausgestürmt. Sie schien sehr aufgeregt zu sein und blickte auf einen Schreibblock, den sie in der Hand hielt. Sie rannte an den zu Tode erschrockenen Hamstern vorbei und öffnete die gegenüberliegende Tür.

"Sehen Sie mal, Doktor, ich habe etwas gefunden! Es handelt sich möglicherweise um den ausgestorbenen prähistorischen schottischen Moosbiber, dieses grünliche Fell und der charakteristisch kurze Schwanz, wir sollten die Maße einmal mit unseren Unterlagen überprüfen!"

Dann wurde die Tür geschlossen, und die weiteren Worte der Frau waren nur noch als ein leises Murmeln zu hören. Nachdem die Hamster sich von ihrem ersten Schreck erholt hatten, rief Goldi: "Schnell, sie ist aus dem Zimmer dort gekommen und hat die Tür offen gelassen!"

Sofort flitzten die kleinen Tiere in das besagte Zimmer und sahen sich um. Bücherregale, mehrere Tische und die dazugehörigen Stühle waren zu sehen. Eine Spüle mit Reagenzgläsern und Glaskolben befand sich genau in der Mitte. Weiter hinten im Zimmer befanden sich zwei Fenster mit dunkelblauen Vorhängen. Auf dem linken Fensterbrett stand ein Käfig, und in diesem Käfig befand sich Trampel. Bevor seine Freunde auch nur einen Plan zu seiner Befreiung schmieden konnten, wurde die Zimmertür ganz aufgerissen, und die junge Frau kam mit einem älteren Mann im Gefolge zurück.

"Er hat sich bei der Mülltonne herumgetrieben?" fragte der Mann aufgeregt. "Wir müssen ihn unbedingt wieder dorthin setzen, es ist noch ein recht junges Tier, und möglicherweise sucht seine Mutter schon nach ihm. Wenn es sich tatsächlich um den prähistorischen schottischen Moosbiber handelt, dann ist das die Entdeckung des Jahrhunderts, liebe Kollegin! Alle Welt glaubte bisher, der sei ausgestorben! Schnell, bereiten Sie alles vor, und lassen Sie ihn wieder bei der Mülltonne frei, wir müssen seinen Laufweg zurückverfolgen!"

Der Mann rückte seine Brille zurecht und ging kopfschüttelnd in sein Büro zurück.

"Lasst uns verschwinden und draußen warten", schlug Murksel vor. "Ihr habt ja gehört, dass Trampel gleich wieder freigelassen werden soll!"

Gesagt, getan.  Erleichtert verließen der Bauleiter und der Rest der Truppe die Forschungsstation und versteckten sich hinter einem Mauervorsprung gegenüber der Mülltonne. Obwohl sie recht lange warten mussten, sprach niemand ein Wort, und gebannt harrten alle der Dinge, die da kamen. Dann war es soweit, und die junge Frau in dem weißen Kittel kam um die Ecke. Sie trug einen Käfig, den sie vorsichtig auf die Mülltonne stellte, und griff in den Käfig hinein. Vorsichtig legte sie etwas Kleines neben die Mülltonne und verschwand schnellen Schrittes, ohne sich umzusehen. Das kleine Etwas bewegte sich, hob den Kopf, schnüffelte und zuckte im nächsten Moment zusammen, als eine Stimme grölte: "He Moosbiber, alles klar?"

Erleichtert erkannte Trampel die Stimme Goldis und näherte sich verlegen seinen Freunden. Dann stand er traurig vor ihnen, und die Verwunderung und das Entsetzen, das sein Anblick auslöste, waren groß. Ungläubig starrten die Hamster auf ihren Freund Trampel, beziehungsweise auf das, was aus ihm geworden war. Sein Fell war immer noch grün, doch das, was er auf dem Kopf trug, sah schon sehr seltsam aus. Eine Antenne, die mit einem Metallbügel befestigt war. Doch das war noch nicht alles, denn um den Hals trug er ein seltsam blinkendes Band, das in Intervallen elektronische Pfeiftöne von sich gab.

"Sag mal", fragte Goldi, nachdem er Antenne und Halsband ausgiebig betrachtet hatte, "Wieviel Programme hast du denn?"

Ein leises Schluchzen kam als Antwort, und Flecki meinte vorwurfsvoll, dass es wirklich nicht angemessen sei, dumme Bemerkungen über den armen Trampel zu machen.

"Genau", bekräftige Dodo, "vor allem, weil er ja ausgestorben ist, der Arme!"

"Doch nicht Trampel, du Blödmann! Der Moosbiber ist ausgestorben!" fauchte Bauleiter Murksel.

"Ich will nach Hause", jammerte Trampel, "ich mag nicht mehr! Das war alles so schrecklich, die haben mir sogar Blut abgezapft. Wenigstens gab es gutes Essen, das war wirklich lecker!"

"Hat jemand ein bisschen grüne Farbe für mich?" fragte Goldi, doch er war sofort wieder still, als er Fleckis vorwurfsvollen Blick sah.

"Lasst uns zum Karton, äh, zum Institut zurückgehen", schlug Murksel vor. "Wir haben noch einen langen Weg vor uns, und bestimmt wartet der Bürgermeister schon!"

Sofort machte sich der kleine Trupp auf den Rückweg durch die inzwischen dunklen Straßen Ullapools. Von Minute zu Minute wurden die Hamster jedoch immer mehr von dem Gepiepse, das aus dem Halsband Trampels kam, genervt.

"Kannst du das nicht mal abstellen?" schimpfte Tuffi, doch Trampel schüttelte traurig den Kopf. Als sie endlich wieder die durchgerostete Eisentür erreichten, waren ihre Nerven durch das ständige Piepsen zum Reißen gespannt. Kurz darauf standen sie wieder vor der Eingangstür der Organisation BANTACH, die Tür wurde aufgerissen, und Dabi sah die Ankömmlinge erleichtert an.

"Netten Einkaufsbummel gemacht, wie? Das hat ja recht lange gedauert. Der Präsident hat schon... was ist denn das? Bei allen keltischen Heiligen, was hat das zu bedeuten?" rief sie entsetzt und deutete auf Trampel, der erschrocken zurückwich. "Das ist eine Katastrophe! Sicherheitsalarm! Sicherheitsteam sofort zum Ausgang!"

Sie drückte auf einen Knopf neben der Tür und starrte weiterhin fassungslos auf Trampel. Es war totenstill, nur das entnervende Piepsen seines Halsbandes war zu hören. Dann war Pfotengetrampel zu hören, und zwei mit Lanzen, besser gesagt, mit Zahnstochern bewaffnete Hamster, erschienen und wandten sich dienstbeflissen Dabi zu. Sie deutete auf Trampel und rief: "Macht ihm sofort das Ding da ab!" Dann richtete sie sich an Flecki und fragte: "Wo hat er das her?"

Flecki erklärte ihr in wenigen Worten, was passiert war. Dabi nickte, während im Hintergrund die gequälten Schreie Trampels zu hören waren, dem gerade mit vereinten Kräften Halsband und Antenne entfernt wurden. Endlich war es geschafft, und Trampel lag röchelnd, aber befreit von den Geräten der Forschungsstation, neben dem Eingang.

"Schnell, wir müssen das Gerät vernichten, sonst sind wir verloren!" rief Dabi. "Wenn die das Gerät anpeilen, haben die unseren geheimen Ort gefunden!"

"Gib mal her", brummte Goldi, nahm Halsband und Antenne und verschwand durch den Mauerspalt in Richtung Hafen. Atemlose Stille erfüllte den Raum, und es war wohltuend für die Hamsterohren, das nervende Geräusch des Halsbandes nicht mehr hören zu müssen. Nach wenigen Minuten tauchte zur Erleichterung aller Goldis grinsender Kopf in der Mauerspalte auf, und kurz darauf stand er wieder vor Dabi.

"Das Ding macht keinen Ärger mehr", grinste er. "Wie wäre es mit etwas Essbarem?"

Wenig später wurde sein Wunsch erfüllt, und auch seine Freunde ließen es sich schmecken, während Dabi dem staunenden Präsidenten und dem Bürgermeister Bericht erstattete. Als sie fertig war, nickte Balthasar eifrig und bat seine Sekretärin, einen ausführlichen Bericht in 3-facher Ausführung einschließlich multimedialer Präsentation über diesen Vorfall anzufertigen.

Seufzend führte Dabi nun die Hamster aus Hamsterhausen durch lange Flure und viele Seitengänge zurück bis zur Mauerspalte zum Hafen hin. Es hieß nun Abschied nehmen, denn langsam wurde es draußen wieder hell, und alle Beteiligten waren müde und erschöpft. Noch lange winkten Dabi und die Hamster einander zu, bis sie um eine Ecke bogen und der Lastwagen wieder in Sicht kam.

"Ja, sagt mal, wo steckt denn nun dieser verantwortungslose Typ?" schimpfte Flecki, als sie den Lkw leer vorfanden. "Der hätte uns doch glatt verhungern lassen. Aber der denkt ja wohl nur an sich und sein Vergnügen!"

Wenige Stunden später kehrte der verantwortungslose Typ zurück. Er hatte eine äußerst ungemütliche Nacht auf dem städtischen Polizeirevier verbracht und war in einem schrecklichen Zustand. Wenigstens hatte er soeben noch eine warme Mahlzeit auf der Polizeiwache bekommen, nachdem die Polizisten herausbekommen hatten, dass sie es nicht mit einem Kriminellen, sondern mit einem höchst bedauernswürdigen, abgerissenen Menschen zu tun hatten. Ärgerlich knallte Vim van der Slampe die Fahrertür zu und warf einen Blick in die Schlafkoje, wo ihn zu seiner großen Erleichterung zwölf durch den Krach geweckte und verärgerte Hamster anblickten. Er ließ den Motor an und schaute angespannt auf seine Benzinuhr. Besorgt stellte er fest, dass der Tank nur noch zu einem Drittel gefüllt war, und dass er  sich in dieser Richtung bald etwas einfallen lassen musste. Er drehte den Lkw und wollte am Hafen entlang zur A835 weiterfahren, als er zu seiner Überraschung feststellte, dass die Straße direkt vor dem Hafen abgesperrt war. Polizisten, mehrere Fernsehteams und viele neugierige Zuschauer hinderten ihn an der Weiterfahrt. Verwundert stieg er aus, um sich nach dem Grund dieses Menschenauflaufes zu erkundigen. Auch die Hamster waren aufmerksam geworden und starrten gebannt auf die vielen Leute. Nach kurzer Zeit öffnete sich die Wagentür, und Vim van der Slampe stieg wieder ein. Er schüttelte den Kopf und lachte: "Was das nicht alles gibt! Stellt euch vor, die haben da im Wasser ein Nest von irgendeinem seltenen Biber gefunden oder so etwas. Ich dachte immer, das gibt hier nur das Ungeheuer von Loch Ness!"

Erneut drehte er mit den Lastwagen um und fuhr über eine Umleitung durch die Argyle Street weiter bis zur A835.

"Sag mal", begann Flecki und sah Goldi scharf an, "was hast du mit dem Halsband und der Antenne gemacht?"

"Ins Hafenbecken geworfen, warum?" antwortete Goldi, der sich keiner Schuld bewusst war.

"Klasse, wirklich. Jetzt hat die Forschungsstation die Funksignale aufgefangen und denkt, dass da so eine prähistorische Biberbande auf dem Grund des Hafenbeckens lebt. Hast du gesehen, wie viele Kameras da waren? Das wird bestimmt überall im Fernsehen heute gesendet."

"Aber es ging doch um die nationale Sicherheit oder so", gab Goldi zu bedenken. "Hat jedenfalls Dabi gesagt. Was meint ihr, ob wir die noch einmal wiedertreffen werden?"

"Nun, öh, diesbezüglich denke ich, besteht eine gewissermaßen gute Chance“, meldete sich der Bürgermeister und strich bedeutungsvoll über seinen Schnurrbart. "Ich, äh, habe meinen Kollegen, den Präsidenten, eingeladen, doch einmal in naher Zukunft unseren neuen Vergnügungspark zu besuchen."

Die Sonne stand inzwischen etwas höher am Himmel und verhieß einen schönen Tag. Den Hamstern war das im Moment jedoch völlig egal, denn sie schliefen tief und fest in der Schlafkoje und ruhten sich von all den aufregenden Ereignissen der vergangenen Nacht aus. Dann war da noch jemand, dem es völlig egal war, und der hieß Vim van der Slampe und saß müde und erschöpft am Steuer.

Vor ihnen lagen noch 250 Kilometer bis zum Schloss des alten Lord McShredder.